Nun habe ich zwischendurch mal ein paar andere Beiträge geschrieben, weil ich mich nervlich von diesen beiden Chaoten distanzieren muss. Aber ich nehme tapfer die Chance weiter wahr, mir dieses ganze Dilemma von der Seele zu schreiben, eine Seele, die aufgrund der Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung immer lauter um Hilfe ruft.
Denn das war ja noch lange nicht alles.
Leider war die Slapstick-Einlage mit dem Ceranfeld eine der wenigen Gelegenheiten, die beiden lustig zu finden. Danach allerdings fingen die Ereignisse an, sich zu überschlagen.
Noch immer wartete ich geduldig auf den Umzugswagen. Aber mal ehrlich - wer schleppt eine neue gebrauchte Küche an, um sie gleich nach dem Einbau direkt wieder in den Umzugswagen zu schleppen? Richtig, niemand. Auch nicht Micha und Jacki. Die lebten bunt in den Tag hinein und dachten wohl gar nicht daran, uns zu verlassen. Zumindest nicht beide zusammen.
Denn: Es begann im Paradies zu kriseln!
Dies aber nicht unbedingt im Verborgenen, in den vier Wänden oder bei den nächtlichen Autofahrten, um die beiden Hunde mal Gassi zu führen (seit das mit Emmi hier in der Nachbarschaft die Runde machte, war man den beiden nicht mehr besonders wohlgesonnen), nein, sondern lautstark vorm Haus und mit einer Lautstärke ... ich erwähnte es bereits. Bei geschlossenem Fenster, bei laufendem Fernseher 2 Etagen höher übertönten die zwei Streithähne locker meinen schon lautgestellten Fernseher. Und das, wo ich gerade eine der selten gewordenen TV-Übertragungen eines Springturniers anschauen wollte. Das machte mich noch doppelt sauer, denn die beiden legten unten eine hollywoodreife Eskalation hin. Es ging (natürlich) um Geld, um Essen, was nicht im Haus war, um einen Tank, der nicht mehr genug Sprit drin hatte bis hin zu Vorhaltungen an Jacki, sich endlich um einen Job zu kümmern, eine Therapie zu machen. Garniert mit Wutgeschrei bis hin zur Lautstärke von Fluglärm, wenn man direkt neben dem Rollfeld steht. Mittendrin: Die beiden Hunde, die ja völlig verstört sein müssten, so, wie die Bezugspersonen sich aufführten. Es war ein Samstag am späten Nachmittag, kurz vor dem 2. Advent und ansonsten dunkel, still und besinnlich, so wie Adventswochenenden eigentlich sind. Bis unsere beiden hier es vorzogen, der ganzen Stadt ihre Probleme mit sich und der Realität mitzuteilen. Ich bin mir sicher, dass man sie auch in den Ortsteilen noch hören konnte.
Und das war nur der Anfang.
Wie mir meine Nachbarin, die drüber wohnt, mitteilte, flogen in den darauffolgenden Nächten (!) regelmäßig die Fetzen und es kamen die immer gleichen Vorwürfe auf den Tisch. Sie warf ihm vor, sie ständig allein zu lassen (ob er jetzt wirklich jobben ging oder nicht, mal außenvor..) und dass er ständig im Internet auf Frauensuche sei und er ihr den üblichen Text mit Geld, Job und Therapie.
Dies ging wohl gut zwei Wochen so, dann hatte Jacki wohl die Nase voll und war mit Welpen und Koffer abmarschiert. Oh, niemand war nun wirklich traurig deswegen. Die Vermieter wirkten erleichtert, wir alle irgendwie auch, denn solche Streitereien auch auf offenem Feld wirken hin und wieder verstörend. Und Rücksicht auf ihre Nachbarn nehmen, das ist für manche wirklich ein absolutes Fremdwort.
Oh, wo ich gerade die Autofahrten mit den Hunden erwähnte: Wenn man im Ort beliebt wie Fusspilz ist und auch schon mit anderen Nachbarn herumgezankt hat und dann auch noch einen Hund wie Josh besitzt, sollte man vielleicht wirklich auswärts spazieren gehen. Nur muss man sich den Sprit für solche Touren auch leisten können. Der BMW, mit dem die beiden angereist waren, wurde irgendwann mal wortreich verkauft und fortan stand ein ziemlicher Schrotthaufen in der Straße, dessen Heck mit Panzerband verklebt wurde und der auch sonst einen ziemlich abgerittenen Eindruck machte. Zugelassen auf Micha, sogar mit Wunschkennzeichen.
Nun, jetzt, wo Jacki weg war, tauchte eines Abends Micha vor meiner Türe auf und fragte mich allen Ernstens, ob ich mit Josh mal eine Runde gassigehen würde, weil er ja soooo viel zu tun hätte und der arme Hund solange alleine bleiben müsste (und evtl. undicht würde^^) , dieses Ansinnen verwarf ich sofort wieder, denn Josh zieht an der Leine wie ein Ackergaul auf dem Feld und das permanent. Für solche Hunde bin ich mittlerweile zu alt.
"Ja, jetzt, wo Jacki weg ist, ist Josh vieeeel ruhiger geworden", versuchte Micha, mich umzustimmen. Haha, ein Hund, der so lange alleine bleiben soll, ist also ruhiger geworden. Nicht mit mir, Freundchen.
"Ich glaube, ich möchte das nicht machen", blieb ich also stur.
Dann erzählte er noch wortreich, wieso ich ruhig mit ihm gehen könne, es sei doch nur ein Boxermischling, aber ich hörte schon nicht mehr zu. Schließlich fand er, er hätte mich genug zugetextet und zog ab.
Ach, da fällt mir ein gutes Beispiel ein. Kennt ihr die Serie "Breaking Bad", wo ein harmlos wirkender Chemielehrer mit Lungenkrebs vom braven Familienvater zum knallharten Drogenboss mutiert? Dieses Schwanken zwischen Mitleid, Entsetzen, Abscheu und Enttäuschung, womit die vielen Charaktere dieser Serie kokettieren, ist genau das, was ich bei diesen beiden hier empfinde. Nur dass es hier traurige Realität ist. Ich habe bestimmt noch das eine oder andere haarsträubende Detail vergessen, weil es einfach beinahe täglich Updates gibt. Aber ich tue, was ich kann. ;-)
Ob Jacki sich wieder die Ehre gibt, ob Josh doch noch "Haustier des Monats" wird und wie es weitergeht, demnächst hier, selbe Stelle, selbe Welle.
Es grüßt euch
euer Copinchen! :-)
BEYOND GOOD AND EVIL - WELCOME TO MY WORLD! Das Leben ist kein Ponyhof und manchmal bekommt die zweite Maus erst den Käse. Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck meiner Gedanken über alltägliche Dinge, mit denen wir uns herumschlagen müssen, meine Tiere und den Rest der Welt. :-) Ihr könnt mich auf Twitter treffen unter @Copine001!
Samstag, 31. Januar 2015
Mittwoch, 28. Januar 2015
#facebookdown 2015
Vergesst die Ukraine-Krise, die furchtbaren Ereignisse von Paris, den Grexit und die Greueltaten der ISIS.
Es gibt etwas, dass noch viieel, viieel schrecklicher ist!
Vielleicht habt ihr es am eigenen Leib gespürt: Diese aufkommende Panik, den Schweissausbruch, das Händezittern. Vielleicht noch untermalt von einem dämonischen "HAHAHAHA" im Hinterkopf.
Ihr wart damit nicht alleine. Millionen von Menschen ging es am Dienstagmorgen, dem 27. Januar 2015 so.
Auslöser war nicht etwa das Ende eines Kalenders einer prähistorischen Hochkultur, der der Legende nach das Ende der bekannten Welt ankündigt oder gar ein die Erde verhältnismäßig nah passierender Riesenkomet. Nein, es geht noch dramatischer.
" WARUM KOMM ICH NICHT IN FACEBOOK REIN???!!!!"
Habe gerade "draußen" ausprobiert. Kalt. Leute getroffen, aber leider nicht gewusst wie das mit den Smileys geht. #facebookdown
Andere wiederum zeigten offene Häme:
#facebookdown - Grund: Marc #zuckerberg hat das China-Update draufgespielt.
Blickkontakt! Die Menschen in der S-Bahn wissen gar nicht wohin mit ihren sozialen Interaktionen. Die Lage ist angespannt.#facebookdown
Ein besseres Schlusswort kann man gar nicht finden. Finde ich. ;-)
Bleibt gesellig und liebe Grüße von
Copine (die keinen Facebook-Account hat)!
Es gibt etwas, dass noch viieel, viieel schrecklicher ist!
Vielleicht habt ihr es am eigenen Leib gespürt: Diese aufkommende Panik, den Schweissausbruch, das Händezittern. Vielleicht noch untermalt von einem dämonischen "HAHAHAHA" im Hinterkopf.
Ihr wart damit nicht alleine. Millionen von Menschen ging es am Dienstagmorgen, dem 27. Januar 2015 so.
Auslöser war nicht etwa das Ende eines Kalenders einer prähistorischen Hochkultur, der der Legende nach das Ende der bekannten Welt ankündigt oder gar ein die Erde verhältnismäßig nah passierender Riesenkomet. Nein, es geht noch dramatischer.
" WARUM KOMM ICH NICHT IN FACEBOOK REIN???!!!!"
"DAS KANN JA WOHL NICHT WAHR SEIN!!!"
"WUUUHH! WIR WOLLDN GROD DE NÖIE GRÜBBE 'SÄGGSISCHE WÖLFE' GRÜNDN!"
"UND JETZT AUCH NOCH INSTAGRAM, WO ICH GERADE BEIM FRISEUR WAR."
"SOLL ICH JETZT ETWA RAUSGEHEN UND MIT ECHTEN FRAUEN FLIRTEN?"
Viele waren besorgt, wo sie nun die lustigen Katzenbilder oder ihre momentanen Befindlichkeiten posten können. Andere, besonders zahlreiche Twitter-User, nahmen die Katastrophe eher humorvoll hin oder zeigten sogar virtuelles Mitgefühl:
Liebe Schüler. Nun wisst Ihr, wie sich meine triste Jugend im Schulbus anfühlte. Damals, in der Steinzeit, ohne #Facebook. #facebookdown
Habe gerade "draußen" ausprobiert. Kalt. Leute getroffen, aber leider nicht gewusst wie das mit den Smileys geht. #facebookdown
Andere wiederum zeigten offene Häme:
#facebookdown - Grund: Marc #zuckerberg hat das China-Update draufgespielt.
Blickkontakt! Die Menschen in der S-Bahn wissen gar nicht wohin mit ihren sozialen Interaktionen. Die Lage ist angespannt.
oder pixelten sich ihre Verzweiflung von der Seele:
Ein besseres Schlusswort kann man gar nicht finden. Finde ich. ;-)
Bleibt gesellig und liebe Grüße von
Copine (die keinen Facebook-Account hat)!
Sonntag, 25. Januar 2015
Jeannie's Winterwonderland!
Huhu!
Ich bin's, die bezaubernde Jeannie.
Ich habe endlich das 8-Krallen-Tippsystem für Computertastaturschreiben gelernt und blogge hier heimlich mit. Copine wird Augen machen!
Augen gemacht habe ich aber erst mal selber. Denn auf einmal war draußen alles anders.
Weiss und kalt nämlich. Und auch noch nass! Sowas mögen wir Katzen ja eigentlich gar nicht.
Wenn zum Beispiel meine Spieltreppe am Haus plötzlich so ausschaut:
"Was zum Teufel ist DAS DENN?!"
finde ich das nur semilustig.
Mein geliebter Froschteich, der hat mich schon ein paar Tage genervt, denn plötzlich kann man aus ihm kein Wasser mehr trinken. Da war so eine glatte kalte Scheibe drauf! Ich konnte zwar durchgucken, aber es kam kein Wasser. Wie ätzend! Wo ich das Wasser doch soo viel lieber mag als das olle da aus dem Wasserhahn. Schmeckt viel besser!
Tja. und dann bin ich auf die Scheibe geklettert und das knackte und war rutschig und da bin ich wie ein geölter Blitz meine Treppe rauf ins warme Wohnzimmer. Ausruhen. Winter haben ist echt anstrengend.
Und meine Fellpflege wird auch immer nerviger. Dieser dicke Pelz! Jetzt lass ich mir dabei mal helfen, hihi.
Wirklich sseeeehhrr entspannend. Solltet ihr auch mal ausprobieren! Ich kann es nur empfehlen.
Ok, bis auf diese weisse Matsche da draußen, die mittlerweile echt unangenehm tropft, bin ich soweit ganz zufrieden. Vielleicht findet Copine ja auch endlich mal ein Nass-Futter, was ich supidupitoll finde. Ansonsten habe ich zur Zeit echt nix zu nörgeln. Na gut, ich bin ja auch bei Copine (das heisst, sie darf bei mir wohnen!) und nicht im Dschungelcamp von RTL. *grins*
Machts gut, und immer dran denken: Hunde haben Herrchen und Frauchen, Katzen haben Personal!
Liebe Grüße
Eure Jeannie
Ich bin's, die bezaubernde Jeannie.
Ich habe endlich das 8-Krallen-Tippsystem für Computertastaturschreiben gelernt und blogge hier heimlich mit. Copine wird Augen machen!
Augen gemacht habe ich aber erst mal selber. Denn auf einmal war draußen alles anders.
Weiss und kalt nämlich. Und auch noch nass! Sowas mögen wir Katzen ja eigentlich gar nicht.
Wenn zum Beispiel meine Spieltreppe am Haus plötzlich so ausschaut:
"Was zum Teufel ist DAS DENN?!"
finde ich das nur semilustig.
Mein geliebter Froschteich, der hat mich schon ein paar Tage genervt, denn plötzlich kann man aus ihm kein Wasser mehr trinken. Da war so eine glatte kalte Scheibe drauf! Ich konnte zwar durchgucken, aber es kam kein Wasser. Wie ätzend! Wo ich das Wasser doch soo viel lieber mag als das olle da aus dem Wasserhahn. Schmeckt viel besser!
Tja. und dann bin ich auf die Scheibe geklettert und das knackte und war rutschig und da bin ich wie ein geölter Blitz meine Treppe rauf ins warme Wohnzimmer. Ausruhen. Winter haben ist echt anstrengend.
Und meine Fellpflege wird auch immer nerviger. Dieser dicke Pelz! Jetzt lass ich mir dabei mal helfen, hihi.
Wirklich sseeeehhrr entspannend. Solltet ihr auch mal ausprobieren! Ich kann es nur empfehlen.
Ok, bis auf diese weisse Matsche da draußen, die mittlerweile echt unangenehm tropft, bin ich soweit ganz zufrieden. Vielleicht findet Copine ja auch endlich mal ein Nass-Futter, was ich supidupitoll finde. Ansonsten habe ich zur Zeit echt nix zu nörgeln. Na gut, ich bin ja auch bei Copine (das heisst, sie darf bei mir wohnen!) und nicht im Dschungelcamp von RTL. *grins*
Machts gut, und immer dran denken: Hunde haben Herrchen und Frauchen, Katzen haben Personal!
Liebe Grüße
Eure Jeannie
Donnerstag, 22. Januar 2015
Die lieben Nachbarn - mit Verstärkung!
Wer bis hierher durchgehalten hat, wird sich vermutlich die Augen reiben - oder hat schon selbst solche Erfahrungen gemacht. Für letztere empfinde ich tiefstes Mitgefühl. Man könnte wohl eine Selbsthilfegruppe gründen, gerne auch mit Online-Sitzungen. "Hallo, mein Name ist Copine und ich habe Nachbarn aus der Hölle".
Ich fasse mal zusammen: Wir haben hier ein Chaos-Paar, das weder mit Mitmenschen, noch mit Hunden, noch mit Geld vernünftig umgehen kann. Micha versteigt sich gern in lange Diskussionen, die alle mit demselben Ergebnis enden: Man kann ihm nicht ein Wort glauben. Nehmen wir mal die Nummer mit der Umschulung, die er uns allen weismachen wollte, nachdem er im letzten Job grandios gescheitert war. In Wirklichkeit leistete er Sozialstunden ab, die wohl schon länger fällig waren.
Jacki ist ein eher scheues Mädel, die wie Pattex am lieben Micha klebt und so dermaßen unselbstständig ist, dass sie mir schon wieder leid tut. Manchmal weiss man nicht so genau, ob sie noch nicht kapiert hat, worauf es im Leben ankommt. Das Schreckliche ist, dass Micha ihr hier nicht unbedingt eine Stütze ist, sondern ihre Rückzugstendenzen sogar noch forciert. Was noch schrecklicher ist: Dass er dabei herumläuft und überall verkündet, was er mit ihr für ein furchtbares Schicksal hat, traut sie sich doch nicht einmal, die Türe zu öffnen, wenn es klingelt. Andererseits haben beide eine wirklich lautstarke Streitkultur, wie man besonders an ruhigen Sonntagen oder mitten in der Nacht erleben darf. Auch bei geschlossenem Fenster ist es unmöglich, die beiden zu überhören.
Jacki ist überfordert mit ihrem Alltag und igelt sich ein, hat aber noch keine Möglichkeit entdeckt, eine für sie vorteilhaftere Zukunft anzugehen.
Aber weiter in der Geschichte:
Josh war also nun ein Einzelhund. Aber er war scheinbar auch traurig über Emmis Ableben (ich hoffe immer noch, dass er wenigstens DIESMAL die Wahrheit erzählt hat und die schöne Hündin erlöst wurde!) und dann geschah etwas, was mich wirklich umgehauen hat.
Nicht nur, dass man bereits etliche Einrichtungsgegenstände vertickt hatte, um etwas Bargeld zur Verfügung zu haben. Madame hatte sich geweigert, eine Massnahme von der ARGE anzutreten bzw. hat sich gar nicht da gemeldet und das wurde mit einer Geldsperre sanktioniert. Nur die Wohnkosten (anteilig) wurden noch vom Amt übernommen.
Micha - wir erinnern uns - war arbeitslos und von daher auch aufs Amt angewiesen. Wenigstens wurde nun die Miete regelmäßig gezahlt und die Vermieterin war nicht mehr ganz so verzweifelt.
Es näherte sich der Termin zum Auszug (außergerichtliche Vereinbarung) und ich hatte schon so meine Zweifel, ob das auch wirklich passiert. Aber ich dachte (noch) positiv.
28. 29. 30. Oktober. Nichts geschah ausser der Verbreitung des Märchens, Micha hätte eine doppelt so große Luxuswohnung zum halben Preis aufgetan und man freue sich schon auf den Umzug.
Und dann...
Ihr glaubt es nicht.
Aber es ist wirklich wahr.
Am 15. November kamen die beiden um die Ecke und hatten einen Hundewelpen im Arm (!!!)!
Ich dachte wirklich, mich tritt ein Pferd. Das letzte, was man in einer solchen Situation braucht, ist ein Hundewelpe (hier möge man sich bitte vorstellen, wie ich ohnmächtig darniedersinke).
Klar war die kleine süß und niedlich, aber - hey, womit wollten sie das Futter für 2 Hunde bezahlen?
Die Vermieterin war leichenblass.
Verbieten konnte sie es ihnen nicht. Nur auf den ultimativen Auszug hoffen.
Nun hockte Jacki also tagsüber mit 2 Hunden in der Wohnung, ab und zu ging sie mit ihnen zur nächsten Eiche, weiter nicht, weil sie Josh nicht wirklich halten konnte. Schon gar nicht, wenn jemand mit einem anderen Hund entgegenkam. Und nun auch noch den kleinen schwarzen Wuschelpuschel dazwischen. Grundgütiger, soviel D**fheit hatte ich den beiden wirklich nicht zugetraut!
Mittlerweile mieden wir Bewohner so ziemlich die Uhrzeiten, in denen Micha auftauchen könnte, denn er erzählte uns das Blaue vom Himmel. Er hätte ja auch eine Traumwohnung in Aussicht, wo man sich nicht so anstellen würde, wenn man mal das Grundstück umgräbt und vollscheissen lässt. Ja ne, is klar.
Seinen Wagen hatte er übrigens auch verkauft und kam eines Tages mit einem anderen Wagen um die Ecke, deren "Gebrauchsspuren" deutlich sichtbar mit Panzerband repariert worden waren. Nun ja, man brauchte halt ein größeres Auto, ne? Der Welpe versprach schließlich, nicht unbedingt eine Fusshupe zu werden.
Und er schleppte eine neue alte Küche an. Umzug? Hallo?
Noch heute breche ich in schallendes Gelächter aus, wenn ich an folgende Szene denke:
Micha: "Pack mal mit an, Jacki. Beweg mal deinen Hintern."
Er hatte einen neuen alten E-Herd mit Ceranfeld günstig geschossen. Schließlich müssen die Dosen ja aufgewärmt werden, die man so verzehrt (Hausmüll-Detektivin *g*).
Jacki: "Mach mal langsam, ich kann nicht mehr!"
Micha: "Nur das Ceranfeld. Das kann ich nicht alleine .halt doch fest HALT FEEEST!!.." ...... KLIRR !!!
Das traf in diesem Moment voll mein Komikzentrum. So hab ich selten gelacht!
Das Ceranfeld war in 1000 Stücke über die Treppe verteilt. Und beide hatten gut zu tun, das wieder aufzufegen.
Normalerweise bin ich nicht so schadenfroh, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Aber dieser Moment entschädigte mich beinahe für diese ganzen unguten Gefühle, die ich beim Tun und Wirken dieser beiden (inklusive Heulschulter anbieten für die Vermieterin, die wirklich am Verzweifeln war!) hatte. Ich bin ein sehr empathischer Mensch, dem sowas total nahe geht. Aber dieser Klassiker unter den Möbelträgergags war einfach zu köstlich!
Nun ja. Das Lachen ist mir allerdings bald wieder vergangen. Ihr erfahrt in der nächsten Folge, wieso. ;-)
Liebe Grüße
Copinchen und Jeannie, die das alles von ihrem kleinen Balkon aus beobachtet!
Ich fasse mal zusammen: Wir haben hier ein Chaos-Paar, das weder mit Mitmenschen, noch mit Hunden, noch mit Geld vernünftig umgehen kann. Micha versteigt sich gern in lange Diskussionen, die alle mit demselben Ergebnis enden: Man kann ihm nicht ein Wort glauben. Nehmen wir mal die Nummer mit der Umschulung, die er uns allen weismachen wollte, nachdem er im letzten Job grandios gescheitert war. In Wirklichkeit leistete er Sozialstunden ab, die wohl schon länger fällig waren.
Jacki ist ein eher scheues Mädel, die wie Pattex am lieben Micha klebt und so dermaßen unselbstständig ist, dass sie mir schon wieder leid tut. Manchmal weiss man nicht so genau, ob sie noch nicht kapiert hat, worauf es im Leben ankommt. Das Schreckliche ist, dass Micha ihr hier nicht unbedingt eine Stütze ist, sondern ihre Rückzugstendenzen sogar noch forciert. Was noch schrecklicher ist: Dass er dabei herumläuft und überall verkündet, was er mit ihr für ein furchtbares Schicksal hat, traut sie sich doch nicht einmal, die Türe zu öffnen, wenn es klingelt. Andererseits haben beide eine wirklich lautstarke Streitkultur, wie man besonders an ruhigen Sonntagen oder mitten in der Nacht erleben darf. Auch bei geschlossenem Fenster ist es unmöglich, die beiden zu überhören.
Jacki ist überfordert mit ihrem Alltag und igelt sich ein, hat aber noch keine Möglichkeit entdeckt, eine für sie vorteilhaftere Zukunft anzugehen.
Aber weiter in der Geschichte:
Josh war also nun ein Einzelhund. Aber er war scheinbar auch traurig über Emmis Ableben (ich hoffe immer noch, dass er wenigstens DIESMAL die Wahrheit erzählt hat und die schöne Hündin erlöst wurde!) und dann geschah etwas, was mich wirklich umgehauen hat.
Nicht nur, dass man bereits etliche Einrichtungsgegenstände vertickt hatte, um etwas Bargeld zur Verfügung zu haben. Madame hatte sich geweigert, eine Massnahme von der ARGE anzutreten bzw. hat sich gar nicht da gemeldet und das wurde mit einer Geldsperre sanktioniert. Nur die Wohnkosten (anteilig) wurden noch vom Amt übernommen.
Micha - wir erinnern uns - war arbeitslos und von daher auch aufs Amt angewiesen. Wenigstens wurde nun die Miete regelmäßig gezahlt und die Vermieterin war nicht mehr ganz so verzweifelt.
Es näherte sich der Termin zum Auszug (außergerichtliche Vereinbarung) und ich hatte schon so meine Zweifel, ob das auch wirklich passiert. Aber ich dachte (noch) positiv.
28. 29. 30. Oktober. Nichts geschah ausser der Verbreitung des Märchens, Micha hätte eine doppelt so große Luxuswohnung zum halben Preis aufgetan und man freue sich schon auf den Umzug.
Und dann...
Ihr glaubt es nicht.
Aber es ist wirklich wahr.
Am 15. November kamen die beiden um die Ecke und hatten einen Hundewelpen im Arm (!!!)!
Ich dachte wirklich, mich tritt ein Pferd. Das letzte, was man in einer solchen Situation braucht, ist ein Hundewelpe (hier möge man sich bitte vorstellen, wie ich ohnmächtig darniedersinke).
Klar war die kleine süß und niedlich, aber - hey, womit wollten sie das Futter für 2 Hunde bezahlen?
Die Vermieterin war leichenblass.
Verbieten konnte sie es ihnen nicht. Nur auf den ultimativen Auszug hoffen.
Nun hockte Jacki also tagsüber mit 2 Hunden in der Wohnung, ab und zu ging sie mit ihnen zur nächsten Eiche, weiter nicht, weil sie Josh nicht wirklich halten konnte. Schon gar nicht, wenn jemand mit einem anderen Hund entgegenkam. Und nun auch noch den kleinen schwarzen Wuschelpuschel dazwischen. Grundgütiger, soviel D**fheit hatte ich den beiden wirklich nicht zugetraut!
Mittlerweile mieden wir Bewohner so ziemlich die Uhrzeiten, in denen Micha auftauchen könnte, denn er erzählte uns das Blaue vom Himmel. Er hätte ja auch eine Traumwohnung in Aussicht, wo man sich nicht so anstellen würde, wenn man mal das Grundstück umgräbt und vollscheissen lässt. Ja ne, is klar.
Seinen Wagen hatte er übrigens auch verkauft und kam eines Tages mit einem anderen Wagen um die Ecke, deren "Gebrauchsspuren" deutlich sichtbar mit Panzerband repariert worden waren. Nun ja, man brauchte halt ein größeres Auto, ne? Der Welpe versprach schließlich, nicht unbedingt eine Fusshupe zu werden.
Und er schleppte eine neue alte Küche an. Umzug? Hallo?
Noch heute breche ich in schallendes Gelächter aus, wenn ich an folgende Szene denke:
Micha: "Pack mal mit an, Jacki. Beweg mal deinen Hintern."
Er hatte einen neuen alten E-Herd mit Ceranfeld günstig geschossen. Schließlich müssen die Dosen ja aufgewärmt werden, die man so verzehrt (Hausmüll-Detektivin *g*).
Jacki: "Mach mal langsam, ich kann nicht mehr!"
Micha: "Nur das Ceranfeld. Das kann ich nicht alleine .halt doch fest HALT FEEEST!!.." ...... KLIRR !!!
Das traf in diesem Moment voll mein Komikzentrum. So hab ich selten gelacht!
Das Ceranfeld war in 1000 Stücke über die Treppe verteilt. Und beide hatten gut zu tun, das wieder aufzufegen.
Normalerweise bin ich nicht so schadenfroh, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Aber dieser Moment entschädigte mich beinahe für diese ganzen unguten Gefühle, die ich beim Tun und Wirken dieser beiden (inklusive Heulschulter anbieten für die Vermieterin, die wirklich am Verzweifeln war!) hatte. Ich bin ein sehr empathischer Mensch, dem sowas total nahe geht. Aber dieser Klassiker unter den Möbelträgergags war einfach zu köstlich!
Nun ja. Das Lachen ist mir allerdings bald wieder vergangen. Ihr erfahrt in der nächsten Folge, wieso. ;-)
Liebe Grüße
Copinchen und Jeannie, die das alles von ihrem kleinen Balkon aus beobachtet!
Dienstag, 20. Januar 2015
Höllische Nachbarn - was weiter geschah!
Im 1. Teil habt ihr einen kleinen Eindruck davon bekommen, was in unserem Haus gerade los ist. Aber das ist noch nicht alles, noch lange nicht...
Ja, der Garten war verwüstet, die kleine Werkzeuglaube plattgemacht und um das Bild noch zu vervollständigen, wurden auch noch die Gehwegplatten aus Waschbeton mit einem Vorschlaghammer zerdeppert. Wir fragten uns warum, fragten Micha warum, er meinte nur "war zu feucht". Was für eine Begründung für die totale Zerstörung!
Zu allem Überfluss kamen die beiden dann noch mit einem 2. Hund um die Ecke. Micha versuchte, uns Unwissenden den Rüden als "Boxer-Labrador-Mix" zu verkaufen, aber da wir weder gerade erst vom Baum gefallen sind noch jeder hier im Haus schon mal mindestens einen Hund besessen hat, glaubten wir ihm kein Wort. Hier handelte es sich um einen original American Staffordshire-Rüden, der vielleicht 1/8 vom Labrador in sich trug. Klar war der Rüde "Josh" superbrav und wohlerzogen. Doch wieso zeigte er es nicht?
Er bedrängte die arme Emmi mit seinem jugendlichen Übermut. Das hat die ältere Dame ja nun so gar nicht verdient, konnte sie doch kaum wegen ihrer wirklich üblen HD auf allen Vieren stehen, geschweige denn laufen.
Josh wird jedenfalls noch ordentlich für Furore sorgen, soviel sei vorweg verraten.
Oh man, ich kann gar nicht alles hier ordnen und wahrscheinlich fehlt auch die Hälfte, aber ich glaube, das ist nicht schlimm. Einen Eindruck hat man ja schon mal und das ist ja des Pudels - oder des Staff's - Kern.
Leider verlor Micha nach ca. 8 Wochen seinen Job. Warum, weiss ich nicht, kann es mir aber denken: Der Typ nimmt es mit der Wahrheit nicht allzu genau. Und mit den Mietzahlungen auch nicht.
So beklagte sich die Vermieterin Ende Juli, dass die beiden noch nicht einen Cent Miete überwiesen hätten und sie immer nur vertröstet würde.
OUHA!
Die Miete ist das erste, was bezahlt werden muss!!! Man kann mal ein paar Tage ohne Wurst und Käse auskommen, aber nicht ohne ein Dach über dem Kopf, ausser man macht Camping.
Micha tat, als wäre alles bestens, wurschelte weiter imMondkrater Garten herum und mittlerweile nutzten ihn beide Hunde als Klo, was die Vermieter zur Weissglut trieb.
Nach weiteren vier Wochen waren die beiden so pleite, dass Madame es tatsächlich für nötig hielt, mal zum Amt zu gehen und ALG II zu beantragen. Bisher hatte sie sich deshalb etwas geziert, aber dann würde wenigstens das Amt die Miete zahlen. Nur die ausstehende nicht!
Micha fing derweil mit dem Ausverkauf seiner und ihrer Sachen an. Ob mein Gartenstühlchen, was ich ihnen mal gutgläubig ausgeliehen hatte, mit in dieser "Konkursmasse" war, weiss ich nicht, aber ich habe es nie wiedergesehen, bis heute.
EINS muss man den beiden aber zugute halten: Sie machen keinen Lärm. Äh, das heisst, ausser wenn sie sich lautstark in die Haare kriegen. Da kann man getrost das Fenster schließen und Fernseher oder Radio lauter drehen, man versteht trotzdem jedes Wort...
Aber weiter im Text.
Bis heute habe ich nicht verstanden, warum der 2. Hund angeschafft werden musste. Michas Version war: Er gehöre einem Kumpel und sie hätten ihn "in Pflege" genommen. Seit gestern weiss ich: er ist vom Tierschutz und wurde gegen Schutzvertrag und -Gebühr an die beiden abgegeben.
Nun, Emmi ging es immer schlechter, aber der Tierarzt kostet Geld, was sie nicht hatten! Was tun? Wir überlegten, etwas zu spenden, damit die arme Maus zum Tierarzt könnte, aber was, wenn er das in Zukunft ausnutzen würde? Und Emmi dazu nutzen, uns aus Mitleid die Kohle aus der Tasche zu ziehen, die keiner von uns im Überfluss in selbiger hat?
Er behauptete nach wie vor, Emmi hätte keine Schmerzen. Ein Blick in ihre Augen und Mimik genügte, um seine Worte Lügen zu strafen. Wahrscheinlich fiepte sie auch die ganze Zeit aus Langeweile, wer weiss.
Ich bitte meinen sarkastisch angehauchten Ton übrigens zu entschuldigen, aber bei solchen Dingen geht mir der Hut hoch!
Wir, die restlichen Bewohner unseres Vierparteienhauses, einigten uns darauf, mit Emmi und Micha zusammen zum Tierarzt zu gehen, damit da Klarheit aufkommt.
Dazu kam es nicht. Flugs waren die beiden samt Hunden über Nacht "verreist", erschienen nach 2 Wochen wieder und das ohne die arme Emmi. Sie sei bei "Oma und Opa eingeschläfert worden".
Ruhe in Frieden, Emmi, und verzeih uns, dass wir nicht viel früher eingegriffen haben. :-(
Nach diesen ganzen Vorfällen ging unsere normalerweise wirklich sehr freundliche und hilfsbereite Vermieterin nervlich am Stock. Traurig schaute sie immer wieder auf das ruinierte Gärtchen. Eines Tages fragte sie mich, die ich ja Computerschreib-affin bin, ob ich ein Schreiben an die Beiden aufsetzen würde. Sie wollte eine aussergerichtliche Einigung, da eine Räumungsklage wenig Aussicht auf Erfolg haben würde und ausserdem lange dauern und möglicherweise sehr, sehr teuer werden könnte.
So setzte ich einen Vertrag auf, mit Auszugstermin zum 30. November 2014 und beide setzten zwar lamentierend, aber letztendlich doch artig ihre Unterschrift darunter.
Ob es tatsächlich zum ersehnten Auszug kommt, erfahrt ihr in der nächsten Folge von "Höllische Nachbarn"!
Mir tat bei diesem Kapitel die arme Emmi von Herzen leid, die wirklich gutmütig und freundlich war trotz der Schmerzen, die sie leiden musste. Und mehr und mehr kam uns die Erkenntnis, dass wir es hier mit sehr seltsamen Leuten zu tun haben.
Genug für heute, sonst kriege ich wieder Magenschmerzen vor Wut!
Trotzdem liebe Grüße vom
Copinchen ;-)
Ja, der Garten war verwüstet, die kleine Werkzeuglaube plattgemacht und um das Bild noch zu vervollständigen, wurden auch noch die Gehwegplatten aus Waschbeton mit einem Vorschlaghammer zerdeppert. Wir fragten uns warum, fragten Micha warum, er meinte nur "war zu feucht". Was für eine Begründung für die totale Zerstörung!
Zu allem Überfluss kamen die beiden dann noch mit einem 2. Hund um die Ecke. Micha versuchte, uns Unwissenden den Rüden als "Boxer-Labrador-Mix" zu verkaufen, aber da wir weder gerade erst vom Baum gefallen sind noch jeder hier im Haus schon mal mindestens einen Hund besessen hat, glaubten wir ihm kein Wort. Hier handelte es sich um einen original American Staffordshire-Rüden, der vielleicht 1/8 vom Labrador in sich trug. Klar war der Rüde "Josh" superbrav und wohlerzogen. Doch wieso zeigte er es nicht?
Er bedrängte die arme Emmi mit seinem jugendlichen Übermut. Das hat die ältere Dame ja nun so gar nicht verdient, konnte sie doch kaum wegen ihrer wirklich üblen HD auf allen Vieren stehen, geschweige denn laufen.
Josh wird jedenfalls noch ordentlich für Furore sorgen, soviel sei vorweg verraten.
Oh man, ich kann gar nicht alles hier ordnen und wahrscheinlich fehlt auch die Hälfte, aber ich glaube, das ist nicht schlimm. Einen Eindruck hat man ja schon mal und das ist ja des Pudels - oder des Staff's - Kern.
Leider verlor Micha nach ca. 8 Wochen seinen Job. Warum, weiss ich nicht, kann es mir aber denken: Der Typ nimmt es mit der Wahrheit nicht allzu genau. Und mit den Mietzahlungen auch nicht.
So beklagte sich die Vermieterin Ende Juli, dass die beiden noch nicht einen Cent Miete überwiesen hätten und sie immer nur vertröstet würde.
OUHA!
Die Miete ist das erste, was bezahlt werden muss!!! Man kann mal ein paar Tage ohne Wurst und Käse auskommen, aber nicht ohne ein Dach über dem Kopf, ausser man macht Camping.
Micha tat, als wäre alles bestens, wurschelte weiter im
Nach weiteren vier Wochen waren die beiden so pleite, dass Madame es tatsächlich für nötig hielt, mal zum Amt zu gehen und ALG II zu beantragen. Bisher hatte sie sich deshalb etwas geziert, aber dann würde wenigstens das Amt die Miete zahlen. Nur die ausstehende nicht!
Micha fing derweil mit dem Ausverkauf seiner und ihrer Sachen an. Ob mein Gartenstühlchen, was ich ihnen mal gutgläubig ausgeliehen hatte, mit in dieser "Konkursmasse" war, weiss ich nicht, aber ich habe es nie wiedergesehen, bis heute.
EINS muss man den beiden aber zugute halten: Sie machen keinen Lärm. Äh, das heisst, ausser wenn sie sich lautstark in die Haare kriegen. Da kann man getrost das Fenster schließen und Fernseher oder Radio lauter drehen, man versteht trotzdem jedes Wort...
Aber weiter im Text.
Bis heute habe ich nicht verstanden, warum der 2. Hund angeschafft werden musste. Michas Version war: Er gehöre einem Kumpel und sie hätten ihn "in Pflege" genommen. Seit gestern weiss ich: er ist vom Tierschutz und wurde gegen Schutzvertrag und -Gebühr an die beiden abgegeben.
Nun, Emmi ging es immer schlechter, aber der Tierarzt kostet Geld, was sie nicht hatten! Was tun? Wir überlegten, etwas zu spenden, damit die arme Maus zum Tierarzt könnte, aber was, wenn er das in Zukunft ausnutzen würde? Und Emmi dazu nutzen, uns aus Mitleid die Kohle aus der Tasche zu ziehen, die keiner von uns im Überfluss in selbiger hat?
Er behauptete nach wie vor, Emmi hätte keine Schmerzen. Ein Blick in ihre Augen und Mimik genügte, um seine Worte Lügen zu strafen. Wahrscheinlich fiepte sie auch die ganze Zeit aus Langeweile, wer weiss.
Ich bitte meinen sarkastisch angehauchten Ton übrigens zu entschuldigen, aber bei solchen Dingen geht mir der Hut hoch!
Wir, die restlichen Bewohner unseres Vierparteienhauses, einigten uns darauf, mit Emmi und Micha zusammen zum Tierarzt zu gehen, damit da Klarheit aufkommt.
Dazu kam es nicht. Flugs waren die beiden samt Hunden über Nacht "verreist", erschienen nach 2 Wochen wieder und das ohne die arme Emmi. Sie sei bei "Oma und Opa eingeschläfert worden".
Ruhe in Frieden, Emmi, und verzeih uns, dass wir nicht viel früher eingegriffen haben. :-(
Nach diesen ganzen Vorfällen ging unsere normalerweise wirklich sehr freundliche und hilfsbereite Vermieterin nervlich am Stock. Traurig schaute sie immer wieder auf das ruinierte Gärtchen. Eines Tages fragte sie mich, die ich ja Computerschreib-affin bin, ob ich ein Schreiben an die Beiden aufsetzen würde. Sie wollte eine aussergerichtliche Einigung, da eine Räumungsklage wenig Aussicht auf Erfolg haben würde und ausserdem lange dauern und möglicherweise sehr, sehr teuer werden könnte.
So setzte ich einen Vertrag auf, mit Auszugstermin zum 30. November 2014 und beide setzten zwar lamentierend, aber letztendlich doch artig ihre Unterschrift darunter.
Ob es tatsächlich zum ersehnten Auszug kommt, erfahrt ihr in der nächsten Folge von "Höllische Nachbarn"!
Mir tat bei diesem Kapitel die arme Emmi von Herzen leid, die wirklich gutmütig und freundlich war trotz der Schmerzen, die sie leiden musste. Und mehr und mehr kam uns die Erkenntnis, dass wir es hier mit sehr seltsamen Leuten zu tun haben.
Genug für heute, sonst kriege ich wieder Magenschmerzen vor Wut!
Trotzdem liebe Grüße vom
Copinchen ;-)
Freitag, 16. Januar 2015
Meine Nachbarn - jenseits von Gut und Böse!
Ich wollte es eigentlich nicht tun, weil diese Geschichten so krass sind, dass man sie eigentlich niemandem zumuten kann.
Aber es geht nicht anders.
Ich muss es mir von der Seele schreiben.
Es macht mich fertig.
Ihr kennt doch sicherlich auch Nachbarn, die euch ein wenig seltsam vorkommen. Und hier und da sorgt ein Skandälchen mal für ein wenig Stimmung im Viertel oder der Straße, egal ob positiv oder negativ.
Meistens handelt es sich hier immer mal wieder um verschiedene Personen oder Familien.
Meine Nachbarn schaffen das alles in Personalunion ganz alleine.
Ich schwanke regelmäßig zwischen Entsetzen und Mitleid. Mal überwiegt das eine, mal das andere.
Kennt ihr so eine ambivalente Stimmung? Es macht einen schlichtweg verrückt...
Aber mal ganz von vorne.
Alles begann damit, dass die Vormieter die Wohnung kündigten, weil sie mit der Treppe nicht mehr so gut zurechtkamen. Man muss dazu sagen, dass diese Wohnung eine Souterrainwohnung ist, die man durch eine etwas steile Steintreppe nach unten erreicht. Dafür hatten sie sich da unten eine schöne Oase eingerichtet mit einem kleinen Handwerkerschuppen, einem tollen kleinen Garten mit Kräutern, Tomaten und vielen bunten Blumen, der wirklich top gepflegt wurde und mir beim Anschauen schon viel Freude bereitete, beinahe etwas Neid aufkommen liess. Meine Terrasse ist zwar auch schick, bietet aber Grenzen auf bei der Bepflanzung ausschließlich in Töpfen und Blumenkästen.
Die Wohnung selbst ist nicht allzu groß, aber sehr schön geschnitten und war ebenfalls auf Hochglanz poliert!
Alles in allem ein tolles Angebot, was meine Vermieterin in der Zeitung inserierte.
Es kamen Leute zum Anschauen, immer mal wieder.
Dann tauchten die beiden auf. Ich nenne sie hier mal Michael (Micha) und Jaqueline (Jacki). Natürlich heissen sie im wirklichen Leben anders. Aber man muss ja die Anonymität wahren, ne?
Das war vor ca. einem dreiviertel Jahr. Was in dieser relativ knapp bemessenen Zeitspanne alles geschah, will ich hier mal niederschreiben, es sei eine Warnung für alle, die Wohnungen zu vermieten haben und vielleicht unter Umständen etwasnaiv gutgläubig sind.
Nun, die beiden wurden herumgeführt, unter anderem auch auf meine frisch renovierte und aufgemöbelte Terrasse (nur zum Gucken!) und Micha fragte als erstes, wie er von unten auf die Terrasse zum Sonnen kommen könnte, ob er einen Schlüssel bekäme (ich wohne ja oben und die Terrasse ist auf einer Garage). Ich dachte erst, das ist ein Witz, später merkte ich aber, dass er es durchaus ernst meinte.
Der langen Rede kurzer Sinn: Die beiden unterschrieben sofort den Mietvertrag, merkten an, dass sie noch einen Hund besäßen und zogen nach kurzer Zeit unten ein.
Hier muss ich mal eben sowas wie eine Charakterbeschreibung einfügen:
Micha - Mitte 20, große Klappe, immer irgendwie in trouble und macht einen auf Macker. Leider nimmt er es mit der Wahrheit nicht so genau und wenn er "Guten Tag" sagt, sollte man nachgucken, ob es draußen hell ist. Er spricht sehr laut von Natur aus, keine Ahnung warum. Hat leider eine rege Phantasie, was Vergangenheit und Zukunft angeht. Aber davon später mehr.
Jacki - Anfang 20, leider etwas simpel gestrickt, leider etwas, nunja, schwer zu motivieren, leider ohne Beschäftigung, leider auch mit einem lauten Organ ausgestattet.
Meine erste Begegnung mit den beiden lief unerwartet unharmonisch ab: Ich kam vom Sport und sie führten ihre Hündin Emmi spazieren, wir begegneten uns auf der Straße.
Ich lächelte und sagte "Hallo, guten Abend" - er versuchte etwas zu erwidern und wurde von Jacki mit einem energischen "KOMM JETZT ENDLICH" und einem Rupfer am Arm daran gehindert. Der Blick, den sie mir dabei zuwarf, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren, obwohl ich gerade beim Zumba ordentlich ins Schwitzen geraten war.
Etwas verwundert schaute ich den beiden hinterher. OUHA! Das kann ja heiter werden.
WIE heiter, das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wobei das "heiter" eher ironisch gemeint ist.
Es gingen ein paar Tage ins Land und mir fiel auf, dass Micha recht früh morgens das Haus verliess, so wie ich auch, und Frollein Jacki erst gegen Mittag den neuen Tag begrüßte. Häh, seltsam. Sie hatte also nicht wirklich irgendeinen Grund, das warme Heiabettchen vor 12 Uhr mittags zu verlassen. Nicht mal Hündin Emmi war Grund genug.
A propos: Emmi war eine wunderschöne Schäferhündin, leider mit einem üblen Hüftschaden ausgestattet, was man deutlich am Gangbild sehen konnte. Micha behauptete, sie hätte keine Schmerzen, was Emmi vehement dementierte, aber Micha und Jacki nicht interessierte. Die arme Emmi knickte regelmäßig mit beiden Hinterbeinen weg, und wir erinnern uns, da war ja diese Steintreppe nach unten! Du meine Güte. Die beiden grinsten Emmis Klagen einfach weg.
Das machte die beiden schon irgendwie unsympathisch.
Noch ein paar Tage später machte Micha sich daran, den coolen kleinen Schuppen abzureissen, während das Schmuckstückchen von Garten sich langsam in eine Mondlandschaft verwandelte. Die Blümchen welkten, es machten sich kleine Krater breit und es müffelte ziemlich nach Hundescheiße.
Zwei Wochen später war das Grundstück nicht wiederzuerkennen und erinnerte stark an Dresden '45.
Wie es weitergeht, erfahrt ihr demnächst auf diesem Kanal! ;-)
Liebe Grüße
euer Copinchen
Aber es geht nicht anders.
Ich muss es mir von der Seele schreiben.
Es macht mich fertig.
Ihr kennt doch sicherlich auch Nachbarn, die euch ein wenig seltsam vorkommen. Und hier und da sorgt ein Skandälchen mal für ein wenig Stimmung im Viertel oder der Straße, egal ob positiv oder negativ.
Meistens handelt es sich hier immer mal wieder um verschiedene Personen oder Familien.
Meine Nachbarn schaffen das alles in Personalunion ganz alleine.
Ich schwanke regelmäßig zwischen Entsetzen und Mitleid. Mal überwiegt das eine, mal das andere.
Kennt ihr so eine ambivalente Stimmung? Es macht einen schlichtweg verrückt...
Aber mal ganz von vorne.
Alles begann damit, dass die Vormieter die Wohnung kündigten, weil sie mit der Treppe nicht mehr so gut zurechtkamen. Man muss dazu sagen, dass diese Wohnung eine Souterrainwohnung ist, die man durch eine etwas steile Steintreppe nach unten erreicht. Dafür hatten sie sich da unten eine schöne Oase eingerichtet mit einem kleinen Handwerkerschuppen, einem tollen kleinen Garten mit Kräutern, Tomaten und vielen bunten Blumen, der wirklich top gepflegt wurde und mir beim Anschauen schon viel Freude bereitete, beinahe etwas Neid aufkommen liess. Meine Terrasse ist zwar auch schick, bietet aber Grenzen auf bei der Bepflanzung ausschließlich in Töpfen und Blumenkästen.
Die Wohnung selbst ist nicht allzu groß, aber sehr schön geschnitten und war ebenfalls auf Hochglanz poliert!
Alles in allem ein tolles Angebot, was meine Vermieterin in der Zeitung inserierte.
Es kamen Leute zum Anschauen, immer mal wieder.
Dann tauchten die beiden auf. Ich nenne sie hier mal Michael (Micha) und Jaqueline (Jacki). Natürlich heissen sie im wirklichen Leben anders. Aber man muss ja die Anonymität wahren, ne?
Das war vor ca. einem dreiviertel Jahr. Was in dieser relativ knapp bemessenen Zeitspanne alles geschah, will ich hier mal niederschreiben, es sei eine Warnung für alle, die Wohnungen zu vermieten haben und vielleicht unter Umständen etwas
Nun, die beiden wurden herumgeführt, unter anderem auch auf meine frisch renovierte und aufgemöbelte Terrasse (nur zum Gucken!) und Micha fragte als erstes, wie er von unten auf die Terrasse zum Sonnen kommen könnte, ob er einen Schlüssel bekäme (ich wohne ja oben und die Terrasse ist auf einer Garage). Ich dachte erst, das ist ein Witz, später merkte ich aber, dass er es durchaus ernst meinte.
Der langen Rede kurzer Sinn: Die beiden unterschrieben sofort den Mietvertrag, merkten an, dass sie noch einen Hund besäßen und zogen nach kurzer Zeit unten ein.
Hier muss ich mal eben sowas wie eine Charakterbeschreibung einfügen:
Micha - Mitte 20, große Klappe, immer irgendwie in trouble und macht einen auf Macker. Leider nimmt er es mit der Wahrheit nicht so genau und wenn er "Guten Tag" sagt, sollte man nachgucken, ob es draußen hell ist. Er spricht sehr laut von Natur aus, keine Ahnung warum. Hat leider eine rege Phantasie, was Vergangenheit und Zukunft angeht. Aber davon später mehr.
Jacki - Anfang 20, leider etwas simpel gestrickt, leider etwas, nunja, schwer zu motivieren, leider ohne Beschäftigung, leider auch mit einem lauten Organ ausgestattet.
Meine erste Begegnung mit den beiden lief unerwartet unharmonisch ab: Ich kam vom Sport und sie führten ihre Hündin Emmi spazieren, wir begegneten uns auf der Straße.
Ich lächelte und sagte "Hallo, guten Abend" - er versuchte etwas zu erwidern und wurde von Jacki mit einem energischen "KOMM JETZT ENDLICH" und einem Rupfer am Arm daran gehindert. Der Blick, den sie mir dabei zuwarf, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren, obwohl ich gerade beim Zumba ordentlich ins Schwitzen geraten war.
Etwas verwundert schaute ich den beiden hinterher. OUHA! Das kann ja heiter werden.
WIE heiter, das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wobei das "heiter" eher ironisch gemeint ist.
Es gingen ein paar Tage ins Land und mir fiel auf, dass Micha recht früh morgens das Haus verliess, so wie ich auch, und Frollein Jacki erst gegen Mittag den neuen Tag begrüßte. Häh, seltsam. Sie hatte also nicht wirklich irgendeinen Grund, das warme Heiabettchen vor 12 Uhr mittags zu verlassen. Nicht mal Hündin Emmi war Grund genug.
A propos: Emmi war eine wunderschöne Schäferhündin, leider mit einem üblen Hüftschaden ausgestattet, was man deutlich am Gangbild sehen konnte. Micha behauptete, sie hätte keine Schmerzen, was Emmi vehement dementierte, aber Micha und Jacki nicht interessierte. Die arme Emmi knickte regelmäßig mit beiden Hinterbeinen weg, und wir erinnern uns, da war ja diese Steintreppe nach unten! Du meine Güte. Die beiden grinsten Emmis Klagen einfach weg.
Das machte die beiden schon irgendwie unsympathisch.
Noch ein paar Tage später machte Micha sich daran, den coolen kleinen Schuppen abzureissen, während das Schmuckstückchen von Garten sich langsam in eine Mondlandschaft verwandelte. Die Blümchen welkten, es machten sich kleine Krater breit und es müffelte ziemlich nach Hundescheiße.
Zwei Wochen später war das Grundstück nicht wiederzuerkennen und erinnerte stark an Dresden '45.
Wie es weitergeht, erfahrt ihr demnächst auf diesem Kanal! ;-)
Liebe Grüße
euer Copinchen
Montag, 12. Januar 2015
Mäxchen bloggt: Die spinnen, die Zweibeiner!
Also ich muss schon sagen, ich trage mich mit dem Gedanken, auszuwandern. Echt. Wirklich. Aber leider habe ich (im Moment!) keine Gelegenheit!
Und ich wüsste auch nicht so recht, wohin. Denn Silvester wird ja beinahe überall auf der Welt gefeiert!
Aber so schlimm wie dieses Jahr war es hier auch noch nie.
Ich meine, ich bin ja ein cleveres Shetty und weiss, dass die Zweibeiner dieses Knallzeug in die Luft ballern, weil sie sich freuen, dass ein Jahr um ist und ein neues beginnt. Neue Hoffnung, neuer Anfang, gute Vorsätze undsoweiter.
Aber der Große, der weiss das anscheinend nicht und ist auch sämtlichen Erklärungsversuchen meinerseits gegenüber multiresistent!
Der hat tatsächlich geglaubt, das Ende der Welt wäre gekommen und ist aber sowas von ausgerastet.
Das Blöde daran war, ich war mit ihm im Stall eingesperrt und konnte mich vor dem Dämlack nicht in Sicherheit bringen!
Ein paar blaue Flecke hat mir das eingebracht und die Einsicht, dass ein größeres Pferd nicht automatisch auch über ein größeres Gehirn verfügt.
Ich habe auf ihn eingeredet wie auf einen kranken Gaul (der er ja hin und wieder auch ist), dass das gleich wieder aufhört und harmlos ist und sich nicht gleich ein großes Loch hier im Stall auftut, was ihn verschlingen wird. Lucie, die Stallkatze, hat es auch versucht, aber nichts, nein, niente, nada. Er wollte uns nicht glauben und ist weiter herumgehüpft wie ein Eichhörnchen auf Extacy. Nicht mal seine heissgeliebten Möhren wollte er auffressen (prima eigentlich, so blieb mehr für mich! ;-) ). Und DAS ist ein ganz schlechtes Zeichen.
Ich mein, hallo? Möhren sind doch das tollste überhaupt! Direkt nach einer frischen grünen Wiese.
Tja, und weil der Große Tollpatsch so ein Tollpatsch ist und manche Zweibeiner irgendwie keinen Kalender und keine Uhr oder sowas haben (diese Hinterwäldler!) haben sie weitergeknallt und da hat sich unser Frauchen nicht getraut, uns raus auf die Wiese zu lassen.
NA TOLL! DANKE FÜR NIX, DU HONK!
Leider wurde neulich der komplette Zaun erneuert und mein Ausbruchloch ist wieder shettysicher. Also, selbst wenn ich auf die Weide dürfte, müsste ich meine Auswanderpläne verschieben, bis der Zaun wieder ein bisschen älter ist und ich eine neue Sollbruchstelle finde. Oder der Strom ausfällt. Oder der Mond viereckig wird. Oder die Hölle zufriert. Oder oder oder....
Ach, bevor ich es vergesse: Je suis Charlie! Haltet die Ohren steif wie ein Shetty!
Liebe Grüße
Euer Mäxchen (hoffend, dass bald alles wieder besser wird und frohes neues Jahr)!
Und ich wüsste auch nicht so recht, wohin. Denn Silvester wird ja beinahe überall auf der Welt gefeiert!
Aber so schlimm wie dieses Jahr war es hier auch noch nie.
Ich meine, ich bin ja ein cleveres Shetty und weiss, dass die Zweibeiner dieses Knallzeug in die Luft ballern, weil sie sich freuen, dass ein Jahr um ist und ein neues beginnt. Neue Hoffnung, neuer Anfang, gute Vorsätze undsoweiter.
Aber der Große, der weiss das anscheinend nicht und ist auch sämtlichen Erklärungsversuchen meinerseits gegenüber multiresistent!
Der hat tatsächlich geglaubt, das Ende der Welt wäre gekommen und ist aber sowas von ausgerastet.
Das Blöde daran war, ich war mit ihm im Stall eingesperrt und konnte mich vor dem Dämlack nicht in Sicherheit bringen!
Ein paar blaue Flecke hat mir das eingebracht und die Einsicht, dass ein größeres Pferd nicht automatisch auch über ein größeres Gehirn verfügt.
Ich habe auf ihn eingeredet wie auf einen kranken Gaul (der er ja hin und wieder auch ist), dass das gleich wieder aufhört und harmlos ist und sich nicht gleich ein großes Loch hier im Stall auftut, was ihn verschlingen wird. Lucie, die Stallkatze, hat es auch versucht, aber nichts, nein, niente, nada. Er wollte uns nicht glauben und ist weiter herumgehüpft wie ein Eichhörnchen auf Extacy. Nicht mal seine heissgeliebten Möhren wollte er auffressen (prima eigentlich, so blieb mehr für mich! ;-) ). Und DAS ist ein ganz schlechtes Zeichen.
Ich mein, hallo? Möhren sind doch das tollste überhaupt! Direkt nach einer frischen grünen Wiese.
Tja, und weil der Große Tollpatsch so ein Tollpatsch ist und manche Zweibeiner irgendwie keinen Kalender und keine Uhr oder sowas haben (diese Hinterwäldler!) haben sie weitergeknallt und da hat sich unser Frauchen nicht getraut, uns raus auf die Wiese zu lassen.
NA TOLL! DANKE FÜR NIX, DU HONK!
Leider wurde neulich der komplette Zaun erneuert und mein Ausbruchloch ist wieder shettysicher. Also, selbst wenn ich auf die Weide dürfte, müsste ich meine Auswanderpläne verschieben, bis der Zaun wieder ein bisschen älter ist und ich eine neue Sollbruchstelle finde. Oder der Strom ausfällt. Oder der Mond viereckig wird. Oder die Hölle zufriert. Oder oder oder....
Ach, bevor ich es vergesse: Je suis Charlie! Haltet die Ohren steif wie ein Shetty!
Liebe Grüße
Euer Mäxchen (hoffend, dass bald alles wieder besser wird und frohes neues Jahr)!
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