Hallo, liebe Freunde des gepflegten Jahresrückblickes. Ich bin's mal wieder, euer Mäxchen!
Tja, was soll man sagen. Ein Jahr geht zuende, und das war wirklich ein kurioses. Gefühlt hatten wir 7 Monate totalen Sommer, leider hat nach ein paar Wochen das leckere Weidegras aufgehört, grün und lecker zu sein und verwandelte sich in zähes, braunes Gestrüpp. Sozusagen eine Laune der Natur, oder von den Horseweight-Watchers, denn der GroßeTollpatsch hatte nach einer Weile fast ein Ticket für Germanys Next Topmodel in der Satteltasche. Der hatte es mit der Bikinifigur fast übertrieben und dazu immer das Gemecker "nee, ich mag jetzt kein Heu, wir haben August! Da frisst man kein Heu, da gibt's noch Weide! Püh!" Bis der Klimawandel auch mal im Araberschädel von Romi angekommen ist, das kann noch ein wenig dauern. So schnell ist der ja nicht im Oberstübchen.Aber Hauptsache, er hat wieder sein altes Sattelgurtloch als Bauchumfang, dank den Appetizern der Futtermittelindustrie hat er seinen großpferdtypisches Gewicht zurückerlangt. in Glück, ich hab mir ja schon so ein bißchen Sorgen gemacht... Aber, mal ganz ehrlich, SOLCHE Probleme habe ich als Shetty nicht. Wir sind ja extrem anpassungs- und widerstandsfähig und so schnell fällt ein Pony ja sowieso nicht vom Fleisch. Das Verwöhnprogramm, was Romi genossen hat, hätte ich auch gerne! Aber dann hätte mir mein Fell wohl nicht mehr gepasst...
Aber jetzt ist Dezember, die Weihnachtstage liegen hinter uns und die der Silvesterknallerei vor uns. Denn das ist ja hier auf dem Lande leider nicht auf einen Abend beschränkt, nein: Sobald die Läden das doofe Zeug verkaufen, haben die Männer und die Jungs nix anderes mehr im Kopf als diese Feinstaubraketen. Nicht nur, dass das plötzlich knallt und am Himmel grell leuchtet, nein, das stinkt auch gewaltig und ja, wir Tiere bekommen dann Angst. Es könnte ja auch was Schlimmes sein, denkt nur an die Theorie, warum die Dinosaurier wahrscheinlich ausgestorben sind! Die haben wohl auch nur gedacht, es sei Silvester und bei Aldilidlpenny verkaufen sie die Chinakracher wieder zum halben Preis und dann: BUMM - alles platt. Diese Urangst ist in uns immer noch tief verankert und auch Lucy, die Stallkatze und Carlos, der brave Golden Retriever, verkriechen sich zitternd und hechelnd unter einem Stapel Pferdedecken.Auch die Rindviecher, die ja eigentlich um einiges gelassener sind als wir Equiden, finden Feuerwerk nur so mittelgut und verziehen sich lamentierend in den Stall. Der Geruch nach Verbranntem tut das Seinige dazu! Mal sehen, wie das dieses Jahr wird. Bis jetzt hat es nur drei-viermal ein wenig gerummst...
Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch in ein pferdiges 2019 und man liest sich! Bleibt gesund und munter!
Euer Mäxchen (Therapeut für Knalltraumata im Praktikum) ;-)
BEYOND GOOD AND EVIL - WELCOME TO MY WORLD! Das Leben ist kein Ponyhof und manchmal bekommt die zweite Maus erst den Käse. Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck meiner Gedanken über alltägliche Dinge, mit denen wir uns herumschlagen müssen, meine Tiere und den Rest der Welt. :-) Ihr könnt mich auf Twitter treffen unter @Copine001!
Samstag, 29. Dezember 2018
Samstag, 8. Dezember 2018
Behördenirrsinn am Wohnort - ein Protokoll!
Dies ist eine wahre Geschichte, die sich tatsächlich hier bei uns gerade so ereignet. Ich versuche mal, mich nicht allzusehr von Emotionen leiten zu lassen, aber das ist schon schwierig, weil es mich wirklich nervt. Aber von vorne.
Schon, seit ich hier wohne - seit ca. 13 Jahren - war die Jagd nach einem Parkplatz für einen PKW ein Glücksspielchen. Weil hier im historischen Ortskern relativ viel Tourismus herrscht, angeheizt natürlich von entsprechenden Institutionen, kann man nie wirklich sicher sein, dass das Auto nach einer Fahrt wieder in Rufweite der Wohnung abgestellt werden kann. Die offiziellen Parkplätze sind natürlich nicht umsonst, deshalb wird unsere Anliegerstraße gerne mal als Ausweichquartier für Autos aus ganz Deutschland und auch den Niederlanden genutzt, sehr zum Pläsier der Anwohner, natürlich.
Aber damit ist ja jetzt erstmal Schluss.
Schön, sollte man meinen, aber: Die Stadt malträtiert ihre Bewohner momentan mit immer neuen Parkverbotsschildern. Gestern wechselte man sogar 2x am selben Tag die Beschilderung...
Nun, es fing ganz harmlos an. Es gibt eine Mauer auf der einen Straßenseite mit bis zu 5 Parkmöglichkeiten (bei entsprechender Fähigkeit, seinen Wagen zu plazieren) und auf der anderen Seite einen Parkplatz. Eines schönen Tages tauchten an der Mauer Parkverbotsschilder auf mit dem Zusatz "15.11.2018 von 7 bis 12 Uhr". Ok, dachte ich, da bin ich ja sowieso unterwegs, stört mich nicht weiter.
Als ich nachmittags von der Arbeit zurückkehrte, standen die Schilder immer noch da, diesmal mit dem Zusatz "Werktags von 7 - 17 Uhr". Oha. Das ist natürlich schon schwieriger, denn meistens bin ich mittags daheim, mache eine Pause und fahre nachmittags nochmal los. Wohin jetzt mit dem Auto für die 2 Stunden?
Glücklicherweise bot eine Nachbarin, die eine Gastronomie betreibt, mir ein Plätzchen über Mittag auf ihrem Gästeparkplatz an, den ich dankend annahm. So weit, so gut. Gegen 18:00 Uhr stellte ich mein Auto dann wieder auf seinen gewohnten Platz an der Mauer ab, damit sie für ihre Gäste genug Parkfläche hat.
Auf Anfrage einer Nachbarin bei der Stadt mit Nachfrage nach der Dauer dieses Spielchens hieß es übrigens lapidar "Es dauert solange, wie es dauert." Nun, das kann man so ausdrücken, muss man aber nicht. Kein Mensch hier in der Straße weiss so genau, was das soll. Angeblich sollen Baustellenfahrzeuge hier ungestört durchfahren und durch ihre Überbreite keine Blockaden vorfinden, aber ... das tun sie nicht. Seit Mitte November sind hier genau 2 Fahrzeuge dieser Art durchgefahren und hätten auch ohne Parkverbot genügend Platz gehabt. Nunja, müssen sie selber wissen. Fans gewinnt man auf diese Art und Weise sicherlich nicht!
Überhaupt: Sie sperren die 5 Plätze an der Mauer und lassen den einen auf der anderen Straßenseite offen. Umgekehrt wäre es bestimmt cleverer gewesen und hätte nich soviel Unmut erzeugt...
Gestern erblickte ich erfreut, dass die Parkverbotsschilder mit orangenen Streifen durchge-X-t waren und stellte mein Auto an seinen Stammplatz. Man muss dazu sagen, dass an diesem und am nächsten Wochenende hier der Adventsmarkt stattfindet. Also: Wieder Touri-Alaaarm! Heisst normalerweise auch: Erledige früh morgens, was zu erledigen ist und ansonsten lass dein Auto stehen, sonst ist dein Parkplatz weg. Normalerweise auch ein Unding, seit Monaten versuchen wir übrigens, Anwohnerparkflächen zu beantragen, mit mäßigem Erfolg, nämlich gar keinem. Nervt auch, aber so ist es beinahe unerträglich.
Denn: Seit gestern abend sind die Parkflächen wieder komplett gesperrt, mit Androhung von Knöllchen und Abschleppung. Auch eine Art, mit seinen Bürgern umzugehen! So habe ich mein Auto jetzt wieder auf den Gästeparkplatz gequetscht, mal sehen, wie die Posse weitergeht. Ich werde berichten!
P.S.: Gerüchtehalber - denn was Genaues weiss man ja nicht! - soll diese Schikane noch bin mindestens Ende Januar, eher Ende Februar dauern. Und ich habe schon ein paar Anzeigen auf dem Wohnungsmarkt studiert....
Schon, seit ich hier wohne - seit ca. 13 Jahren - war die Jagd nach einem Parkplatz für einen PKW ein Glücksspielchen. Weil hier im historischen Ortskern relativ viel Tourismus herrscht, angeheizt natürlich von entsprechenden Institutionen, kann man nie wirklich sicher sein, dass das Auto nach einer Fahrt wieder in Rufweite der Wohnung abgestellt werden kann. Die offiziellen Parkplätze sind natürlich nicht umsonst, deshalb wird unsere Anliegerstraße gerne mal als Ausweichquartier für Autos aus ganz Deutschland und auch den Niederlanden genutzt, sehr zum Pläsier der Anwohner, natürlich.
Aber damit ist ja jetzt erstmal Schluss.
Schön, sollte man meinen, aber: Die Stadt malträtiert ihre Bewohner momentan mit immer neuen Parkverbotsschildern. Gestern wechselte man sogar 2x am selben Tag die Beschilderung...
Nun, es fing ganz harmlos an. Es gibt eine Mauer auf der einen Straßenseite mit bis zu 5 Parkmöglichkeiten (bei entsprechender Fähigkeit, seinen Wagen zu plazieren) und auf der anderen Seite einen Parkplatz. Eines schönen Tages tauchten an der Mauer Parkverbotsschilder auf mit dem Zusatz "15.11.2018 von 7 bis 12 Uhr". Ok, dachte ich, da bin ich ja sowieso unterwegs, stört mich nicht weiter.
Als ich nachmittags von der Arbeit zurückkehrte, standen die Schilder immer noch da, diesmal mit dem Zusatz "Werktags von 7 - 17 Uhr". Oha. Das ist natürlich schon schwieriger, denn meistens bin ich mittags daheim, mache eine Pause und fahre nachmittags nochmal los. Wohin jetzt mit dem Auto für die 2 Stunden?
Glücklicherweise bot eine Nachbarin, die eine Gastronomie betreibt, mir ein Plätzchen über Mittag auf ihrem Gästeparkplatz an, den ich dankend annahm. So weit, so gut. Gegen 18:00 Uhr stellte ich mein Auto dann wieder auf seinen gewohnten Platz an der Mauer ab, damit sie für ihre Gäste genug Parkfläche hat.
Auf Anfrage einer Nachbarin bei der Stadt mit Nachfrage nach der Dauer dieses Spielchens hieß es übrigens lapidar "Es dauert solange, wie es dauert." Nun, das kann man so ausdrücken, muss man aber nicht. Kein Mensch hier in der Straße weiss so genau, was das soll. Angeblich sollen Baustellenfahrzeuge hier ungestört durchfahren und durch ihre Überbreite keine Blockaden vorfinden, aber ... das tun sie nicht. Seit Mitte November sind hier genau 2 Fahrzeuge dieser Art durchgefahren und hätten auch ohne Parkverbot genügend Platz gehabt. Nunja, müssen sie selber wissen. Fans gewinnt man auf diese Art und Weise sicherlich nicht!
Überhaupt: Sie sperren die 5 Plätze an der Mauer und lassen den einen auf der anderen Straßenseite offen. Umgekehrt wäre es bestimmt cleverer gewesen und hätte nich soviel Unmut erzeugt...
Gestern erblickte ich erfreut, dass die Parkverbotsschilder mit orangenen Streifen durchge-X-t waren und stellte mein Auto an seinen Stammplatz. Man muss dazu sagen, dass an diesem und am nächsten Wochenende hier der Adventsmarkt stattfindet. Also: Wieder Touri-Alaaarm! Heisst normalerweise auch: Erledige früh morgens, was zu erledigen ist und ansonsten lass dein Auto stehen, sonst ist dein Parkplatz weg. Normalerweise auch ein Unding, seit Monaten versuchen wir übrigens, Anwohnerparkflächen zu beantragen, mit mäßigem Erfolg, nämlich gar keinem. Nervt auch, aber so ist es beinahe unerträglich.
Denn: Seit gestern abend sind die Parkflächen wieder komplett gesperrt, mit Androhung von Knöllchen und Abschleppung. Auch eine Art, mit seinen Bürgern umzugehen! So habe ich mein Auto jetzt wieder auf den Gästeparkplatz gequetscht, mal sehen, wie die Posse weitergeht. Ich werde berichten!
P.S.: Gerüchtehalber - denn was Genaues weiss man ja nicht! - soll diese Schikane noch bin mindestens Ende Januar, eher Ende Februar dauern. Und ich habe schon ein paar Anzeigen auf dem Wohnungsmarkt studiert....
Montag, 3. Dezember 2018
Adventszeit - was stimmt denn damit nicht?
Hallo, liebe Vorweihnachtswichtel und jene, die diese Zeit des Jahres mit seltsamen Bräuchen und Ritualen begehen. Es ist wieder so weit: Viele Menschen legen gerade wieder so richtig los mit blinkenden Lichterketten innen und außen, knorzigen rotbemantelten weißbärtigen Männchen, bunten Glas- oder Plastikkugeln und natürlich der obligatorischen Hatz auf das ideale Weihnachtsgeschenk!
Da ist es kein Wunder, dass auch die Macher der allseits unbeliebten Werbeindustrie auf dieses Jahresendzeitsthema eingehen und sich geradezu überschlagen mit kitschiger Reklame, nervigem Glöckchengebimmel, großen überraschten Kinderaugen und möglichst viel Kunstschnee.
Und natürlich der ebenso intensiven Jagd nach Sonderangeboten im Nahrungsmittelbereich. Seit einem gefühlten halben Jahr liegen in den Supermärkten und Discountern nun schon Lebkuchen, Zimtsterne, Dominosteine, Spekulatius und Dominosteine.
Und diese heimelig wirkenden Adventskalender, die uns die Wartezeit auf das Fest der Liebe verkürzen und versüßen sollen.
Diese Dinger sind in den letzten Jahren allerdings ganz schön eskaliert, oder? Wann sonst bezahlt man für ein paar hundert Gramm meist durchschnittlicher Schoki so um die 8 Euro? Nur weil ein bißchen Pappe und das in letzter Zeit durch die Verschmutzung der Weltmeere in die Kritik geratene Plastik drum herum verpackt wurden?
Oh, damit ist es ja noch nicht genug: Einst für Kinder gedacht, eskaliert der moderne Adventskalender mittlerweile in Form von echten Kuriositäten, angefangen bei 24 verschiedenen Gewürzen über Teesorten, Kosmetikartikeln und - oh Sünde - auch Erwachsenenspielzeug für die ganz Verruchten....
Jeden Tag eine kleine Freude, bis am 24. Dezember die große Überraschung blüht: Entweder ein leeres Girokonto oder ein voller Mülleimer oder ein paar Pfund zuviel auf den Hüften. Oder alles zusammen, in variabler Reihenfolge. Und während Santa Claus oder welches Fabelwesen auch immer mit Bergen von Geschenken von Schornstein zu Schornstein zieht, macht etwas später etwas weiter unten die örtliche Müllbeseitigung möglichst im gleichen Tempo die Runde.
Aber soweit sind wir ja noch lange nicht. Erstmal müssen noch 21 Türchen geöffnet werden!
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit, und denke dabei mit Magengrummeln an die ansteigende Hektik in den Einzelhandelsgeschäften und im Straßenverkehr, auf den Parkplätzen und den Shopping Malls im Land.
Und denke mir einmal mehr, ob das wirklich der Sinn der Weihnacht sein kann, wenn sich völlig fremde Menschen wegen einem vermeintlichen Schnäppchen am Black Friday beschimpfen, sich gegenseitig Beulen in die Autos fahren wegen einem nach an der Supermarkttüre gelegenen Parkplatzes und auf der Jagd nach dem absoluten Superleckerlie zum Weihnachtsmenü Senioren an der Kasse verwünschen, weil sie ein bißchen zu lange nach Kleingeld kramen.
Weihnachten ist das Fest der Liebe, und ich für meinen Teil bin schon reich beschenkt, wenn ich diese Tage mit Leuten und Tieren verbringen darf, die ich mag und schätze und dabei auch noch gesund bleibe. Denn es gibt kaum etwas Wertvolleres. Da kann kein brandneues Smartphone oder eine Playstation/XBox/Whatever mithalten.
Weihnachten und die Zeit davor und danach ist das, was man selber draus macht.
Wichtelige Grüße vom
Copinchen!
Da ist es kein Wunder, dass auch die Macher der allseits unbeliebten Werbeindustrie auf dieses Jahresendzeitsthema eingehen und sich geradezu überschlagen mit kitschiger Reklame, nervigem Glöckchengebimmel, großen überraschten Kinderaugen und möglichst viel Kunstschnee.
Und natürlich der ebenso intensiven Jagd nach Sonderangeboten im Nahrungsmittelbereich. Seit einem gefühlten halben Jahr liegen in den Supermärkten und Discountern nun schon Lebkuchen, Zimtsterne, Dominosteine, Spekulatius und Dominosteine.
Und diese heimelig wirkenden Adventskalender, die uns die Wartezeit auf das Fest der Liebe verkürzen und versüßen sollen.
Diese Dinger sind in den letzten Jahren allerdings ganz schön eskaliert, oder? Wann sonst bezahlt man für ein paar hundert Gramm meist durchschnittlicher Schoki so um die 8 Euro? Nur weil ein bißchen Pappe und das in letzter Zeit durch die Verschmutzung der Weltmeere in die Kritik geratene Plastik drum herum verpackt wurden?
Oh, damit ist es ja noch nicht genug: Einst für Kinder gedacht, eskaliert der moderne Adventskalender mittlerweile in Form von echten Kuriositäten, angefangen bei 24 verschiedenen Gewürzen über Teesorten, Kosmetikartikeln und - oh Sünde - auch Erwachsenenspielzeug für die ganz Verruchten....
Jeden Tag eine kleine Freude, bis am 24. Dezember die große Überraschung blüht: Entweder ein leeres Girokonto oder ein voller Mülleimer oder ein paar Pfund zuviel auf den Hüften. Oder alles zusammen, in variabler Reihenfolge. Und während Santa Claus oder welches Fabelwesen auch immer mit Bergen von Geschenken von Schornstein zu Schornstein zieht, macht etwas später etwas weiter unten die örtliche Müllbeseitigung möglichst im gleichen Tempo die Runde.
Aber soweit sind wir ja noch lange nicht. Erstmal müssen noch 21 Türchen geöffnet werden!
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit, und denke dabei mit Magengrummeln an die ansteigende Hektik in den Einzelhandelsgeschäften und im Straßenverkehr, auf den Parkplätzen und den Shopping Malls im Land.
Und denke mir einmal mehr, ob das wirklich der Sinn der Weihnacht sein kann, wenn sich völlig fremde Menschen wegen einem vermeintlichen Schnäppchen am Black Friday beschimpfen, sich gegenseitig Beulen in die Autos fahren wegen einem nach an der Supermarkttüre gelegenen Parkplatzes und auf der Jagd nach dem absoluten Superleckerlie zum Weihnachtsmenü Senioren an der Kasse verwünschen, weil sie ein bißchen zu lange nach Kleingeld kramen.
Weihnachten ist das Fest der Liebe, und ich für meinen Teil bin schon reich beschenkt, wenn ich diese Tage mit Leuten und Tieren verbringen darf, die ich mag und schätze und dabei auch noch gesund bleibe. Denn es gibt kaum etwas Wertvolleres. Da kann kein brandneues Smartphone oder eine Playstation/XBox/Whatever mithalten.
Weihnachten und die Zeit davor und danach ist das, was man selber draus macht.
Wichtelige Grüße vom
Copinchen!
Mittwoch, 7. November 2018
Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns wieder 20 Grad!
Wer kennt ihn nicht, diesen Advents-Gassenhauer aus dem frühen 20. Jahrhundert. Von einer großen Freude ist die Rede, von schneebeglänzten Feldern, von unterm Eise ruhenden Bächlein sogar! Ein Idyll, wie es bis dato durchaus vorstellbar ist.
Der Herbst ist die Jahreszeit, in dem wir uns auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, und die Mehrheit von uns hier in Europa auch auf das Fest der Weihnacht, wie in unzähligen Liedern und Geschichten beschrieben wird.
Klassische Lebkuchenhäuschen, zu diesem Anlass gebacken (Moment mal, ist Jesus eigentlich in einem solchen zur Welt gekommen? Waren das nicht eher Hänsel und Gretel, in deren Mär ein solches Bauwerk eine wichtige Rolle spielt?) sind mit dickem weißen Zuckerguß übertüncht, der wohl "Schnee" darstellen soll und das Winterwonderland mit viel Glitzer und eisig kalten Landschaften wird auch gern mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Meist liegen dort ja auch noch etliche liebevoll verpackte Geschenke herum. Ist das Winterwonderland etwa der Vorgänger von Amazon und Co., möchte man sich da fragen?
Anyway, wir haben die erste Novemberwoche hier im Münsterland nicht unbedingt mit Schal und Mütze verbracht. Verglichen mit dem Jahr 2006, wo wir regelrecht eingeschneit waren um diese Zeit und einige Stunden, woanders gar Tage ohne Stromversorgung waren und das Ganze in einem langen, harten Winter mit vielen Minusgraden und unfassbaren Schneebergen mündete, bin ich mit dieser Version von "November" natürlich sehr zufrieden. Obwohl das mulmige Gefühl, dass da ja irgendwas mit dem Wetter nicht stimmen kann, sich immer öfter meldet...
Gestern und heute haben wir knapp 20 Grad erreicht. Die winterbepelzten Tiere im Wald und in den Stallungen sind mehr als verwirrt. Meine Tomatenernte endete heute mit 11 reifen gelben Früchten und noch etlichen grünen, und es waren immer noch Blüten dran. Unfassbare 137 Tomaten haben mir die beiden Pflanzen gebracht, fast soviele, wie es in 2018 ungewöhnlicherweise Sonnentage im Münsterland gab. Sogar die Ferien in NRW waren sonnig (ok, die 2. Woche Herbstferien nicht durchgängig).
Gestern sah ich einige Wiesen, die noch einmal gemäht worden sind, um der nahenden Futterknappheit etwas entgegenzuwirken. Die Wiesen und Felder sind momentan grüner als im Juli/August, wo die Dürre alles braun und furztrocken werden ließ. Der Duft von frisch gemähten Gras in der früh dunkel werdenden Nachmittagsluft, das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Um nochmal zum Eingangssatz zurück zu kommen: Eine Rückkehr des Winterwonderlandes ist natürlich beinahe jederzeit möglich! Falls sich der Trend zum subtropischen Breitengrad aber in Mitteleuropa weiter fortsetzt, sollten Songs wie "White Christmas" allerdings wirklich mal ein Update bekommen...
Der Herbst ist die Jahreszeit, in dem wir uns auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, und die Mehrheit von uns hier in Europa auch auf das Fest der Weihnacht, wie in unzähligen Liedern und Geschichten beschrieben wird.
Klassische Lebkuchenhäuschen, zu diesem Anlass gebacken (Moment mal, ist Jesus eigentlich in einem solchen zur Welt gekommen? Waren das nicht eher Hänsel und Gretel, in deren Mär ein solches Bauwerk eine wichtige Rolle spielt?) sind mit dickem weißen Zuckerguß übertüncht, der wohl "Schnee" darstellen soll und das Winterwonderland mit viel Glitzer und eisig kalten Landschaften wird auch gern mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Meist liegen dort ja auch noch etliche liebevoll verpackte Geschenke herum. Ist das Winterwonderland etwa der Vorgänger von Amazon und Co., möchte man sich da fragen?
Anyway, wir haben die erste Novemberwoche hier im Münsterland nicht unbedingt mit Schal und Mütze verbracht. Verglichen mit dem Jahr 2006, wo wir regelrecht eingeschneit waren um diese Zeit und einige Stunden, woanders gar Tage ohne Stromversorgung waren und das Ganze in einem langen, harten Winter mit vielen Minusgraden und unfassbaren Schneebergen mündete, bin ich mit dieser Version von "November" natürlich sehr zufrieden. Obwohl das mulmige Gefühl, dass da ja irgendwas mit dem Wetter nicht stimmen kann, sich immer öfter meldet...
Gestern und heute haben wir knapp 20 Grad erreicht. Die winterbepelzten Tiere im Wald und in den Stallungen sind mehr als verwirrt. Meine Tomatenernte endete heute mit 11 reifen gelben Früchten und noch etlichen grünen, und es waren immer noch Blüten dran. Unfassbare 137 Tomaten haben mir die beiden Pflanzen gebracht, fast soviele, wie es in 2018 ungewöhnlicherweise Sonnentage im Münsterland gab. Sogar die Ferien in NRW waren sonnig (ok, die 2. Woche Herbstferien nicht durchgängig).
Gestern sah ich einige Wiesen, die noch einmal gemäht worden sind, um der nahenden Futterknappheit etwas entgegenzuwirken. Die Wiesen und Felder sind momentan grüner als im Juli/August, wo die Dürre alles braun und furztrocken werden ließ. Der Duft von frisch gemähten Gras in der früh dunkel werdenden Nachmittagsluft, das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Um nochmal zum Eingangssatz zurück zu kommen: Eine Rückkehr des Winterwonderlandes ist natürlich beinahe jederzeit möglich! Falls sich der Trend zum subtropischen Breitengrad aber in Mitteleuropa weiter fortsetzt, sollten Songs wie "White Christmas" allerdings wirklich mal ein Update bekommen...
Sonntag, 14. Oktober 2018
Somm(Oktob)er - endless summer mitten im Herbst!
Fragt ihr euch auch, was mit dem Wetter passiert ist?
Wir haben bereits Mitte Oktober und die Sonne scheint und scheint und in einigen Teilen des Landes ist immer noch Freibadsaison. Clever, denn wer von uns hat schon mal in Deutschland um diese Jahreszeit nochmal 'nen Köpper vom Dreimeterbrett gemacht? Ich für meinen Teil nicht (aber auch ansonsten eher nicht...)!
Die Tageshelligkeit hat zwar im Vergleich zu Mitte Juni schon ordentlich Federn gelassen, aber bis zum Einbruch der Dunkelheit kann man sich noch schön in die Sonne legen und die Sommerbräune erhalten. Blumen blühen noch ordentlich und meine beiden Tomatenpflanzen tragen immer noch ordentlich "California Sun", es hängen noch mehr als 35 Stück am Strauch. So eine Ernte hatte ich in meiner langen Tomatenzüchtertradition noch nie, normalerweise wären die Pflanzen längt "plattgemacht" und im Gartenabfall. Aber so kann ich täglich ungefähr 5-7 Tomaten ernten und habe längst angefangen, sie in einfrierbare Suppen und Saucen zu verwandeln, übrigens unschlagbar im Geschmack im Vergleich zu industriell hergestellten Produkten! So lässt sich dieser unfassbare Sommer noch bis weit ins neue Jahr konservieren.
Längst schon stehen auch etliche Weihnachtsartikel in den Geschäften, aber ist es nicht irgendwie seltsam, in Shorts und T-Shirt Schokonikoläuse, Lebkuchenherzen und Marzipankartoffeln zu futtern? Es fühlt sich wirklich nicht unbedingt gewöhnlich an und so entwickeln sich die Jahresendleckereien wohl vorläufig zu Ladenhütern. Und mal ehrlich, wer hat denn schon Winterreifen auf sein Auto gezogen? Bei 27° Celsius fühlen die sich auf dem aufgeheizten Asphalt auch nicht besonders wohl.
Während wir diesen "endless Summer" weiterhin genießen, leidet jedoch die Natur, denn: Es regnet kaum. Oder gar nicht, so wie hier im nördlichen Münsterland. Die Trockenheit der vergangenen Monate schlägt alle Rekorde! Mit der Heuernte war es nicht so weit her, nach dem 1. Schnitt Ende Mai/Anfang Juni sind die Futterpflanzen nur sehr zögerlich oder gar nicht nachgewachsen. Normal sind in dieser Region 2 oder sogar 3 Grasschnitte zur Heuernte. Für Pferde- und Nutzviehbesitzer wird das ein ganz kostspieliger Winter, denn der Preis für gutes Pferdeheu schießt genauso in die Höhe wie die Pilze.
Pilze? Oh, ein schlechter Vergleich! Denn während meiner sonntäglichen Walkingrunde durch den Wald sind mir - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - kaum Champignons, Fliegenpilze und Co. begegnet! Dafür jede Menge raschelndes, buntes Herbstlaub auf hartem, trockenen Boden. Restfeuchtigkeit in den Zonen, wo kaum die Sonne hinscheint? So gut wie Fehlanzeige. Das vermittelt schon ein mulmiges Gefühl. Was ist - so schön es auch sein mag - am Wetter kaputt gegangen? Werden sich Regenschirme, Gummistiefel u.ä. weiter so schlecht verkaufen lassen wie im Sommer dieses Jahres 2018?
Ist das der Klimawandel? Oder ist das einfach nur eine Dürreperiode? Werden hier demnächst Zitronenbäume wachsen, oder versteppt alles einfach nur? Wie geht das weiter?
Ich habe schon sehr viele Sommer erlebt, aber ich kann mich an keinen erinnern, in dem es so wenig Niederschlag gab wie in diesem. Als ob jemand den Haupthahn abgedreht hätte!
In der Wetter-App, die zu 95% richtig liegt, war für heute Abend Regen angekündigt. Seit ein paar Stunden ist dieser Niederschlag aber erst auf Dienstag und aktuell auf Donnerstag vertagt worden. Hmm.
Was hält der Wetterfrosch noch für Überraschungen für uns bereit? Weil wir es nicht beeinflussen können, bleibt nur abwarten. Und weiterhin Eis(tee) statt Glühwein trinken.
Der Weinjahrgang 2018 soll allerdings ein ganz hervorragender sein, ersten Prognosen zufolge... ;-)
Wir haben bereits Mitte Oktober und die Sonne scheint und scheint und in einigen Teilen des Landes ist immer noch Freibadsaison. Clever, denn wer von uns hat schon mal in Deutschland um diese Jahreszeit nochmal 'nen Köpper vom Dreimeterbrett gemacht? Ich für meinen Teil nicht (aber auch ansonsten eher nicht...)!
Die Tageshelligkeit hat zwar im Vergleich zu Mitte Juni schon ordentlich Federn gelassen, aber bis zum Einbruch der Dunkelheit kann man sich noch schön in die Sonne legen und die Sommerbräune erhalten. Blumen blühen noch ordentlich und meine beiden Tomatenpflanzen tragen immer noch ordentlich "California Sun", es hängen noch mehr als 35 Stück am Strauch. So eine Ernte hatte ich in meiner langen Tomatenzüchtertradition noch nie, normalerweise wären die Pflanzen längt "plattgemacht" und im Gartenabfall. Aber so kann ich täglich ungefähr 5-7 Tomaten ernten und habe längst angefangen, sie in einfrierbare Suppen und Saucen zu verwandeln, übrigens unschlagbar im Geschmack im Vergleich zu industriell hergestellten Produkten! So lässt sich dieser unfassbare Sommer noch bis weit ins neue Jahr konservieren.
Längst schon stehen auch etliche Weihnachtsartikel in den Geschäften, aber ist es nicht irgendwie seltsam, in Shorts und T-Shirt Schokonikoläuse, Lebkuchenherzen und Marzipankartoffeln zu futtern? Es fühlt sich wirklich nicht unbedingt gewöhnlich an und so entwickeln sich die Jahresendleckereien wohl vorläufig zu Ladenhütern. Und mal ehrlich, wer hat denn schon Winterreifen auf sein Auto gezogen? Bei 27° Celsius fühlen die sich auf dem aufgeheizten Asphalt auch nicht besonders wohl.
| Goldener Oktober! |
Während wir diesen "endless Summer" weiterhin genießen, leidet jedoch die Natur, denn: Es regnet kaum. Oder gar nicht, so wie hier im nördlichen Münsterland. Die Trockenheit der vergangenen Monate schlägt alle Rekorde! Mit der Heuernte war es nicht so weit her, nach dem 1. Schnitt Ende Mai/Anfang Juni sind die Futterpflanzen nur sehr zögerlich oder gar nicht nachgewachsen. Normal sind in dieser Region 2 oder sogar 3 Grasschnitte zur Heuernte. Für Pferde- und Nutzviehbesitzer wird das ein ganz kostspieliger Winter, denn der Preis für gutes Pferdeheu schießt genauso in die Höhe wie die Pilze.
Pilze? Oh, ein schlechter Vergleich! Denn während meiner sonntäglichen Walkingrunde durch den Wald sind mir - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - kaum Champignons, Fliegenpilze und Co. begegnet! Dafür jede Menge raschelndes, buntes Herbstlaub auf hartem, trockenen Boden. Restfeuchtigkeit in den Zonen, wo kaum die Sonne hinscheint? So gut wie Fehlanzeige. Das vermittelt schon ein mulmiges Gefühl. Was ist - so schön es auch sein mag - am Wetter kaputt gegangen? Werden sich Regenschirme, Gummistiefel u.ä. weiter so schlecht verkaufen lassen wie im Sommer dieses Jahres 2018?
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| Wie malt der Herbst ein leuchtendes Bild... |
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| Abschied vom Sommer stimmt uns so mild.. |
Ist das der Klimawandel? Oder ist das einfach nur eine Dürreperiode? Werden hier demnächst Zitronenbäume wachsen, oder versteppt alles einfach nur? Wie geht das weiter?
Ich habe schon sehr viele Sommer erlebt, aber ich kann mich an keinen erinnern, in dem es so wenig Niederschlag gab wie in diesem. Als ob jemand den Haupthahn abgedreht hätte!
In der Wetter-App, die zu 95% richtig liegt, war für heute Abend Regen angekündigt. Seit ein paar Stunden ist dieser Niederschlag aber erst auf Dienstag und aktuell auf Donnerstag vertagt worden. Hmm.
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| Der Mais musste bereits Anfang September "notgeerntet" werden, statt wie sonst um diese Zeit... |
Was hält der Wetterfrosch noch für Überraschungen für uns bereit? Weil wir es nicht beeinflussen können, bleibt nur abwarten. Und weiterhin Eis(tee) statt Glühwein trinken.
Der Weinjahrgang 2018 soll allerdings ein ganz hervorragender sein, ersten Prognosen zufolge... ;-)
Samstag, 29. September 2018
Mäxchen bloggt: Fly on the Wings of Love Vol.II
Hallo, liebe Freunde des gepflegten Flirts über den Koppelzaun! Ich bin's wieder, euer Mäxchen. Und ihr brennt sicherlich schon darauf, zu erfahren, wie die Lovestory des Jahres mit Romeo und Julia weiter gegangen ist! Und darüber werde ich heute berichten. Es war wirklich herzallerliebst, wie der Große Tollpatsch auf den Flügeln der Liebe über die Koppel schwebte! Alle seine Wehwehchen schienen der Vergangenheit anzugehören und jeder Showtraber hätte neben ihm wie ein müder Ackergaul nach einem harten Tag auf dem Feld ausgesehen.
Julia machte ihm aber auch immer wieder gehörig Dampf. Sie stand ganz dicht am Koppelzaun, ließ sich mit Komplimenten überhäufen und genoss die Aufmerksamkeit des doch ganz ansehnlichen Kavaliers in Rot. Der fand gar keine Zeit zum Grasen - der Trottel, sag ich nur. Nach dem dürren Sommer endlich mal wieder auf einer saftiggrünen Wiese sein zu dürfen, war fast wie eine Riesenpizza auf dem Teller der Zweibeiner nach einer siebenwöchigen Diät mit Dünstgemüse ohne Salz. Aber nun ja, muss er selber wissen!
Just nachdem diese Romanze richtig ins Rollen gekommen war, da tauchte doch plötzlich Romis Reiterin mit einem Beutel voller Möhren für uns auf, wie üblich. Jetzt könnte es spannend werden, dachte ich bei mir. Vielleicht kann ich kleiner Wicht ja auch mal an der Julia schnuppern, wenn Romi sein Tollpatsch-Training absolviert? Ich bin ja auch kein Stück Holz und dieser Duft von der Dame...hmmm... vielleicht geht da ja was?
Die Reiterin erschien auf der Bildfläche, mitsamt Möhren. Normalerweise bin ich immer der Erste, der angelaufen kommt und auch gleich was Leckeres bekommt. Ihr wisst ja, dass ich ein unwiderstehlich süßes kleines schwarzes Shetty mit Knopfaugen und Wuschelmähne bin? Normalerweise bekommen die immer zuerst was, wegen dem Niedlichkeitsfaktor!
Und wenn Romi das dann mitkriegt, dann ist er aber ruckzuck an der Möhrenquelle, bevor ich seine Möhre auch noch wegnasche. Da kann er sogar richtig schnell werden, der Große! Aber so charmant wie ich wird er wohl niemals werden. Ich glaube, ich bagger die Kleene auch mal an, dachte ich so bei mir, während ich schon ein Möhrchen kaute. Aber der Große reagierte gar nicht auf die Reiterin. ER hatte nur Augen für seine Angebetete. Da konnten noch so sehr mit Möhrchen gefuchtelt werden!
Die Reiterin ging forschen Schrittes mit vorgehaltener Möhre auf Romi zu, und weil das bekannterweise eine Allzweckwaffe ist, ließ Romi sich davon doch noch ködern, steckte sein Köpfchen ins dargebotene Halfter und ließ sich hocherhobenen Kopfes und Schweifes mitnehmen! Nun winkte meine Chance. Warum soll ich im Stall auf sein Trainingsende warten, wenn ich doch hier quasi das Paradies auf Erden habe, mitsamt charmanter Gesellschaft? Gleich mal abchecken, ob sie auf interessante dunkle Typen mit Wuschelmähne und Plüschöhrchen steht!
Oha. Romi war noch nicht ganz um die Ecke und konnte noch beobachten, wie ich mich der ihm traurig hinterherblubbernden Stute näherte. Ruckartig blieb er stehen, viel höher konnte er seinen Kopf und seinen Araberschweif nicht mehr heben, und ließ einen Brüller los, der der Reiterin auch einen Hörsturz bescheren könnte. Und nun?
Ich sah, wie er um seine Liebe kämpfte, und zwar gegen seine Reiterin und ihrem Führstrick. Nun ist so ein Pferd in Furore natürlich eher unhandlich bis unberechenbar und so ließ sie ihn wieder vom Strick, wegen "is nich". Und dann kam er zurück, schneller als Hurrican "Florence", lauter als ein Technofestival, verliebter als der echte Romeo. Uuuuuiiiii, auf seine älteren Tage, Respeekt, Alder! Dabei hatte ich sie bisher nur gefragt, wie es so geht. Ok, noch ein-zwei Minuten mit mir alleine, und sie wäre mir gnadenlos für immer verfallen. Was denn sonst!
Dann fiel mir blitzartig seine Verletzungsanfälligkeit ein. Was, wenn diese eine Liebe wieder mit einem Sehnenschaden oder Schlimmeren endete, und damit auch wieder Stallknast? Bloß nicht, dachte ich und lief zur Reiterin. Eine weitere Möhre und ich ging brav mit zum Stall.
Nach weiteren 10 Minuten, die ich zwar nicht sehen, aber hören konnte, war der Tollpatsch auch endlich am Halfter auf der Gasse angebunden. Mit großen, rotgeränderten Augen, blutfarbenen Nüstern und immer noch nach Julia brüllend. Fast tat er mir sogar ein bißchen leid in diesem Zustand, ein Romeo auf Freiersfüßen!
Während seines Trainings absolvierte er seine Aufgaben brav, aber doch ein wenig eiliger als sonst, um nur ja schnell wieder zurück auf die Koppel rennen zu dürfen, und dort weiterzuschäkern. Die Rindviecher schauten sich das ganze Drama übrigens aus sicherer Entfernung von dort aus an, wo das leckere Grün am Höchsten stand. Diese Nutznießer, diese. Aber nicht schlecht gestaunt haben die, wozu ihr Chef so alles fähig ist! :-)
Als das Training zuende und Romi wieder abgesattelt war, fraßen wir schnell unsere Belohnungsmöhrchen und ließen sogar noch etwas für die gehörnte Fraktion übrig. Ein Novum, eigentlich! Aber diese Lovestory war einfach nur zu spannend und so nahmen wir beide die Beine in die .. ja, Hufe, ne? und machten uns so schnell wie möglich wieder zurück zum Ort der Liebe. Romis Schrei zur Wiederaufnahme der Beziehung war übrigens episch und hätte manch gestandenen Herdenhengst vor Neid zum Schimmel werden lassen können. Unfassbar, dieser Romi in love!
Aber - wie auch die Originalgeschichte - endete dieser Samstagsflirt eher tragisch. Fragt nicht, warum und wieso, aber "Julia" war inzwischen wieder in ihren Stall geholt worden und an ihrer Stelle standen nun 2 Wallache auf ihrer Seite des Koppelzauns...
Diese sahen den wild auf sie zugaloppierenden Rotfuchs mit schreckgeweiteten Augen sekundenlang an an, um ihrerseits die Flucht zum anderen Ende ihrer Koppel anzutreten. Wenig später standen sie zitternd am Weideausgang, um von ihren Zweibeinern ganz schnell abgeholt zu werden. Zitternd vor Aufregung stand Romi an der Stelle, wo vor einer guten Stunde noch die schöne Julia graste.
"Romi, alter Junge. Die Liebe ist ein scheues Reh", versuchte ich ihn zu trösten.
"Sie war so ... schön!" seufzte er. "Und sie fand mich nett."
Mir brach es beinahe mein kleines Shettyherz, ihn so zu sehen.
"Komm, mein Freund. Hier hinten wächst ganz viel Gras, lass uns erstmal was futtern."
Seufzend schloss der Große Tollpatsch sich mir an und wich mir in den folgenden Stunden nicht von der Seite. Aber seid gewiss, nur EIN blöder Spruch von den Rindviechern und es hätte Rinderfilet zum Abendbrot gegeben!
Bis zum Abend hatte Romi sich wieder einigermaßen beruhigt und sein gewiehertes "Ich hab's aber immer noch drauf, hihihihihiiii!" schallte noch eine Zeitlang durch den kleinen Ort, irgendwo im Münsterland. ;-)
Es grüsst euch
euer Mäxchen (wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen)! :-)
Julia machte ihm aber auch immer wieder gehörig Dampf. Sie stand ganz dicht am Koppelzaun, ließ sich mit Komplimenten überhäufen und genoss die Aufmerksamkeit des doch ganz ansehnlichen Kavaliers in Rot. Der fand gar keine Zeit zum Grasen - der Trottel, sag ich nur. Nach dem dürren Sommer endlich mal wieder auf einer saftiggrünen Wiese sein zu dürfen, war fast wie eine Riesenpizza auf dem Teller der Zweibeiner nach einer siebenwöchigen Diät mit Dünstgemüse ohne Salz. Aber nun ja, muss er selber wissen!
Just nachdem diese Romanze richtig ins Rollen gekommen war, da tauchte doch plötzlich Romis Reiterin mit einem Beutel voller Möhren für uns auf, wie üblich. Jetzt könnte es spannend werden, dachte ich bei mir. Vielleicht kann ich kleiner Wicht ja auch mal an der Julia schnuppern, wenn Romi sein Tollpatsch-Training absolviert? Ich bin ja auch kein Stück Holz und dieser Duft von der Dame...hmmm... vielleicht geht da ja was?
Die Reiterin erschien auf der Bildfläche, mitsamt Möhren. Normalerweise bin ich immer der Erste, der angelaufen kommt und auch gleich was Leckeres bekommt. Ihr wisst ja, dass ich ein unwiderstehlich süßes kleines schwarzes Shetty mit Knopfaugen und Wuschelmähne bin? Normalerweise bekommen die immer zuerst was, wegen dem Niedlichkeitsfaktor!
Und wenn Romi das dann mitkriegt, dann ist er aber ruckzuck an der Möhrenquelle, bevor ich seine Möhre auch noch wegnasche. Da kann er sogar richtig schnell werden, der Große! Aber so charmant wie ich wird er wohl niemals werden. Ich glaube, ich bagger die Kleene auch mal an, dachte ich so bei mir, während ich schon ein Möhrchen kaute. Aber der Große reagierte gar nicht auf die Reiterin. ER hatte nur Augen für seine Angebetete. Da konnten noch so sehr mit Möhrchen gefuchtelt werden!
Die Reiterin ging forschen Schrittes mit vorgehaltener Möhre auf Romi zu, und weil das bekannterweise eine Allzweckwaffe ist, ließ Romi sich davon doch noch ködern, steckte sein Köpfchen ins dargebotene Halfter und ließ sich hocherhobenen Kopfes und Schweifes mitnehmen! Nun winkte meine Chance. Warum soll ich im Stall auf sein Trainingsende warten, wenn ich doch hier quasi das Paradies auf Erden habe, mitsamt charmanter Gesellschaft? Gleich mal abchecken, ob sie auf interessante dunkle Typen mit Wuschelmähne und Plüschöhrchen steht!
Oha. Romi war noch nicht ganz um die Ecke und konnte noch beobachten, wie ich mich der ihm traurig hinterherblubbernden Stute näherte. Ruckartig blieb er stehen, viel höher konnte er seinen Kopf und seinen Araberschweif nicht mehr heben, und ließ einen Brüller los, der der Reiterin auch einen Hörsturz bescheren könnte. Und nun?
Ich sah, wie er um seine Liebe kämpfte, und zwar gegen seine Reiterin und ihrem Führstrick. Nun ist so ein Pferd in Furore natürlich eher unhandlich bis unberechenbar und so ließ sie ihn wieder vom Strick, wegen "is nich". Und dann kam er zurück, schneller als Hurrican "Florence", lauter als ein Technofestival, verliebter als der echte Romeo. Uuuuuiiiii, auf seine älteren Tage, Respeekt, Alder! Dabei hatte ich sie bisher nur gefragt, wie es so geht. Ok, noch ein-zwei Minuten mit mir alleine, und sie wäre mir gnadenlos für immer verfallen. Was denn sonst!
Dann fiel mir blitzartig seine Verletzungsanfälligkeit ein. Was, wenn diese eine Liebe wieder mit einem Sehnenschaden oder Schlimmeren endete, und damit auch wieder Stallknast? Bloß nicht, dachte ich und lief zur Reiterin. Eine weitere Möhre und ich ging brav mit zum Stall.
Nach weiteren 10 Minuten, die ich zwar nicht sehen, aber hören konnte, war der Tollpatsch auch endlich am Halfter auf der Gasse angebunden. Mit großen, rotgeränderten Augen, blutfarbenen Nüstern und immer noch nach Julia brüllend. Fast tat er mir sogar ein bißchen leid in diesem Zustand, ein Romeo auf Freiersfüßen!
Während seines Trainings absolvierte er seine Aufgaben brav, aber doch ein wenig eiliger als sonst, um nur ja schnell wieder zurück auf die Koppel rennen zu dürfen, und dort weiterzuschäkern. Die Rindviecher schauten sich das ganze Drama übrigens aus sicherer Entfernung von dort aus an, wo das leckere Grün am Höchsten stand. Diese Nutznießer, diese. Aber nicht schlecht gestaunt haben die, wozu ihr Chef so alles fähig ist! :-)
Als das Training zuende und Romi wieder abgesattelt war, fraßen wir schnell unsere Belohnungsmöhrchen und ließen sogar noch etwas für die gehörnte Fraktion übrig. Ein Novum, eigentlich! Aber diese Lovestory war einfach nur zu spannend und so nahmen wir beide die Beine in die .. ja, Hufe, ne? und machten uns so schnell wie möglich wieder zurück zum Ort der Liebe. Romis Schrei zur Wiederaufnahme der Beziehung war übrigens episch und hätte manch gestandenen Herdenhengst vor Neid zum Schimmel werden lassen können. Unfassbar, dieser Romi in love!
Aber - wie auch die Originalgeschichte - endete dieser Samstagsflirt eher tragisch. Fragt nicht, warum und wieso, aber "Julia" war inzwischen wieder in ihren Stall geholt worden und an ihrer Stelle standen nun 2 Wallache auf ihrer Seite des Koppelzauns...
Diese sahen den wild auf sie zugaloppierenden Rotfuchs mit schreckgeweiteten Augen sekundenlang an an, um ihrerseits die Flucht zum anderen Ende ihrer Koppel anzutreten. Wenig später standen sie zitternd am Weideausgang, um von ihren Zweibeinern ganz schnell abgeholt zu werden. Zitternd vor Aufregung stand Romi an der Stelle, wo vor einer guten Stunde noch die schöne Julia graste.
"Romi, alter Junge. Die Liebe ist ein scheues Reh", versuchte ich ihn zu trösten.
"Sie war so ... schön!" seufzte er. "Und sie fand mich nett."
Mir brach es beinahe mein kleines Shettyherz, ihn so zu sehen.
"Komm, mein Freund. Hier hinten wächst ganz viel Gras, lass uns erstmal was futtern."
Seufzend schloss der Große Tollpatsch sich mir an und wich mir in den folgenden Stunden nicht von der Seite. Aber seid gewiss, nur EIN blöder Spruch von den Rindviechern und es hätte Rinderfilet zum Abendbrot gegeben!
Bis zum Abend hatte Romi sich wieder einigermaßen beruhigt und sein gewiehertes "Ich hab's aber immer noch drauf, hihihihihiiii!" schallte noch eine Zeitlang durch den kleinen Ort, irgendwo im Münsterland. ;-)
Es grüsst euch
euer Mäxchen (wieder zurück auf dem Boden der Tatsachen)! :-)
Freitag, 14. September 2018
Mäxchen bloggt: Fly on the Wings of Love! Vol. I
Hallo, liebe Freunde des gepflegten Flirts jenseits der Teenie-Altersgrenze! Ich bin's wieder, euer Mäxchen!
Und erstmal habe ich eine Frage an euch: Wart ihr schon mal so richtig verknallt? So richtig, meine ich, mit komplettem Aussetzen der Hirnleistung? Und das von jetzt auf gleich?
Dann wisst ihr, was der arme Romi neulich durchgemacht hat. DAS war eine Show, ich sag es euch! Da wurde der arme Große Tollpatsch fast noch einen Ticken tollpatschiger. LOL!
Ich hab mir das natürlich gaaanz genüßlich zu Gemüt geführt. Romi in love ist einfach der Knaller, da kommt keine Seifenoper mit und selbst das dramatische Ableben von Papa Beimer ist dagegen ein Mückenschiß!
Oh, wer die glückliche Julia ist, wollt ihr natürlich jetzt wissen.
Wir leben ja in direkter Nachbarschaft mit einer größeren Pferdehaltung und eine unserer Koppeln grenzt direkt an einer von jenen Nachbarn. Und: Hallelujah! Da stand sie eines schönen Septembermorgens, die supersexy braune Stute von vornehmer Herkunft. Her beauty and the sunlight overthrew him, könnte man da direkt poetisch werden. Die Stute - ich nenne sie der Einfachheit halber weiter Julia, obwohl sie natürlich ganz anders heißt - stand an jenem Morgen da wie ein Gottesgeschenk, und auch noch ganz alleine auf dieser Fläche. Man sagt ihr nach, dass sie aus Altersgründen keine Gesellschaft mehr dulden würde. Julia hat nämlich schon einigen Fohlen das Leben geschenkt und bekommt ihr Gnadenbrot.
Dies lässt natürlich darauf schließen, dass sie keine Fünf mehr ist. Aber Romi ja auch nicht und so war das der Anfang einer großen Love-Story. Und zwar deshalb so bemerkenswert, weil der Fuchs ja nun mal nicht der größte Gigolo auf Erden ist, sondern sich in der seltenen Gegenwart des equinen weiblichen Geschlechts eher.... nennen wir es mal zurückhält. Vielleicht ist das der Einfluss der überwiegend femalen Rindviecher, die er ja nun stündlich an den Backen hat, vielleicht ist es die Tatsache, dass seine Mutter ihn wegbiss... man weiss es nicht so genau! Besonders wenn eine Gruppe junger Stütchen diese Nachbarweide bevölkerte, war Romi immer gerne ganz am anderen Ende der Weide mit Grasmampfen beschäftigt.
Umso seltsamer, dass er - kaum dass er die edle Dame gewahr wurde - gleich mal mit trompetendem Wiehern und fliegenden Fahnen, sprich: Hoher Araberschweif, wehende Mähne! auf sie zugeschwebt ist. Und zwar im schönsten und tollsten Imponiertrab, den jemals ein Pferd ohne zu stolpern aufgeführt hat. Eine wahre Meisterleistung für eine Großen Tollpatsch!
Ihr wisst ja, bei mir schwingt in jedem Nebensatz immer noch die Angst vor einer erneuten Verletzung bei Romi mit. Dieses halbe Jahr wegen dem Sehnenschaden, ausgelöst durch blanken Übermut, war ja wirklich der Horror für mich!
Nun denn, die Holde war dieser Flirtattacke nicht ganz abgeneigt und nur ganz wenig später hob sie schon ihr Schweiflein, um eine gewisse ...hm.. tja...Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Ja, DA war es natürlich um Romi geschehen! Wie der Derwisch schwebte er auf Wolke Sieben und am Koppelzaun entlang, da hätte sich jeder Don Juan aber eine fette Scheibe von abschneiden können! Der Bursche ist ja auch kein Junghengst mehr, im Prinzip also weder "jung" noch "Hengst". Aber das muss sie ja nicht wissen, oder?
Ich weiss nicht, was ihn da geritten hat (seine Reiterin jedenfalls nicht!), dass er da hormonell so drauf ausrastet, aber es schien wirklich so, als ob seine vermutlich sehr platten Anmachsprüche bestens bei der anscheinend sehr gutgläubigen Julia ankamen. Ich mein, hallo? Die mindestens 10fache Mutter verfügt doch wohl über genügend Erfahrung, um einen windigen dahergelaufenen Zirkusarabowestfalen von einem potenziellen weiteren Vater ihrer Leibesfrucht unterscheiden zu können! Zumal der Zirkusarabowestfale seit frühester Jugend den Verlust von edlen Teilen zu beklagen hat! Oder war es wirklich der Schwebetrab, der sie so in Verzückung geraten ließ? Die Sonne, das ungewöhnlich warme Wetter, die leichten Nebelfelder? Keine Ahnung, auf jeden Fall nahm die J'e taime-Nummer weiter ihren Lauf. An Grasen war hier gar nicht zu denken, obwohl diese Weide nach der elenden Dürreperiode wirklich frisch duftete und sogar höher stand als Romis Fesselträger!
Grübelnd, wendete ich mich dem wirklich leckeren Grün zu. Hat diese Liebe eine Zukunft, und wenn ja, was für eine? Erfahrt es im zweiten Teil von "Fly on the Wings of Love", meine lieben Freunde!
Es grüßt euch
euer
hormongeplagtes
Mäxchen!
Und erstmal habe ich eine Frage an euch: Wart ihr schon mal so richtig verknallt? So richtig, meine ich, mit komplettem Aussetzen der Hirnleistung? Und das von jetzt auf gleich?
Dann wisst ihr, was der arme Romi neulich durchgemacht hat. DAS war eine Show, ich sag es euch! Da wurde der arme Große Tollpatsch fast noch einen Ticken tollpatschiger. LOL!
Ich hab mir das natürlich gaaanz genüßlich zu Gemüt geführt. Romi in love ist einfach der Knaller, da kommt keine Seifenoper mit und selbst das dramatische Ableben von Papa Beimer ist dagegen ein Mückenschiß!
Oh, wer die glückliche Julia ist, wollt ihr natürlich jetzt wissen.
Wir leben ja in direkter Nachbarschaft mit einer größeren Pferdehaltung und eine unserer Koppeln grenzt direkt an einer von jenen Nachbarn. Und: Hallelujah! Da stand sie eines schönen Septembermorgens, die supersexy braune Stute von vornehmer Herkunft. Her beauty and the sunlight overthrew him, könnte man da direkt poetisch werden. Die Stute - ich nenne sie der Einfachheit halber weiter Julia, obwohl sie natürlich ganz anders heißt - stand an jenem Morgen da wie ein Gottesgeschenk, und auch noch ganz alleine auf dieser Fläche. Man sagt ihr nach, dass sie aus Altersgründen keine Gesellschaft mehr dulden würde. Julia hat nämlich schon einigen Fohlen das Leben geschenkt und bekommt ihr Gnadenbrot.
Dies lässt natürlich darauf schließen, dass sie keine Fünf mehr ist. Aber Romi ja auch nicht und so war das der Anfang einer großen Love-Story. Und zwar deshalb so bemerkenswert, weil der Fuchs ja nun mal nicht der größte Gigolo auf Erden ist, sondern sich in der seltenen Gegenwart des equinen weiblichen Geschlechts eher.... nennen wir es mal zurückhält. Vielleicht ist das der Einfluss der überwiegend femalen Rindviecher, die er ja nun stündlich an den Backen hat, vielleicht ist es die Tatsache, dass seine Mutter ihn wegbiss... man weiss es nicht so genau! Besonders wenn eine Gruppe junger Stütchen diese Nachbarweide bevölkerte, war Romi immer gerne ganz am anderen Ende der Weide mit Grasmampfen beschäftigt.
Umso seltsamer, dass er - kaum dass er die edle Dame gewahr wurde - gleich mal mit trompetendem Wiehern und fliegenden Fahnen, sprich: Hoher Araberschweif, wehende Mähne! auf sie zugeschwebt ist. Und zwar im schönsten und tollsten Imponiertrab, den jemals ein Pferd ohne zu stolpern aufgeführt hat. Eine wahre Meisterleistung für eine Großen Tollpatsch!
Ihr wisst ja, bei mir schwingt in jedem Nebensatz immer noch die Angst vor einer erneuten Verletzung bei Romi mit. Dieses halbe Jahr wegen dem Sehnenschaden, ausgelöst durch blanken Übermut, war ja wirklich der Horror für mich!
Nun denn, die Holde war dieser Flirtattacke nicht ganz abgeneigt und nur ganz wenig später hob sie schon ihr Schweiflein, um eine gewisse ...hm.. tja...Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Ja, DA war es natürlich um Romi geschehen! Wie der Derwisch schwebte er auf Wolke Sieben und am Koppelzaun entlang, da hätte sich jeder Don Juan aber eine fette Scheibe von abschneiden können! Der Bursche ist ja auch kein Junghengst mehr, im Prinzip also weder "jung" noch "Hengst". Aber das muss sie ja nicht wissen, oder?
Ich weiss nicht, was ihn da geritten hat (seine Reiterin jedenfalls nicht!), dass er da hormonell so drauf ausrastet, aber es schien wirklich so, als ob seine vermutlich sehr platten Anmachsprüche bestens bei der anscheinend sehr gutgläubigen Julia ankamen. Ich mein, hallo? Die mindestens 10fache Mutter verfügt doch wohl über genügend Erfahrung, um einen windigen dahergelaufenen Zirkusarabowestfalen von einem potenziellen weiteren Vater ihrer Leibesfrucht unterscheiden zu können! Zumal der Zirkusarabowestfale seit frühester Jugend den Verlust von edlen Teilen zu beklagen hat! Oder war es wirklich der Schwebetrab, der sie so in Verzückung geraten ließ? Die Sonne, das ungewöhnlich warme Wetter, die leichten Nebelfelder? Keine Ahnung, auf jeden Fall nahm die J'e taime-Nummer weiter ihren Lauf. An Grasen war hier gar nicht zu denken, obwohl diese Weide nach der elenden Dürreperiode wirklich frisch duftete und sogar höher stand als Romis Fesselträger!
Grübelnd, wendete ich mich dem wirklich leckeren Grün zu. Hat diese Liebe eine Zukunft, und wenn ja, was für eine? Erfahrt es im zweiten Teil von "Fly on the Wings of Love", meine lieben Freunde!
Es grüßt euch
euer
hormongeplagtes
Mäxchen!
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