Mittwoch, 11. Oktober 2017

Mäxchen bloggt: Die Mischvieh-WG trauert!

Hallo, liebe Freunde ...
Wir sind momentan alle sehr traurig.
Ein Mitglied unserer Stallgemeinschaft ist vor Kurzem von uns gegangen, ganz heimlich, still und leise. Er war auf einmal einfach nicht mehr da.
Dabei kann man gar nicht unbedingt sagen, dass er ein stiller Mitbewohner war.
Er hat seine Meinung oft genug in die Welt hinaus trompetet. Und die war nicht wirklich unbedingt nur positiv.
Er war auch nicht unbedingt immer nur freundlich zu uns. So oft ist er uns stur entgegen gelaufen, nicht einen Millineter zur Seite weichend. Obwohl selbst ich mindestens 4x so groß bin wie er. Und Fauchen konnte er, immer mit ein wenig Spucke dabei. Und mit seinem Schnabel konnte er auch richtig feste zubeißen. Sogar der Große Tollpatsch und auch die Gehörnten hatten Respekt vor dem weißen Motzmurkel, der, wenn er besonders schlecht gelaunt war, regelrecht auf alles losgegangen ist, was sich bewegt hat. Egal ob Katze, Pferd, Hund oder Zweibeiner. Mutig war er auf jeden Fall!
Dabei war er nicht mal dumm, im Gegenteil. Hatte man sich seine Schimpf-und Schnattertiraden einmal zuende angehört, konnte man besonders nachts unheimlich gut mit ihm über die Natur und die Welt philosophieren. Ich möchte sogar soweit gehen zu schreiben: Er war beinahe ein Poet, gefangen im falschen Körper. Dafür habe ich ihn wiederum sehr geschätzt.
Nun, er war ja nicht mehr der Jüngste und hat sehr viele seiner Artgenossen überlebt. Vielleicht war das sogar der Grund für seine oft miese Laune. Er war schon immer da, einfach da, watschelte schon lamentierend über den Hof, als Romi und ich frisch auf dem Hof angekommen waren. Man hatte ihn quasi mitgeerbt und der Legende nach gab es anfangs sogar 3 von seiner Art, die aber nach und nach zum Martinstag im Bräter gelandet sind. Ob das stimmt, vermag ich nicht zu sagen. Wenn ja, wäre das allein schon ein guter Grund zu protestieren, findet ihr nicht?
Er hat mir mal in einer stillen Stunde - es muss so kurz vor dem Morgengrauen gewesen sein - erzählt, dass er einen Heidenspaß daran hätte, das "tollpatschige große rote Pferd", wie er es ausdrückte, zu erschrecken. So hockte er gerne geduldig an der Ecke vom Reitplatz hinter dem alten Gewächshaus, wenn Romi geritten wurde, um just in dem Moment schnatternd und flügelschlagend hervorzuspringen, in dem Romi samt Reiterin die Ecke passierte. Ich verstehe das ein Stück weit auf jeden Fall. Romi rannte dann immer vor ihm weg und das genösse er sehr. Ich verstehe das ganz gut, denke ich. Der fällt auch jedesmal auf das Theater rein. ;-)
Oh, er wusste auch fremde Zweibeiner zu beeindrucken, insbesondere diejenigen, die Briefe und Päckchen abliefern wollten. Denen lauerte er ebenfalls auf, um sie mit seinem Fauchen und Flattern zu verscheuchen. Das hat sogar mehr als einmal geklappt! Er war halt einfach eine beeindruckende Erscheinung.
Seine Passion für Kraftfahrzeuge kam uns allerdings spanisch vor. Er verehrte geradezu blau lackierte Autos, bewachte sie wie seinen größten Schatz und harrte stundenlang neben einem solchen Auto aus. Und wehe, jemand anderes wollte es anfassen oder gar einsteigen und losfahren! Der- oder diejenige musste sich erst einmal was einfallen lassen, um ihn loszuwerden. Keine einfache Aufgabe! Woher er diese Macke hatte, ist sein Geheimnis geblieben, aber vielleicht war er mal in eine blaue Ente - Pardon, einen Citroen C4 in Taubenbleu - verschossen?
Nun ist es still geworden am Ententeich. Das dort postierte Geflügel hat zwar mehr als einmal auf den alten General geflucht, dass er jetzt jedoch nicht mehr unter ihnen weilt, hat sie doch sehr betrübt. Vorbei die Zeit, als er Enten und Hühner nach Spezies getrennt am Zaun aufmarschieren ließ und sie drillte. "Damit ihr nicht im Kochtopf landet!" wie er dabei nicht müde wurde zu betonen. Nun, in den meisten Fällen hat das sogar funktioniert. Als er selbiges allerdings im Frühjahr mit den Rindviechern versuchte, stieß er doch an seine Grenzen beziehungsweise auf Lottis lange Hörner. Aber auch das hat er überlebt, wenn auch nur knapp.
Er hat sich still zurückgezogen, um zu sterben. Wir fanden ihn im Wäldchen, nahe der Stelle, an der die Rindviecher mal den Zaun niedergetrampelt und abgehauen waren. Friedlich eingeschlafen war er, leicht zerzaust sein immer noch prächtiges, schneeweißes Gefieder, den Kopf unter den Flügeln steckend.
Nun vermissen wir das krächzende Geschnatter im Abendwind sehr. Es wird nicht mehr wiederkehren.
Er war ein Geschenk und eine Bereicherung für den Hof, auf seine ganz eigene Art und Weise. Möge er in Frieden ruhen, der alte Gänserich.

Sehr traurig grüßt euch
euer Mäxchen

Samstag, 23. September 2017

Mäxchen bloggt: Wahlkampf in der Misch-WG!

Hallo, liebe Freunde der bunten Parteienlandschaft! Ich bin's mal wieder, euer Mäxchen!

Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich ja nur ein kleines Shetlandpony, das sein kleines Unwesen irgendwo im Münsterland als Teil einer Misch-WG treibt.  Ich lebe inmitten von etwas dämlichen Kühen, cleveren Meerschweinchen, wuseligen Hühnern & Enten, einem ewig meckernden Gänserich, einem etwas trotteligen, aber liebenswerten Hund, einer sehr selbstbewussten Katze und einem tollpatschigen Großpferd, das ohne mich anscheinend aufgeschmissen ist! :-)
Und diese Tatsache bringt mich auf folgende, völlig frei erfundene und fiktive Phantasiereise, die ich gerne mit euch teilen will!

Das kleine, unbedarfte und politisch völlig wertfreie Shetty Mäxchen (also ich) surfte in der vergangenen Woche über den WLan-Hotspot unterm Birnenbaum im Internet. Und nur ein einziges Thema  2 Themen beherrschten  in den letzten Tagen die Datenautobahnen in den social networks: Die englische Woche in der Fussball-Bundesliga und die Bundestagswahl der Zweibeiner! Sie sind also aufgerufen, am Sonntag ihre Volksvertreter zu wählen und jede Partei möchte natürlich die meiste Zustimmung erhalten. Die einen werben mit heile-Welt-Plakaten, die anderen benutzen grelle Farben neben Schwarzweiss-Fotos und wieder andere zündeln mit Provokationen. Also alles wie immer.
Beim Betrachten der ganzen Wahlwerbung wurde ich sehr, sehr müde, und schließlich schlief ich neben meinem Laptop tief und fest ein.
Plötzlich stand der Hund neben mir, stupste mich mit seiner Schnauze an, hechelte mir dabei tief in die Nüstern und sagte: "Wenn du am Sonntag MICH wählst, werde ich dafür sorgen, dass die Wiesen noch grüner werden und die Massentierhaltung abgeschafft wird. Sei doch so lieb und wähl MICH, liebes Mäxchen, Würd ich voll dufte finden, du!"
"Ich werd drüber nachdenken", murmelte ich schlaftrunken. Plötzlich schreckte ich auf, denn die Hühner und Enten rannten mit schrillen Piepsen, fast wie Trillerpfeifen, über die Koppel. Neben mir bauten sie sich auf, schön im Halbkreis um mich herum und der Gänserich der tollste und schönste von allen, krähte mit seiner durchdringenden Stimme direkt in mein Ohr: "Hol dir dein Land zurück, Mäxchen! Nur mit uns wird es wieder eine rassenreine Misch-WG geben! Wir sind die Alternative für Geflügel und nur mit uns wird dieser Hof wieder great again! Am Sonntag also unbedingt AfG wählen!" Die Hühner und Enten applaudierten und glucksten und piepsten begeistert und hielten Transparente hoch: AfG ist DIE Alternative für Geflügel, stand darauf zu lesen und auf einem hielt ein besonders blasses Blesshuhn ein besonders frisches Ei in die Höhe. "Familienwerte erhalten" war darunter zu lesen.
Etwas unwirsch hob ich einen Huf und schob den kämpferischen Ganter beiseite. "Du kannst hier herumkrähen, was du willst. Aber warum soll ich euch wählen? Ich bin doch gar kein Geflügel. Ich bin ein Equide! Hier: Hufe, vier Beine, Nüstern, Schweif. Keine Flügel und keine drei Zehen."
"Du solltest dech necht onter onser VOLK mischen, doo ÄQUÄDÄ!" schnatterte der Ganter daraufhin rüde. Ich seufzte und gab ihm zu verstehen, dass seine Partei für mich im Kern unwählbar sei. "HAU AB UND NIMM DEIN FEDERWAHLVIEH MIT!"
Lamentierend zog er weiter mit seiner Gefolgschaft. Die Patriotischen Enten Gegen Die Spiegelei-Isierung Des Abendlandes, dachte ich müde. Na denn. Da ich keine Eier legen kann, sind die für mich völlig uninteressant. Sollen sie doch weiterdemonstrieren. Ich trabte zum Stall und da standen tatsächlich die Kuh Lotte Lottangela und der Große Tollpatsch Romi Romartin und duellierten sich, zum Glück nur mit Worten, denn Lottangela hat ziemliche Hörner und Haare auf den Zähnen und Romartin kann auch ordentlich beißen und treten.
"Für einen Hof, auf dem wird gut und gerne leben. Allerdings müsst ihr bis 37 arbeiten, sonst brechen unsere Sozialsysteme ein." muhte Lottangela gelassen.
"Zeit für mehr Gerechtigkeit!" dröhnte Romartin ihr entgegen. "Es kann nicht sein, dass ein Pferdepfleger noch zusätzlich Heu4 beantragen muss, um über die Runden zu kommen."
"Würde einer von euch beiden die Zäune für mehr Freiheit abschaffen?" fragte ich dazwischen.
"Nein. Die Zäune sorgen hier für mehr innere Sicherheit. Denk nur an die Wölfe, die hier jetzt überall auftauchen." sagte Lottangela gelassen. 
"Nein, die Zäune sorgen hier für mehr innere Sich..." wieherte Romartin, fast zeitgleich, als er jäh unterbrochen wurde.
"Aber ich darf Sie daran erinnern, dass Ihre Partei diese Heu4-Gesetze damals auf den Weg gebracht ..." mischte sich die Stallkatze plötzlich ein. Sie trug ein rotes Kostüm und hatte ihr Haupthaar kunstvoll zusammengewunden. "Sie beide sind für die Ungerechtigkeit auf diesem Hof verantwortlich. WIR werden das korrigieren! Und dann reißen wir die Zäune nied..." Lusahra hatte alle ihre Krallen ausgefahren und wetzte sie am Holz der Stallwand.
"Das war VOR meiner Zeit, als ich noch Bürgermeister von Würs.." brüllte Romimartin dazwischen. Die linke Stallkatze konnte er noch nie leiden.
"Lassen Sie mich mal ausreden!" kreischte Lusahra dazwischen. Lottangela stand nur ruhig da, hörte sich alles an und formte die Vorderklauen zu einer seltsamen Raute. Als sie mich bemerkte, zwinkerte sie mir zu: "Du willst doch auch, dass wir so weitermachen wie bisher? Wähl uns, die Cuh-De-Uh und alles bleibt gut. Wir schaffen das!"
"Ich werde drüber nachdenken", antwortete ich, während sich Romartin und Lusahra weiter verbal duellierten. Als ich mich aus dem Stall schleichen wollte, packte Romartin mich plötzlich am Schlafittchen: "Du findest mich doch gut, also wählst du mich, ok? Du bist mir nicht egal, und dann wird alles viel gerechter zugehen. Deine Zweitstimme also am Sonntag für die Sozial-Demokratischen-Pferde! Ich will nämlich Kanzler werden!" trompetete er stolz hinter mir her. Ich sagte "Ich werde drüber nachdenken" und verließ den Stall. Hinter mir mischten sich wieder die Stimmen von den Kontrahenten, während die Geflügelfraktion weiter demonstrierend und pfeifend über das Gehöft flatterte.
An meinem Birnbaum angekommen, erwischte ich doch glatt die Meerschweinchen, die sich über meinen Laptop hermachten. Chris, das Männchen, hatte sich anscheinend den Verlauf angeschaut und schaute mich verwundert an. "Du hast ein Laptop und interessierst dich für Politik?" quiekte er überrascht. "Dann musst du uns wählen, die Freien Demokratischen Meerschweinchen. NUR WIR SORGEN FÜR DEN DIGITALEN AUSBAU AUF DIESEM HOF! FÜR DIE ZUKUNFT, FÜR DIE WIRTSCHAFT UND DEN AUFSCHWUNG!"
Ich betrachtete Chris, das Meerschweinchen genauer. Es hatte sich einen Dreitagebart stehen lassen und war ja sowieso schwarzweiss. Allerdings war es in einen Eimer Weichzeichner gefallen und seine beiden Ladies trugen grellgelbe und magentafarbene T-Shirts. Begeistert folgten sie ihrem schönen Chris überall hin.
Ich wollte gerade mein "Ich werde drüber nachdenken" murmeln, da wachte ich plötzlich auf. Verwundert schaute ich mich um.
Es war friedlich in der Misch-WG. Alle Tiere taten, was sie immer taten: Sie fraßen etwas, sie spielten miteinander, und manchmal zankten sie sich. Aber im großen und ganzen war alles sehr friedlich.
Wir leben. Und das völlig ohne Politik. Das geht auch.

Liebe Grüße und: Bitte geht morgen wählen und wählt weise!
Euer
Mäxchen (Wahlbeauftragter der Misch-WG)! :-)

Samstag, 16. September 2017

Das Phänomen "Kratzbaum" - was Katzen wirklich wollen!

Hallo, ich bin's mal wieder, eure bezaubernde Jeannie!

Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, finde ich auch mal wieder Zeit, etwas zu bloggen. Und ich bin ja seit einiger Zeit tatsächlich stolze Besitzerin eines Kratzbaumes!
So ein Ding steht ja in beinahe jedem Haushalt, der einer Katze gehört, und jetzt bin ich nicht mehr die Ausnahme. :-) Der Markt bietet die verschiedensten Modelle an, da gibt es ganze Landschaften zu kaufen und aufzubauen, je nach Räumlichkeit und Anzahl der zu bespaßenden Katzen!
Ich mein ja, ich hätte jetzt nicht UNBEDINGT sowas gebraucht, ich kann ja rausgehen, wenn ich will und da rumklettern und -kratzen, aber das Copinchen war der Meinung, das müsste jetzt sein und hat zu meinem 4. Geburtstag einen großen Karton angeschleppt. Sie wirkte ein wenig erschöpft, da sie wohl 3 Läden dafür abgeklappert und dann endlich noch ein letztes Exemplar ergattert hat. Anscheinend mag sie mich, sonst hätte sie das doch bestimmt nicht gemacht, oder?

Ich beim Katzenyoga, noch ohne eigenen Kratzbaum!

Das Copinchen hat sich neulich auch einen neuen Computerstuhl besorgt, der mir nach anfänglichem Suspektieren ausgesprochen gut gefällt. Rot steht mir gut, oder? Das Teil ist ausgesprochen bequem, damit das Copinchen beim bloggen auch keine Rückenschmerzen bekommt. Wenn sie mal darauf sitzen darf, wohlgemerkt.

Ich auf Copinchens neuem Computerstuhl, der eigentlich meiner ist...;-)

Nachdem ich den Karton angemessen gewürdigt hatte, ging es an das gemeinsame Aufbauen ....


Soo viele Einzelteile!
Der Aufbau hat super geklappt, weil das Copinchen sich vorher die Aufbauanleitung sehr genau durchgelesen hat. Cleveres Frauchen! :-)

Bisher technisch alles einwandfrei, würde ich sagen. Weitermachen!


Um 14:00 Uhr MESZ ist das Bauwerk fertig. Sieht doch klasse aus! :-)

Die Schlafhöhle ist aber eher etwas für Zwergkatzen.

Aber die Spielbommeln sind ganz cool!

Die neue Zierde des Wolkenkuckucksheimes steht also in voller Pracht da. Aber vielleicht kennen andere Katzen das ja auch: Was so neu daherkommt, muss nach der ausführlichen Inspektion beim Aufbau erstmal wochenlang ignoriert werden! Sonst taugt das nix.
Ich hab also den Kratzbaum erstmal Kratzbaum sein lassen. Und dafür jede Menge Extra-Leckerlie eingeheimst, die das Copinchen auf die oberen Etagen ausgelegt hatte. Damit ich da mal draufklettere. Hab ich dann auch gemacht, ich will ja nicht, dass sie frustriert ist. ;-)

Leider war ich so schnell wieder unten, dass davon kein Foto existiert! Dafür aber dieses hier:


xD! xD! xD!

Es grüßt euch
eure
 bezaubernde Jeannie (Kratzbaum- und Computerstuhlbesitzerin)! :-)

Freitag, 1. September 2017

#imWagenvormir: Da hat der A*sch aber gleich Kirmes!

Heute morgen wäre es beinahe passiert. Ich hätte um ein Haar einen Autofahrer mit seiner eigenen Krawatte erwürgt. Oder wenigstens kräftig geohrfeigt. Ich hatte eine geradezu unbändige Lust dazu!

Grund: In der Innenstadt wird gerade die Kirmes aufgebaut und die Zufahrtsstraße zu dem Wohnheim für behinderte Menschen, wo ich 3 Personen abholen und befördern sollte, war schon gut zugestellt von einem Fahrgeschäft, einer Absperrung von der Stadt mit der Aufschrift "Anlieger frei" und der städtischen Müllabfuhr, die just in diesem Moment ihren Dienst verrichtete. Weil auch noch der Parkplatz eines Ärztehaus in diese enge Straße mündet, war das wirklich ein Geduldsspielchen.
Ich quetsch also meinen Dienst-Crafter an der Absperrung vorbei und warte darauf, dass die Müllabfuhr die 8 Mülleimer geleert hat, dann hätte ich genügend Platz gehabt, um an dem fast fertig aufgebauten Kirmesstand, aus dem noch eine Stange in die Zufahrt ragte, vorbeizukommen.
Denkste. Das wäre wohl auch zu einfach gewesen. Denn:
Der Herr im vornehmen BMW, der gerade aus dem Parkplatz kam, hatte nicht vor, mich vorbeizulassen und stellte seine Karre eineinhalb Meter aus der Parkplatzausfahrt ragend mitten auf die Straße. Ob er sich wohl im Klaren war über die Ausmaße seines Luxusgefährts: Anyway. Das hieß für mich und dem Crafter: Warten, ob er merkt, dass er gerade ausnahmsweise keine Vorfahrt hat und wieder zurücksetzt. Die Stange der Kirmesbude näherte sich bereits bedenklich meiner Windschutzscheibe! Hinter mir versuchte ein weiteres Fahrzeug, aus der davor liegenden Kreuzung einzubiegen. Ich konnte also nicht mehr zurück und nach vorne auch nicht mehr. Ruhig ein- und ausatmen also, damit die bereits vorhandenen Fahrgäste nicht mitbekommen, dass ich bereits innerlich vor Wut und auch ein wenig Panik schäumte!
Und was macht der Heini im BMW: Fährt zentimeterweise weiter vorwärts, obwohl er keine Chance hat, an mir und der Kirmesbude vorbeizukommen.
Ich dachte, mich tritt ein Pferd und mach dem Typen mit Handzeichen klar, dass ich nicht mehr vor und zurück kann, wenn er sein Fahrzeug nicht mindestens einen halben Meter zurücksetzt.
Machte er aber nicht. Er fixierte mich mit eisernem Blick und rollte noch ein Stückchen vor.
Hinter mir war nun schon die gesamte Kreuzung blockiert. Ampeln wurden rot und grün, aber keiner kam mehr vom Fleck. Die eine oder andere Hupe ertönte bereits, aber was sollte ich machen? Ich steckte mit dem Bulli fest wie der Korken in einer Flasche. Hoffentlich bekommt keiner der Insassen eine Panikattacke, mich eingeschlossen!
Der mir gegenüberstehende Fahrer dachte tatsächlich, er hätte das Rechts-vor-Links-Vorfahrtsrecht. Aber er kam von einem Parkplatz mit abgesenktem Bordstein, der Schwachmat.
Nach einer gefühlten Ewigkeit (wahrscheinlich hat er schnell gegoogelt, wer nun wohin fahren darf) setzte er sein Auto gaaanz langsam wieder zurück in den übrigens völlig freien Raum hinter ihm. Am liebsten hätte ich den Schlüssel abgezogen, den Crafter dort stehen gelassen, wo er stand und dem Typen die Meinung gegeigt. Oder einmal mit Vollgas den BMW gerammt. Aber dann wäre ich wahrscheinlich ab morgen sehr viel mehr im Internet unterwegs statt auf den Straßen, weil mein Job dann Geschichte gewesen wäre.
Besser ist, ich verprügel ihn virtuell. Also: So ein a*schgesichtiger Vollpfosten!!!

Puh, jetzt geht's mir besser. In diesem Sinne: Keep calm and ride a horse! ;-)

Nicht mehr ganz so wutschnaubend,
euer
Copinchen! ;-)

Dienstag, 29. August 2017

#Shithappens Vol. III: Der Ritter der (Kokos)Nuss!

Hiermit schwöre ich noch einmal hochfeierlich meiner ortsansässigen Lieblingsautowerkstatt die Treue, denn das, was nun geschah, wäre meinem Schrauber niemals passiert.

Kapitel III: Unbezahlbar!

Es war sommerlich warm an diesem Dienstagmittag im August. Die Vöglein besangen den sich allmählich ankündigenden Jahreszeitenswechsel, kurzbehoste bzw. -berockte, bestens gelaunte Menschen flanierten zum schräg gegenüber liegenden Mäckes, um sich ein leckeres Eis zu gönnen und Cabriobesitzer fuhren oben offen durch den Kreisverkehr Richtung A 30, um sich einmal richtig den Fahrtwind um die Nase kitzeln zu lassen - oder wie so oft im Stau zu stehen. Dann aber mit Stil und Strohhut und Sonnenbrille.

Ob Fury, mein geliebtes blitzeblaues Auto, und ich jedoch vor Wintereinbruch wieder eine Straße befahren würden, bezweifelte ich langsam. ES IST DOCH NUR EINE VERDAMMTE BATTERIE ZU WECHSELN! Mittlerweile war auch der Auftrag (oh, geliebtes Bürokratenland) dem Drucker entschlüpft, allein es fehlte der zuständige Mechaniker, der wahrscheinlich bei der Mäckesfiliale noch ein zweites Dessert zu sich nahm.
Mein Herr Ritter, der ritterliche, suchte derweil verweifelt in Furys Innerstem nach seiner verlorenen Nuss, es musste ihm ähnlich zumute sein wie dem verzweifelten Gollum, der dem Hobbit Frodo den Ring, seinen Schatz, entlocken oder stehlen will. Ähnlich wie bei Tolkien schien ihm aber Sauron in Gestalt des Geschäftsführers im Nacken zu sitzen! Mordor, äh, mein blauer Fury, wollte aber die einmal eingeheimste Nuss offenbar nicht wieder rausrücken, denn sie blieb dem suchenden Auge nebst Halogentaschenlampe ebenso verschollen wie die versunkene Stadt Atlantis.

Hui! Fröhlich pfeifend betrat der Mechaniker 1, zuständig für Bühne 4, wieder den Ort des Geschehens! Rettung naht, so sehr der Ritterliche sich auch bemühte, helfend zur Hand zu sein, die Anwesenheit des Fachmanns für 3-Schrauben-Batteriesicherung ließ sowas wie einen Funken Hoffnung aufkeimen. Mit einer nicht gelösten Schraube gehen wir schließlich noch lange nicht nach Hause!
Schon schnappte er sich das geduldige Papier mit dem Auftrag, ließ sich grinsend den Schlüssel vom Nussversteck aushändigen und schwupps, stand Fury in den heiligen Hallen des 3buchstabigen Schraubermekkas.
Übrigens hasse ich es, wenn man in meinem Auto den Sitz verstellt. Ich bin nicht so riesengroß und irgendwann habe ich mal die ideale Position des Fahrersitzes gefunden, in der ich schalten, bremsen und gefühlvoll Gas geben kann, ohne mit der Nase auf dem Lenkrad zu hängen. Deshalb fahre ich meinen Fury auch mit Bravour auf jede Hebebühne oder Waschanlage. Diesmal: keine Chance. Dienst nach Vorschrift. Hmpf.

Nach ca. einer Minute saß die Batterie an ihrem Platz und Fury sprang auch freudig wieder an. Sogar besonders melodisch, wie ich mir einbildete. Kein Wunder, bei so einer feinen Batterie mit extra Kaltstartpower und sogar den Polen an den richtigen Positionen. Da gibt es nix mehr zu mucksen!

Mein strahlendes Lächeln ehrlicher Freude über den durchaus positiven, wenn auch teuren Einsatz wurde jedoch jäh unterbrochen vom Mechaniker 2, der sich auf Bühne 3 mit einem zickigen Toyota herumschlagen durfte: "Alles Werkzeug wieder am Platz, Ritter?" Dabei bedachte er das Verkaufstalent mit einem derart grimmigen Blick, dass mir das Blut und Fury die Kühlerflüssigkeit in den Adern gefror. Die NUSS, die dämliche!

Mechaniker 1 nahm dem Ritterlein auch flugs die Halogenleuchte aus der Hand, verrenkte sich akrobatisch in Furys Innerstem, schüttelte den Kopf und schwuppdiwupp war der Blaue auch schon eineinhalb Meter in der Luft. Fachmännisch wurde nun der Unterboden abgeklopft.
Allein ich in meiner Weisheit hielt die Klappe. Dies hier war Männersache und es ging hier auch um mehr als nur eine Schraubennuss. Es ging hier mindestens um einen Kasten Bier, wenn nicht sogar ein Fässchen. Männer unter sich halt.

Klopf klopf-dengeldengel und plötzlich: Da klingt es komisch, da muss sie sein! Unter der Verkleidung ganz vorne am Kühlergrill eine rundliche Verhärtung. Das muss sie sein, die herrliche Nuss!
Etwas lieblos riss Mechaniker 1 nun die Verkleidung herunter, immer gemäß Herstellerangaben, nehme ich an, pflückte die Nuss heraus und übergab sie dem Ritterlein wie ein Kleinod. Dieser wurde tiefrot, übergab das wertvolle Kleinod dem 2. Mechaniker, der es unter gemurmelten Formeln (Wow, Gandalf!) in seinen heiligen Gral bzw. Werkzeugschrank gleiten ließ. Nicht ohne vorher noch ein wenig Schmierfett von der Schale zu putzen. Fury hatte schließlich nicht so richtig saubergemacht.
Der vorwurfsvolle Blick ging an mir vorbei. Ich hatte nun schon meine Kreditkarte in der Hand und wollte diesem Tun und Treiben nun endlich ein Ende bereiten. Zeit ist Geld, Herrschaften!
Nach ein paarmaligem Hin-und Herbuchen wegen der zunächst falschen, dem ortsüblichen Satz zum Entsorgen einer Autobatterie (7,50 €), dem Einbau (17,- €) immerhin inklusive Märchensteuer, der Rückerstattung der Entsorgungsgebühr (7,50€) bei Erwerb einer neuen Batterie und noch ein wenig was für die Kaffeekasse war ich nun um einen Haufen Papier reicher und um einige Euros ärmer. Aber: Hauptsache, Fury springt wieder problemlos an, dann wohl auch im kommenden Winter (Kaltstartpower) und ich habe mal wieder eine Story aus dem echten Leben für meinen Blog, also für euch. Und das ist quasi unbezahlbar! :-)

Es grüßt euch
euer Copinchen (lässt nie wieder fremdschrauben)!

Freitag, 25. August 2017

#Shithappens Vol.II: Von Nüssen und Atomen!

Tja, noch immer ist Fury fahruntüchtig und steht auf dem Hof der Werkstatt. Die neue Batterie ist schon ausgesucht, sogar eine, die auch reinpasst und ein Mechaniker isst gerade zu Mittag, die anderen beiden sind auf seltsame Art und Weise spurlos verschwunden. Nur der Verkäufer steht mir noch bei, und der hat plötzlich eine prima Idee.

Kapitel II: Sind ja nur drei Schrauben!

"Ich hole mal eben Werkzeug, dann machen wir das hier zusammen auf dem Hof. Das kriegen wir schon hin, oder? Es sind ja nur drei Schrauben."
Ich nicke halb überzeugt. Sind ja nur 3 Schrauben und Plus- und Minuspol kann ich gerade noch so unterscheiden. "Ok", stimme ich zu. Ein Fehler, wie sich bald herausstellen würde.
Herr Ritter verschwindet kurz und kommt mit einer Ratsche und einer Nuss wieder. Sie passt natürlich nicht. Der Geschäftsführer guckt argwöhnisch herüber und der Herr Ritter drückt mir die Ratsche in die Hand. "Sie wills selber machen!" ruft er zu ihm herüber. "Ich bleib dabei,damit das auch klappt!"
Aha, denke ich mir meinen Teil und der Witz mit der Atomspaltung fällt mir ein.
"Wie spaltet man ein Atom?! "
"Keine Ahnung!"
"Gib es einer Frau in die Hand und sag ihr 'Machs nich kaputt'!"

Hmmm. Genau so hab ich auch geguckt. Ich hab natürlich schon oft mit Werkzeug hantiert und krieg es auch meistens so hin, wie es aussehen soll. Der Herr Ritter wäre aber nicht der Herr Ritter, wenn er mir nicht, kaum dass sein Chef sich umgedreht hat, die Ratsche wieder aus der Hand nimmt und selber weiterwerkelt. Sind ja nur 3 Schrauben. Immerhin lösen wir in Gemeinschaftsarbeit die Plus- und Minuspolmanschette, auch wenn ich meinen Ritter darauf hinweise, dass er besser die untere Schraube losdreht, die die Manschette löst und nicht die obere, die die Kabel am Platz hält. Er nickt mir dankbar zu und löst die andere Manschette. Läuft ja bei uns!

Nun noch die untere Schraube, die die Batterie am Platz hält. Eine besonders stabile und recht weit unten im Motorraum angebracht. Mit der Ratsche kommt man da nicht richtig dran und eine andere Größe hat sie auch.
Herr Ritter verschwindet wieder in der Werkstatt und kommt mit Special-Force-Werkzeug wieder. Weil er immer noch von seinem Chef suspektiert wird, drückt er mir alibiweise die Ratsche in die Hand. Nun macht er sich mit der Verlängerung an der unteren Schraube zu schaffen, da macht es "Klonk". Die Schraubennuss ist abgefallen und versteckt sich ab sofort für das menschliche Auge unauffindbar in den Untiefen des Motorraums.
Herr Ritter überspielt seine plötzliche Unsicherheit mit einem Lächeln. "Die finden wir schon wieder!" Ich aber stelle fest, dass dem guten Mann langsam aber sicher der blanke Schweiss ausbricht, kritisch beäugt vom Chef, der so langsam auch mal zum Mittagessen gehen könnte. Aber nein, das Programm auf seinem Werkstatthof ist gerade viel interessanter als ein Chefsalat bei McD um die Ecke!
Man kann durchaus über einen Dacia grinsen und ihn für einen Billigheimer halten, aber der Motorraum ist von unten ordentlich gegen Marder und Steinschläge verkleidet worden und auch die verwendeten Schrauben sind von guter Qualität. Nicht zuletzt hat die Originalbatterie mehr als 7 Jahre durchgehalten!
Des Spezialwerkzeugs beraubt, ackern wir nun abwechselnd mit der Ratsche ohne passende Nuss an der vermaledeiten Befestigungsschraube herum. Sie gibt nicht nach, dafür kommt ein gesättigter Mechaniker pfeifend um die Ecke.
"Na, klappt's?" Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass die anderen Beiden nicht weit sind und ihn per Whatsapp minütlich über den Stand der Dinge unterrichtet haben.
Ich suche mit Taschenlampe und Adlerauge den Boden des Motorraums ab, die verflixte Nuss will und will nicht wieder auftauchen. Während Herr Ritter an seinen Computer geht und den Auftrag "Einbau einer Autobatterie" anfertigt.
Gescheitert an einer Nuss und einer Schraube. Erde, tu dich auf und verschlinge mich wie die vermisste, verfluchte dumme Nuss!

Ob sie jemals wieder gefunden wird oder in eine andere Dimension gebeamt wurde & ob Fury jemals wieder einen Pieps von sich gibt, das gibt es im nächsten und letzten Kapitel zu lesen. Vielleicht sogar mit Happy End? ;-)

Liebe Grüße vom
Copinchen (nun auch mit verbessertem Bordwerkzeug)!

Dienstag, 22. August 2017

#Shithappens Vol.I: Nicht unter Strom!

Ich fahre ja schon seit einiger Zeit Auto und hatte auch immer mal mehr, mal weniger störanfällige Modelle. Und Werkstattbesuche sind selten angenehm, besonders wenn das Auto, so wie heute, gar keinen Mucks mehr von sich gibt. Nun, jedenfalls ist in diesem Fall die Ursache schnell gefunden: In 9 von 10 Beispielen liegt es an einer sterbenden Autobatterie. Und die muss dann eben ausgewechselt werden. Ein Klacks, werdet ihr jetzt denken. Na, dann lest mal, was sich heute in einer Filiale der Werkstattkette mit 3 Buchstaben irgendwo im Münsterland zugetragen hat!

Prolog: Ich will von der Arbeit nach Hause fahren, steige in mein Auto, drehe den Zündschlüssel und nix passiert. Außer dass das Autoradio beim 7. Versuch frustriert die CD mit den Sommerhits der vergangenen 2 Jahrzehnte ausspuckt. Das ist kein gutes Zeichen.
Kennt man nicht normalerweise das Phänomen nach eiskalten Winternächten, dass die Batterie streikt und der zündende Funke einfach nicht überspringen will? Wir haben August! Aber gut, dieser Sommer war ja auch nicht so richtig Sommer, woher soll die Batterie dann wissen, welche Jahreszeit wir gerade haben.
Nach einigem Herumgefrage im Betrieb habe ich endlich jemanden aufgetrieben, der mir mit Starthilfekabel plus eigenem Fahrzeug ritterlich zur Seite steht. Verschiedene Anschiebe- und Anrollversuche endeten fruchtlos.
Interessanterweise haben die wenigsten Autofahrer - meine Person inklusive - ein Starthilfekabel dabei und selbst im Betrieb - der immerhin auch Logistik umfasst - ist keins aufzutreiben. Nur eine Kollegin hat tatsächlich eines mit - juhuuu! Und so gibt es eine Infusion von Batterie zu Batterie und der brave Fury (Name meines Autos) startet wieder. Auf zur nächsten Werkstatt, die auch Batterien im Sortiment hat - in diesem Fall besagte Werkstattkettenfiliale. Dort habe ich in der Vergangenheit meistens ziemlich gute Erfahrungen gemacht, man war hilfsbereit, höflich und machte auch schon mal beinahe Unmögliches möglich.
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Kapitel I: Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Ein altes Autofahrersprichwort lautet: Der Begriff "Auto" steht vorne für "Autsch" und hinten für "Toier". Und genau daran denke ich, als der junge Verkäufer in der Ladenfiliale mich zu dem Regal mit den Batterien geleitet: Au man, die sind ja in den letzten 7 Jahren nicht unbedingt billiger geworden! Denn so lange brauchte ich keine mehr erwerben, weil die Werksbatterie von Fury so lange schon durchgehalten hat! Nun, dann ist sie aber wirklich jetzt langsam mal am Ende, denke ich und raus damit, bevor der Winter mit seinen knallharten Frostnächten kommt.
Übrigens: Immerhin hat Fury mich nicht frühorgens auf dem Weg zur Arbeit hin im Stich gelassen, denn um halb sieben frühs sind erfahrungsgemäß die wenigsten hilfsbereiten Ritter der Landstraße unterwegs, um Starthilfe zu leisten oder anzuschieben. Das rechne ich dem blitzeblauen Kleinwagen hoch an!
Der Ritter der Ladenfiliale - ich nenne ihn mal der Einfachheit halber "Herr Ritter" - ist jedenfalls jetzt, um halb eins mittags, ziemlich ausgeschlafen und diensteifrig. Sehr schön, sehr schön. Immerhin sieht er recht schnell ein, dass ich, wenn ich einen Wagen der Marke, die kein Statussymbol sein will, fahre, keine Batterie mit Turbokaltstartdings und Marke "Varta Volkssturm" für an die 350, - € erwerben möchte. Die anderen tun's genauso gut und sind mit rund 95,-€ für "mal eben" auch noch reichlich genug bezahlt, finde ich.
Die Suche nach dem richtigen Exemplar, das auch in Furys Bauch reinpasst, gestaltet sich ebenfalls nochmal interessant, gelinde ausgedrückt. Der Fachverkäufer Herr Ritter verpasst mir doch tatsächlich eine, die "falschrum" ist, was ich bei genauerem Vergleich face to face unter der Motorhaube direkt moniere. Immerhin war das Verkaufsgespräch recht witzig, so dass Herr Ritter keinesfalls genervt reagiert, sondern sich sofort um Ersatz bemüht. Der muss papierreich umgetauscht werden, aber dann bin ich stolze Besitzerin einer brandneuen Batterie mit 2 Jahren Garantie. Übrigens wird jetzt auch Pfand auf Rückgabe berechnet, stolze 7, 50 € immerhin. Die berappe ich auch noch.
So, und nun: Mittagspause in der Werkstatt!'ne Dreiviertelstunde sind die Mechaniker zu Tisch. Ich frage, ob der Einbau - wie gewohnt - zum Service dazugehört und höre zu meinem großen Erstaunen: "Nee, da müssen wir 'nen Auftrag für machen."
"Nee, ne? " erwidere ich. "Das gehörte aber mal beim Batteriekauf in Ihrer Filiale dazu." Finstrer Blick vom offensichtlichen Geschäftsführer, der den Kopf schüttelt. "Schon lange nicht mehr", knurrt er. Huch. Gerade bereue ich zum ersten Mal, dass ich nicht zu meiner Hauswerkstatt am Wohnort gefahren bin. Und nicht zum letzten Mal, wie sich herausstellen sollte. Aber das lest ihr in Kapitel 2 beim nächsten Mal. Bleibt neugierig!

Liebe Grüße vom
nicht batteriebetriebenen
Copinchen! :-)



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