Sonntag, 10. Juni 2018

Happy birthday, bezaubernde Jeannie!

Wie die Zeit vergeht! 5 1/2 Jahre ist die bezaubernde Jeannie nun schon ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Seit ich sie mit meinem damaligen Lebensgefährten aus dem ortsansässigen Tierheim holte, ist eine Menge passiert, aber immer ist das pechschwarze, zuckersüße, zeitweise wirklich verschmuste und dabei doch immer mal wieder elfenhaft scheue Wesen eine mehr als angenehme Zeitgenossin gewesen und wird es in Zukunft hoffentlich auch noch lange bleiben. :-)

Die Legende, besser gesagt: Der Aberglaube, der darauf hinweist, dass schwarze Katzen, besonders von links nach rechts den Weg kreuzend, Unglück bringen, konnte die bezaubernde Jeannie bisher erfolgreich widerlegen. Als einzige Ausnahme lasse ich vielleicht gelten, wenn die Mieze besagten Weg auf unserer doch recht steilen Treppe in die oberen Gemächer unglücklich überqueren würde und ich dabei beladen wie ein Packesel, im Dunkeln... aber das würde mit einer roten, weißen, gescheckten, getigerten oder grüngelb karierten Katze dann wohl genauso passieren!

Im Gegenteil. Tage mit Jeannie, die - so wie heute - ohne weiteres entspannt auch draußen auf der Terrasse stattfinden können, sind tatsächlich Tage des Glücks! Völlig ungenervt vom Alltag relaxen wir hier, spielen miteinander, ich kann sie kraulen, während ich diesen Beitrag in den Blog schreibe. Die Sonne scheint dazu, die Jeannie schnurrt.. schlicht und einfach nur a perfect day, an ihrem heutigen 6. Geburtstag. Ich schnurre mit!

Ok, die Mäuse für die Torte sind mir allesamt entkommen und ich bin deshalb auf Erdbeeren ausgewichen, mit denen Jeannie nun nicht allzuviel anfangen kann, aber dafür gibt's ja ihre heiß geliebten Flugleckerlies, die sie - ein Manuel Neuer würde wohl vor Neid erbleichen - elegant und grazil mit ihren Pfötchen aus der Luft fängt, um sie dann genussvoll knuspernd aufzufuttern. Das ist ihr Lieblingsspiel und damit hält sie sich fit, jetzt, wo sie schon ein wenig älter geworden ist. Mit 6 Jahren - also vergleichbar mit den 25. Lebensjahr beim Menschen - ist sie ja nun aus dem Gröbsten raus!

Übrigens hatte ich noch nie ein Haustier, was - von anders gelagerten "Macken" mal abgesehen - so wenig Unsinn im Sinne von Zerstörungsbedürfnis im Kopf hatte als die bezaubernde Jeannie. Das macht sie umso bezaubernder, denn es würde ihr niemals in den Sinn kommen, Tapeten abzukratzen, Möbel zu ruinieren oder einfach nur ihr Geschäftchen in eine Zimmerecke zu machen. Unter normalen Umständen jedenfalls. Seit ich ihr anfangs freundlich, aber konsequent klargemacht habe, dass Katzenpfoten nichts auf einem Tisch zu suchen haben, und sei er noch so sehr mit Leckereien bestückt, reicht ein leises "Jeannie nein..." um sie zu ermahnen, von ihrem wie auch immer gearteten Tun abzubringen. Es war aber bisher noch nicht allzu oft nötig, sie in irgendeiner Form zu ermahnen. Die weiss einfach, wie man sich benimmt! Und das macht sie, ja richtig, noch ein bißchen bezaubernder! ;-)

A propos Leckereien: Hier ist sie ja ein wenig seltsam veranlagt. Sie mag eigentlich nichts, worauf andere Katzen mal so richtig abfahren wie Thunfisch, Milchprodukte, Leberwurst etc. Ich hab es schon öfter versucht, immer mal wieder, aber immer Fehlanzeige. Sie bleibt ihrem Futter (ok, da wechselt die Geschmacksrichtung hin und wieder) treu und ansonsten besteht sie abends auf eine halbe kleine Scheibe gekochten Schinken. Und auch den nur von einer bestimmten Marke, hauchdünn aufgeschnitten. Da ist sie wirklich eigen. Und wenn die halbe Scheibe dann verdrückt ist, in dünnen Streifen geschnitten übrigens, dann will sie auch nicht mehr davon. Bis zum nächsten Mal zum Abendbrotzubereiten in der Küche!

Liebe bezaubernde Jeannie, du bist eine der besten Freundinnen, die ich jemals hatte und ich hab dich wirklich sehr lieb! Bleib noch lange Zeit bei mir und wir sind und bleiben ein tolles Team. Happy birthday, kleine Maus!

Da war sie ja noch klein! :-)

Aber schon immer ziemlich clever!

Jeannie ist kein Wintersport-Fan...

... aber immer der Sonnenschein, auch im November!

Katzensuchbild!

Niemand hat so eine coole Katzentreppe wie Jeannie!

Sauberkeit ist ein Muss...

.. besonders wenn man hoch hinaus will!



Happy birthday, liebe bezaubernde Jeannie! :-)

Montag, 28. Mai 2018

Mäxchen bloggt: Vom Frühsommer und von Schwiegermüttern!

Hallo, liebe Freunde des gepflegten Sonnenbadens, ich melde mich mal wieder aus dem Mehrgenerationenstall, bzw. von der Koppel desjenigen! Denn: Irgendwie ist der Frühling hier komplett ausgefallen und wir wechselten unser Fell, um nicht zu sagen unseren dicken Winterpelz, recht zügig in dieser Saison. Wir feiern heute nicht zum ersten Mal die 30°C-Marke in 2018!
Das heißt: Die nach dem eher langweiligen Winter mit Stall und Paddock heiß ersehnte Weide öffnete sich für uns gut 3 Wochen früher. Es ist phantastisch! Alle haben wieder bessere Laune, sogar meine schwarzfellige Wenigkeit. :-) Der Große Tollpatsch, der in den letzten Zügen des Winters richtig dünn wurde und dementsprechend mies gestimmt war, blüht wieder richtig auf und ist voller Tatendrang. Schlimm gehumpelt hatte er, klagte über Rückenschmerzen und mochte sein Heu nicht mehr fressen, weil das köstliche Grün auch schon etwas früher anfing zu wachsen. Er hatte sogar solche Beschwerden, dass er das eine oder andere Mal krankgefeiert hat. Und mir ahnte schon Übles. Ihr wisst ja, mit Romi im Stall bleiben müssen, während die Rindviecher schön auf der Koppel chillen und grasen dürfen, das geht ja nun mal gar nicht, oder? Das ist ja mein Schicksal, dass ich an seiner Seite bleiben muss, weil der Trampel sonst keinen Stein auf dem anderen lassen würde. Dann wären wir obdachlos und eventuell auch noch heimatlos, weil der Papa-Zweibeiner, dem die Rindviecher gehören, sowieso immer glaubt, dass alles, was kaputt geht, von uns Equiden mutwillig zerstört wurde. Also bitte, wir können doch wirklich kein Wässerchen trüben, außer, man lässt den Großen Tollpatsch alleine im Stall, ohne mich. Dann kann ich wirklich für nix garantieren! ;-)
Der Zerstörer unter uns Stalltieren ist allerdings der Jüngste im Bunde hier, der Sohn der ständig lamentierenden Lotti. Als Teenager neigt er zum Grenzen austesten, und wenn diese Grenzen nun mal ein Holzzaun oder eine Stalltüre sind, dann ist das eben so. Aber nein, da wird dann mir als Zwerg und Shetty wieder die Schuld in die Hüfchen geschoben, wenn mal ein Balken den abgestumpften Hörnchen vom Mini-Dalton nicht standhält. Klar, wer denn sonst. Hab ja sonst nix zu tun, ne?
Übrigens: Lotti oder auch Mama Dalton, sie ist mutmaßlich die lauteste Kuh hier im ganzen Landkreis. Ich mein, der Große hat ja schon immer mal was zu mosern, aber DIE übertrifft alles, was ich bisher an Mäkelig- und Nervigkeit erlebt habe. Und ich habe schon einige Lenze auf der Kruppe, das könnt ihr mir glauben. Dagegen war Romis Mama, die vornehme, aber sehr launische Araberin, ja die reinste Mutter Theresa!
Lotti muht, wenn sie findet, dass das Heu zu trocken oder zu nass ist, das Wasser zu kalt oder zu warm ist, das Gras zu lang oder zu kurz ist, wenn sie Stuhlgang hat, wenn sie ihre Artgenossen herumkommandiert, wenn sie auch welche von unseren Möhren haben will und auch einfach mal nur so. Sie erinnert an eine oberzickige Schwiegermutter, die von der Sorte, die von den Männern der holden Tochter gerne auf den Mond geschossen werden würden. So eine Meckerkuh, und das im wahrsten Sinne des Wortes, hat die Welt noch nicht gesehen bzw. gehört. Unfassbar.Wenn der Papa-Zweibeiner sich nur blicken lässt, muht Lotti wie eine Weltmeisterin. Der versteckt sich schon vor ihr, weil das Gemuhe echt laut ist! Aber wenigstens bin ich daran nicht schuld. Wäre ja auch noch schöner!
Ich hab mir ein bißchen vom Herbstlaub in die kleinen Öhrchen gestopft, um nicht immer vor Schreck halb ohnmächtig zu werden, wenn Lotti mit ihrem Konzert loslegt. Und das Schlimmste ist: Die Resi, das dritte der Daltons, fängt jetzt auch schon damit an. Na, Prost Mahlzeit. Werde demnächst alle 3 beim Supertalent anmelden, der Dieter freut sich bestimmt über solche Auftritte.  Und wer weiß, vielleicht gewinnen sie sogar und bekommen vom Preisgeld einen eigenen Stall...? ;-)

Man wird ja wohl noch träumen dürfen... Oh je, da muht sie schon wieder. Sie möchte in den Stall gelassen werden..

Es grüßt euch
euer Mäxchen (mit einem hoffentlich vorübergehenden Tinnitus)!

Mittwoch, 9. Mai 2018

Musikworkshop 2018 - So schön, schön war die Zeit!

Leute, was war das wieder herrlich! Mitten im Maisommer mit Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius versammelte sich einmal mehr eine Meute von Musikbegeisterten, wie ich es ja auch bin, in einer kleinen Sporthalle mitten im nördlichen Münsterland. Das Ziel: Ein besonderes Programm für ein 50-Jahre-Betriebsjubiläum zusammenzustellen. Besonders ist es nicht nur, weil es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von MusikerInnen und Tänzerinnen mit und ohne Behinderung handelt, sondern weil sich wirklich für jede/n ein Plätzchen findet, um tatkräftig mitzuwirken!

Professionell angeleitet wird der Musikworkshop von sowohl jahrelang banderfahrenen und/oder professionellen MusikerInnen und Sporttherapeutinnen und es ist jedes Mal eine Herausforderung für alle, denn es ist wirklich eine bunte Truppe, die sich hier jedesmal direkt nach Herausgabe der Ausschreibung anmeldet. Es wird gesungen, getanzt und getrommelt, in einer Band gespielt und ausnahmslos jedermann und -frau macht hier voller Elan über die gesamte Distanz von 3 Tagen mit, ohne Ermüdungserscheinungen zu offenbaren. Die "Chefin" vom Dienst ist übrigens die Sängerin und Musikpädagogin Bea Nyga aus Köln, die - selbst im Rollstuhl sitzend - mit ihrer positiven und wirklich hinreißend humorvollen Art imstande ist, jeder Person im Raum innerhalb von wenigen Sekunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich gebe zu, ich bin ein absoluter Fan von Bea, deren konstruktive Kritik sofort Wirkung zeigt, aber immer mit einem charmanten Spruch garniert auch garantiert im Gedächtnis kleben bleibt.

Es wurde im Hintergrund fleißig getextet, transponiert und dann am Feintuning gefeilt und schließlich ein Programm auf die Beine gestellt, dass immer zu einem guten Teil aus den Ideen und Eingebungen der Teilnehmer lebt. Mit ihren äußerst lebendigen "Mitmach-Songs" schafft sie es außerdem, dass niemand einfach auf seinem Stühlchen in der Kennenlernphase kleben bleibt, sondern ruckzuck eine tolle, vom Gemeinschaftsgefühl geprägte Atmosphäre entsteht, die über die Dauer des Workshops durchgängig bestehen bleibt.

Es wurde neben der lockeren Atmosphäre allerdings auch hart gearbeitet, und zwar an Songs und Performances aus so ziemlich allen Epochen der jüngeren Musikgeschichte. Ich nannte es vorhin mal scherzhaft "So schön war die Zeit - Das Musical" und es war tatsächlich ähnlich aufgebaut! Mit Bezug auf das 50jährige Bestehen der WfbM als Ausrichter wurden 3 Strophen gefertigt, die immer wieder unterbrochen wurden von Rock-, Pop- und auch Schlagerklassikern, die aber nie den Bezug zum Hauptthema verloren. So wurde z.B. aus dem Kinderlied von der Biene Maja eine Hommage an die Insel Baltrum (Ziel vieler Freizeiten und Lehrgängen der WbfM mit eigener Immobilie) und auch John Denvers "Country Roads"sowie  die "Straße nach Amarillo"  kündeten von Fernweh und Reiselust in der bevorstehenden Urlaubszeit. Original belassen als eine ziemlich harte Nuss entpuppte sich Mark Forsters "Chöre", gesungen von einem autistischen Zufallsteilnehmer, der die Bandprobe durchs offene Fenster mal zufällig mitgehört und aus dem Kopf tonrein und auswendig mitgesungen hat inklusive der bewundernswerten Tatsache, dass M. den Song auch vor den geladenen Gästen und Publikum einfach mal so vorgetragen hatte. Wir von der Band haben ihn sehr gerne dabei begleitet und alles gegeben, ihm Sicherheit zu geben und das hat sofort funktioniert. Mit Keyboard, Schlagzeug, Trompete, Bass und Akustikgitarren sowie der Percussion-Abteilung wurde M. optimal unterstützt, denn es wurde ein voller Erfolg. Forster, zieh dich warm an, denn M.'s wunderbar samtige, aber energische Stimme hat jeden sofort in seinen Bann gezogen! Und beim Refrain "Und die Chöre singen für dich" hat alles, was in der Halle Stimmbänder besaß, richtig Gas gegeben und gegroovt und er wurde dann auch circa 100x wiederholt. Ein Mega-Gänsehaut-Moment! ;-)

Meine Wenigkeit wurde zur Zugabe mit meiner Duettpartnerin T. ebenfalls ins Rampenlicht gezerrt, obwohl wir eigentlich nur Bea in einer Pause mal unsere Version von Simon & Garfunkels "Sound of Silence" zur gnadenlosen Beurteilung vorgetragen hatten. Da machste das einmal und ratzfatz biste Teil des Programms, sozusagen als Schlussakkord für die leiseren Töne! Sie fands wohl nicht so schlecht! Wir gaben also nochmal alles mit Gesang und nur meiner Gitarre und nachdem es währenddessen mucksmäuschenstill im Saal wurde, brandete nach dem Schluss-A moll ein orkanartiger Applaus auf, der mir nicht zum erstenmal heute die Tränen in die Augen trieb, und das nicht nur, weil das schon wieder das Ende einer Workshopwoche darstellte. Sondern weil ich mich getraut habe, vor Leuten, die ich gar nicht kenne, etwas vorzutragen. Heißen Dank an die tolle T. für diesen wunderbaren Moment! Und nicht nur deshalb "Heiss", weil die Raumtemperatur sich wohl so langsam dem Siedepunkt annäherte.. ;-)
Gelernt habe ich an diesem Tag nicht nur von den Coaches und der Chefin Bea, sondern vor allem von M., der das ja auch einfach so mal wunderbar hinbekommen hat. Auch dafür bin ich ihm mehr als dankbar!

Und wo ich gerade beim Bedanken bin: Einen ebensolchen  an die Initiatoren und ausführenden Menschen des Workshops und auch ausnahmslos allen TeilnehmerInnen und die phantastische Bea Nyga nimmt einen musikalischen Gruß aus meiner Feder (=Tastatur) mit nach Kölle... zu der ihr wohl bekannten Melodie von "Superjeile Zick"!

Hier noch der Link zu Beas Homepage, zum Stöbern und vielleicht auch selbst mal erleben!   https://www.bea-nyga.de/category/ueber-bea/

Sonntag, 29. April 2018

Wartezimmer from Hell: Schöne neue Welt!

Tja, wenn man so ausgeliefert in einem Wartezimmer beim Zahnarzt sitzt, schießen einem ziemlich viele Gedanken durch den Kopf, aber einer überlagert sie alle mühelos. Und der brüllte mittlerweile durch meine Hirnwindungen: "WANN BIN ICH ENDLICH DRAN UND WERDE MEINE SCHMERZEN LOS?" Und direkt dahinter her: "SOS! MAYDAY! HOLT MICH HIER RAUS!" denn der kleine Max bekam nun langsam, aber sicher seine 5 Minuten des Rabaukentums. Längst gab er sich nicht mehr damit zufrieden, mit der flachen Hand an die Wände zu klatzen oder den Matchboxautos eine neue Funktion als Flugobjekte zu verleihen. Nein, nun bekam er auch noch Hunger und die draußen brausende Kirmes bot ja so einiges an Leckereien, gerade für die Kleinen.
"ICH WILL EIN EIS, MAMA!" tat er plötzlich mit kräftiger Stimme kund, dringend an seine Erziehungsberechtigte gewandt.
"Gleich, Schatz. Der Papa muss erst noch..."
"NICHT GLEICH! JETZT! SCHOKO UND VANILLE!" Mäxchen machte gleich Nägel mit Köpfen und gab seine Bestellung auf.
Die Mutter, immer noch in eine Ausgabe der "Landlust" vertieft, schien derlei schon gewöhnt, denn sie blickte nicht mal auf. Stoisch wiederholte sie ihr "Gleich, Schatz, der Papa muss erst.." um an gewohnter Stelle von den Forderungen des Youngsters unterbrochen zu werden. Respekt an die Geduld der Mittzwanzigerin, die hatte anscheinend Nerven wie Drahtseile.
So ging es noch ein wenig hin und her und Loriot hätte an der Szene seine helle Freude gehabt. Ich auch, wären da nicht diese pochenden Schmerzen mit Klopfen und Kieferklemme..
Die magische Tür öffnete sich jetzt wieder und ich hob so hoffnungsvoll den Kopf, als wäre ich eine Verdurstende und jemand reichte mir die letzte Cola vor der Wüste. Aber nein, ein weiteres Frau-Kind-Gespann betrat das Wartezimmer und nahm Plätze ein. Hier handelte es sich aber offenbar bei dem blondschopfigen Jungen um den Patienten, denn er hielt sich die Wange. Die Dame war wohl auch nicht die Mutter des Jungen - ich nenne ihn jetzt mal Moritz - denn sie telefonierte hektisch und gestresst mit wohl eben dieser. "Die Gesundheitskarte hast du.. ja... wann geboren? Ach ja stimmt.... ach, das wird schon nicht so schlimm sein... was? Nee, der sitzt hier neben mir...sind noch 3 vor uns, ja... ja.... das kann noch ein bißchen dauern..... Ok, wir sehen uns. Tschau!"
Hm, dieser Moritz schien das genaue Gegenteil vom Max zu sein. Leise und bleich saß er still auf dem Kinderstühlchen, schüchtern wagte er gar nicht, irgend etwas anzufassen. Während Mäxi immer noch lauthals sein SchoVani-Eis forderte.
Kam ich aus diesem Vorhof der Erziehungshölle jemals wieder heraus? Oder irgendeiner von diesen Personen? Mir kam der Song von den Eagles in den Sinn, Hotel California, und besonders die Textzeile "You can check in every time you want, but you'll never leave..." Ja, willkommen beim Zahnarzt California, mitten in einer bekirmesten Kleinstadt im nördlichen Münsterland. Loriot würde mittlerweile wohl ausrasten vor Begeisterung, würde er noch unter uns weilen.
Das Muttertier schien nun endlich mit der April-Ausgabe der "Landlust" durch zu sein und plötzlich funktionierten ihre kognitiven Fähigkeiten wieder. Sie sprang auf, reichte dem Sprößling seine Jacke und verließ eilig das Wartezimmer. Mit ihm, was ich als sehr wohltuend empfand! Hach! Endlich Ruhe im Saal!
Tja, das dachte ich jedenfalls, denn auf einmal schien sich Moritz an seine Sprache zu erinnern und nörgelte los: "Dauert das noch lange? Mir ist laaaangweiliiig!"
Oh nein, nicht der jetzt auch noch.
Die Dame schob ihm ein Bilderbuch hin. Das gute alte Bilderbuch würde augenblicklich wieder für Ruhe sorgen. Ein Hoch auf..
"Ach maaa. Das kenn ich schon", begehrte der Blondschopf auf und das wiederholte sich bei allen 4 vorhandenen Bilderbüchern. Offenbar saß Moritz öfter in Wartezimmern herum.
Auf einmal hatte die Dame eine ganz grandiose Idee: Sie tippte was auf ihrem Smartphone ein und plötzlich brachen Bagger, Maschinengewehre, Silvesterraketen und Hubschrauber über das kleine Wartezimmer herein. Meine unbegeisterte Mine dazu wurde konsequent ignoriert. Was zum Teufel...?
"WILLKOMMEN ZU EINER NEUEN EPISODE VON 'LEGOLAND IST ABGEBRANNT' auf YOUTUBE. GLEICH GEHTS WEITER NACH EINER KURZEN WERBEUNTERBRECHUNG!"
Das träume ich doch jetzt nur, oder? So wie diese gesamte Zahnschmerzsache doch eigentlich nur ein Alptraum sein kann. Oder? ODER?
Nein. Es ging nach der kurzen Werbeunterbrechung weiter mit dem abgefackelten Legoland, und zwar in voller Lautstärke. Hatte die Dame noch nichts von der segensreichen Erfindung der Ohrstöpsel gehört, die man in einem solchen Fall gerne verwendet? Zur Schonung der noch nicht abgeburnten Umwelt?
Anscheinend nicht, denn sie widmete sich nun in aller Gemütsruhe der Lektüre einer Ausgabe von .. na ratet mal... richtig: Der Landlust.
Nach weiteren 3 Folgen von "LEGOLAND IN GEFAHR" fand sich auch Mäxchen mitsamt Mutter und einem Rieseneis Schoko-Vanille wieder im Wartezimmer ein.
"OH GEIL, JUTJUP-LEGOLAND! MAMA, MACH MA MEIN TABLET AN!"
Und so kam es, dass ich simultan in den Genuss von 2 verschiedenen Episoden von "LEGOLAND IST ABGEBRANNT" kam und ich weiss gar nicht, welche mehr in meinem Schädel dröhnte. Immerhin hielten Max & Moritz derweil die Klappe und als ich ENDLICH ins Behandlungszimmer gerufen wurde, warf mir die Sprechstundenhilfe einen vielsagenden Blick zu.
"Schöne neue Welt, nich?"
Ich nickte bejahend, bevor ich mich in den gefürchteten Stuhl des Zahnarztes begab. Heute aber kam er mir vor wie der Himmel auf Erden.

Mittwoch, 18. April 2018

Das Wartezimmer from Hell - Kirmes innen und außen!

Wenn man von doch recht starken Schmerzen geplagt wird und auch nicht gerade eine ruhige Nacht damit verbracht hat, wenn man sein Gesicht immer stärker anschwellen sieht, feste Nahrung zum Schreckgespenst wird und nicht nur deshalb irgendwie schlechte Laune hat, dann sehnt man sich nur noch danach, dass es endlich aufhört. Aufhört zu puckern und zu pochen, zu schmerzen und zu nerven und dass es einfach wieder so wird wie vorher.
Mit einem Gewissen, das noch schlechter ist als ein Liter Milch, der tagelang in der prallen Sonne stand, erinnere ich mich daran, dass ich im letzten Jahr einen Termin zur Entnahme des nun stark marodierenden Weisheitszahnes aus - ja, aus Feigheit, aus Angst eben - platzen ließ, mit einer eher fadenscheinigen Begründung. Damals war es auch nicht so schlimm gewesen und ich dachte, noch ein paar ruhige Jahre mit ihm gemeinsam verbringen zu können. Dass das blöde Ding so undankbar ist und mir heute die Hölle so heiss macht - wer konnte das denn ahnen? Ok, mein Zahnarzt vielleicht..
Egal. Ich bin im Hier und Jetzt und nachdem ich einen Parkplatz fand, den ich auch nach einer Tortur bestimmt wiederfinden würde, begab ich mich in die Notfallpraxis. Freundlich wurde ich begrüßt, eventuell ein wenig bedauert und zum Warten ins gleichnamige Zimmer geschickt. Drei Patienten, teils mit, teils ohne Begleitung harrten hier schon der Dinge und ich setzte mich brav auf ein Stühlchen, hoffend, dass das hier jetzt ratz-fatz ginge mit der ruhebringenden Erlösung. Denn Ruhe war das zweite, nach dem ich mich sehnte - einfach nur Ruhe haben und einigermaßen schmerzfrei sein. War das denn zuviel verlangt?

Ja, war es. Denn mit der Ruhe war es nicht weit her! Das wurde schlagartig klar, als ein Patient, der seine Kleinfamilie zur moralischen Unterstützung dabei hatte, das Zimmer Richtung Behandlungsraum verließ. Ein kleiner Junge mit Undercut-Frisur nebst seiner jugendlichen Mutter waren wohl Garanten dafür, dass jetzt gleich das Entertainment-Programm losgehen würde. Allerdings nicht das für die leidgeprüften Patienten, sondern eher das für den kleinen Jungen.. ach, ich nenne ihn jetzt einfach mal Max, der Einfachheit halber.
Während man selber als Kind in Wartezimmern immer dazu angehalten wurde, ruhig zu bleiben und anderen Menschen nicht auf den Keks zu gehen, und sich auch weitestgehend daran hielt! - scheint diese goldene Regel stark an Gültigkeit eingebüßt zu haben. Denn - ich ahnte es bereits im Vorfeld - Max hatte jetzt schon keinen Bock mehr, brav mit seinem mitgebrachten Tablet Counter Strike oder ähnlich Wertvolles für Kiddies um die vier Jahre zu zocken. Wenn ich nochmal zurückdenke, waren für Jungs in dem Alter immer Spielzeugautos, Bauklötze und Bilderbücher interessant, aber bloß keine Unordnung in die Spielecke bringen! Für uns Mädels gab es Teddys und Püppchen zum Spielen oder auch mal ein einfaches Puzzle und rosafarbene Bilderbücher ohne Actionhelden. Selten wurden diese Dinge allerdings exzessiv benutzt, denn sie sahen immer aus wie ladenneu und weilten geordnet in einer bunten Kiste, die auch als Notsitz diente, auf ihre Einsätze. Meist saßen wir Kinder doch still und fromm neben unseren Erziehungsberechtigten, denn wir sollten ja niemandem auf den Keks gehen...
Aber die Zeiten haben sich geändert. Das musste ich heute einmal mehr feststellen, als Klein-Max so langsam, aber sicher zu Hochform auflief. Jetzt schubste er die Spielzeugautos carambolageartig vom Kindertischchen und verlangte nach einem Eis. Draußen sei ja schließlich Kirmes, und er müsse hier drinnen darben und auf seinen mutmaßlicheen Erzeuger warten.
Kurzum: Mäxchen quengelte und fing derweil an, mit den Händen lautstark gegen die Regipswände zu klatschen, um seinen Bedürfnissen mehr Nachdruck zu verleihen.
Für eine weitere wartende, wahrscheinlich zahngepeinigte Dame und für mich, die gerade ihre eigene Kirmes im linken hinteren Unterkiefer beherbergte, ein Grund, genervte Blicke gen Himmel zu senden.
Die zahlreich ausgelegten Zeitschriften interessierten mich schon nicht mehr, denn ich konnte mich auf kein geschriebenes Wort mehr konzentrieren, Ein Wunder, dass ich die Autofahrt hierher schon schadlos überstanden hatte, denn meine Fahrkünste waren bereits nach 3 Minuten auf ein Mimimum beschränkt! Die Schmerztabletten, dich ich mir in der Nacht schon eingepfiffen hatte, taten ihr übriges, nur eins nicht mehr: Schmerzen lindern.
Die Mutter des Mäxchens, der mittlerweile dazu übergegangen war, selbige mit den heruntergefallenen Matchboxautos zu traktieren, machte indes einen eher ruhigen Eindruck. Sie schien derlei gewohnt zu sein und hatte bereits resigniert, denn sie studierte dabei scheinbar gelassen eine Ausgabe der "Landlust - das Magazin für Stil und Wohnkultur" aus dem ausliegenden Stapel. Stil und Wohnkultur ging diesem Wartezimmer derweil völlig ab.
Plötzlich öffnete sich die Türe der Hoffnung und die andere Dame wurde gerufen. Wie der geölte Blitz schoss sie der Sprechstundenhilfe hinterher, mich mit meinem Schicksal allein zurücklassend. Mäxchen konnte hingegen nicht anders, in die sich schließende Tür noch einen kleinen VW-Käfer zu werfen, traf allerdings nur die Glasscheibe. Nicht mal dieser Beinahe-Schaden brachte die Mutter zum Aufblicken und belustigt grinste ich in mich hinein und stellte mir vor, wie sehr sie sich wohl nach einem idyllischen Bauernhaus mit weißen Tischdecken, stilvoller Silberdeko und lindgrünen Vorhängen sehnen mochte. Ohne den zerstörerischen Sohnemann, womöglich.
Zwei Dinge würden mir das Leben nun spontan erleichtern: 1. Die Tür ginge auf und ich würde Mutter und Max nun meinerseits innerlich Adieu sagen dürfen oder 2. der Vater kehrte endlich aus der Kammer des Schreckens zurück, nahm Frau und Kind und alle zusammen stürzten sich ins bunte Treiben der Fahrgeschäfte und Losbuden und zu allererst zum Eismann, um Mäxens Hunger auf leere Kohlenhydrate zu stillen.
Eine Uhr hatte ich gar nicht dabei, aber es muss nun schon eine Stunde vergangen sein, seit ich mich still und introvertiert auf mein Stühlchen gesetzt hatte. Aus Gründen gab es auch keine Zeitanzeige im Warteraum. Hm.
Da! Die Tür öffnete sich. Möglichkeit 1. oder 2.?
Irrtum. Aber wenn ihr wissen wollt, welche Option sich nun auftat, dann lest euch auf jeden Fall die nächste Episode des Wartezimmers from Hell durch! ;-)

Sonntag, 15. April 2018

Das Wartezimmer from Hell - Wie alles begann!

Wir alle kennen das wohl leider: Man hat abends schon so ein seltsames Kribbeln in der unteren Gesichtshälfte und am Morgen dann die Bescherung. In diesem Fall leider kein Lottogewinn, sondern eine ziemlich deutlich angeschwollene Gesichtshälfte nebst ebensolchem Übeltäter, einem marodierenden Weisheitszahn. Natürlich nicht ohne epischen Schmerzhintergrund. Das zwiebelt und klopft und puckert!
Ein Blick auf den Kalender verrät mir: Mist. Es ist Samstag morgen and the weekend is just beginning. Na, das wird ja ein Spaß, denn der ganze Zirkus macht nicht den Eindruck, als würde mit einer Kompresse aus Kamille und Salbei direkt alles wieder gut. Selbst die zuverlässigen Schmerztabletten scheinen ohne Wirkung zu bleiben. Und der Montagmorgen ist noch weit! Zu HÜLFE!
Was also tun: Den zahnärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen, natürlich. Und das so schnell wie möglich.
Es ist gerade einmal 7:42 Sternenzeit (weil ich vor Schmerzen Sternchen sehe, die um meinen Zahn der Weisheit zu kreisen scheinen). Also Internet an und recherchieren. Wer würde wohl als dienstbarer Geist zur Verfügung stehen, um mich von der Pein zu befreien? Vielleicht sogar mein neuer Lieblings-Zahndoc?
Das Internet preist auf den entsprechenden Seiten nur eine Service-Hotline für den Landkreis an. Mit einer Bandansage. Willkommen im Jahr 2018.
Die Dame teilt mir hiermit mit, dass ich mich auch für einen anderen Notdienst in einer anderen Stadt entscheiden könne, da in meiner Stadt sowieso kein Notdienst zur Verfügung stünde. Ich überlege genervt, wie weit mich meine Autofahr-Skills wohl noch bringen, wenn ich noch eine ganz kleine Schmerztablette einwerfe. Zunehmend genervt vernehme ich die Bandansagen-Dame, die mir eine Notfallpraxis im Nachbarort anpreist. Alternativlos, wohlgemerkt, obwohl es hier in der Gegend eigentlich eine wahre Zahnärzte-Schwemme gibt. Aber nur diese eine Nummer wird genannt. Ich wähle sie mit zitternden Fingern. Erwähnte ich eigentlich irgendwann schon einmal, dass ich eine Riesenangst vorm Zahnarzt habe? Und dann noch als Notfall!
Aber anders lässt sich der Zustand meines Unterkiefers leider nicht mehr beschönigend beschreiben. Es schmerzt wie Sau, klopft, schwillt immer noch mehr an und ich bekomme den Mund gar nicht mehr auf. Es fühlt sich ein bißchen an wie ein CD-Player-Schlitz am Autoradio, nur mit weniger Spielraum.
"Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar" , teilt mir eine andere, wesentlich strengere Computerdame mit. Ouha.
"Bitte versuchen Sie es später noch einmal!" raunzt sie weiter. Wäre ich ein Cocker-Spaniel, würde ich die Ohren hängen lassen bis auf den Fußboden. Da ringt man sich einmal durch, der Stimme der Vernunft zu folgen und eine Zahnarztpraxis aufzusuchen, bevor man vor Schmerzen explodiert, und dann sowas. Enttäuschend.
Ich beherzige den Tipp und versuche es später noch einmal. Und noch später und noch später und noch später auch noch mal. Und jedesmal verzweifle ich ein bißchen mehr. Komm, einmal noch und... da geht tatsächlich ein MENSCH ans andere Ende der Leitung! Juhu!
Vor lauter Überraschung lasse ich fast das Telefon fallen. Dann melde ich mich aber korrekt und trage mein Anliegen vor.
"Dann sollten Sie aber so schnell wie möglich hier vorbeikommen", schlägt die Nichtcomputerstimme heiter vor. Ja klar, deshalb ruf ich ja an. Bis nächste Woche Donnerstag halte ich das nämlich nicht mehr aus...
"Ich bin in einer Viertelstunde da.." verkünde ich optimistisch. Wo war nochmal die Bahnhofstraße im Nachbarort?
"Hier ist grad Kirmes, da sind die Parkplätze knapp!" Oh nein, auch das noch. Eine komplette Kirmes hab ich gerade im Kopf, da brauche ich nicht noch eine reale. Trotzdem steige ich ins Auto, starte den Motor und begebe mich auf eine Fahrt ins Ungewisse...
Dass meine bösesten Vorahnungen beinahe noch übertroffen werden und wie es weitergeht, erzähle ich im nächsten Teil von "Wartezimmer from hell". Fly on! :-)


Dienstag, 3. April 2018

Mounted Games-Osterferienkurs: Das "freie Training"

Hallo!

In dieser Ferienwoche biete ich in der kleinen Reitschule einen Crashkurs in Mounted Games an und das Angebot war vor Wochen schon ruckzuck ausgebucht. Schön!
Mounted Games sind, wie die meisten schon wissen, Geschicklichkeitsspiele zu Pferd, aber auch mit Bodenpersonal. Es gibt in Deutschland tatsächlich eine eigene Liga für diese aus Großbritannien stammende Pferdesportart, mit strengen Regeln und Richtlinien, wir sehen das hier natürlich etwas lockerer. Im Vordergrund steht der Spaß, der pferdegerechte Umgang und natürlich eine gewisse reiterliche Weiterentwicklung.
Es stehen 4 Pferde/Ponys zur Verfügung, die jeweils mit 2 Reiterinnen ein Team bilden. Darunter zwei Ponys, ein mittelgroßes Großpferd und ein Pferdchen, das sich nicht so recht zwischen Großpferd und Pony sein entscheiden mochte.
In akribischer Kleinarbeit habe ich also ein Programm zusammengestellt aus 5 Stationen aus den original Mounted Games, die wir aber leistungsstandgemäß vereinfacht haben. Die Pferde dürfen im Schritt und Trab geritten werden, so dass die Fußgängerin immer an seiner Seite bleiben können und die Unfallgefahr ein wenig eingedämmt wird. Es wird ohne Bügel geritten, also mit Pad/Voltigurt oder mit Sattel ohne Steigbügel, was den schnellen Wechsel der Reiterin stark vereinfacht.
Die Slalompylonen, Schrittstangen mit blauer Plane darunter als Wassergraben-Fake (ich bin ja immer froh, wenn es nicht so regnet, dass sich Wassergräben von selbst bilden..), ein kleiner Naturhügel, 2 Tonnen, ein Putzkoffer mit 4 Hufkratzern und 6 Eimer bilden im großen Ganzen das Equipment. Die Eimer sind nur für die Fußgänger gedacht oder um etwas hineinzuwerfen, hier haben wir uns für Sockenbündel entschieden.
Die erste Herausforderung war übrigens, die Damen zur Findung eines coolen Teamnamens zu bewegen, das hat recht lange gedauert. Grund: Es sind Ferien und die Gehirne befinden sich anscheinend im Standby-Modus, wie mir eine Teilnehmerin erklärte. Nun denn.
Das heutige Training verlief erfreulich originalgetreu zu der Vorstellung, die ich von der Sache hatte: Schönes Wetter, gut bereitbarer Reitplatz, sehr gut aufgelegte Pferde (die nach den Osterfeiertagen auf ihren Paddocks ausgeruht und fit sind) mit Spaß an der Sache jenseits der Reitstunden-Routine und motivierte Mädels, die immer mehr Zutrauen zu ihren reiterlichen und körpersprachlichen Fähigkeiten entwickelten. Genau das wollte ich vorerst erreichen, und mir hat das Projekt bislang auch sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen, wie es am 2. Tag, ausschaut, da haben wir einen kleinen Wettbewerb in Mounted Games mit anschließender Siegerehrung auf dem Plan. Nach dem Trainingstag heute habe ich keine Bedenken mehr und das ist ein gutes Gefühl! Und so manch ein gelegentlich doch etwas gelangweiltes Schulpferd hatte scheinbar einen neuen Impuls bekommen und war eifrig bei der Sache. Toll zu beobachten! :-)
To be continued....


Empfohlener Beitrag

Eine weihnachtliche Soap-Opera aus irgendeinem Mehrzweckstall im Münsterland! Die HauptdarstellerInnen: Mäxchen Romi aka "...