Tja, wenn man so ausgeliefert in einem Wartezimmer beim Zahnarzt sitzt, schießen einem ziemlich viele Gedanken durch den Kopf, aber einer überlagert sie alle mühelos. Und der brüllte mittlerweile durch meine Hirnwindungen: "WANN BIN ICH ENDLICH DRAN UND WERDE MEINE SCHMERZEN LOS?" Und direkt dahinter her: "SOS! MAYDAY! HOLT MICH HIER RAUS!" denn der kleine Max bekam nun langsam, aber sicher seine 5 Minuten des Rabaukentums. Längst gab er sich nicht mehr damit zufrieden, mit der flachen Hand an die Wände zu klatzen oder den Matchboxautos eine neue Funktion als Flugobjekte zu verleihen. Nein, nun bekam er auch noch Hunger und die draußen brausende Kirmes bot ja so einiges an Leckereien, gerade für die Kleinen.
"ICH WILL EIN EIS, MAMA!" tat er plötzlich mit kräftiger Stimme kund, dringend an seine Erziehungsberechtigte gewandt.
"Gleich, Schatz. Der Papa muss erst noch..."
"NICHT GLEICH! JETZT! SCHOKO UND VANILLE!" Mäxchen machte gleich Nägel mit Köpfen und gab seine Bestellung auf.
Die Mutter, immer noch in eine Ausgabe der "Landlust" vertieft, schien derlei schon gewöhnt, denn sie blickte nicht mal auf. Stoisch wiederholte sie ihr "Gleich, Schatz, der Papa muss erst.." um an gewohnter Stelle von den Forderungen des Youngsters unterbrochen zu werden. Respekt an die Geduld der Mittzwanzigerin, die hatte anscheinend Nerven wie Drahtseile.
So ging es noch ein wenig hin und her und Loriot hätte an der Szene seine helle Freude gehabt. Ich auch, wären da nicht diese pochenden Schmerzen mit Klopfen und Kieferklemme..
Die magische Tür öffnete sich jetzt wieder und ich hob so hoffnungsvoll den Kopf, als wäre ich eine Verdurstende und jemand reichte mir die letzte Cola vor der Wüste. Aber nein, ein weiteres Frau-Kind-Gespann betrat das Wartezimmer und nahm Plätze ein. Hier handelte es sich aber offenbar bei dem blondschopfigen Jungen um den Patienten, denn er hielt sich die Wange. Die Dame war wohl auch nicht die Mutter des Jungen - ich nenne ihn jetzt mal Moritz - denn sie telefonierte hektisch und gestresst mit wohl eben dieser. "Die Gesundheitskarte hast du.. ja... wann geboren? Ach ja stimmt.... ach, das wird schon nicht so schlimm sein... was? Nee, der sitzt hier neben mir...sind noch 3 vor uns, ja... ja.... das kann noch ein bißchen dauern..... Ok, wir sehen uns. Tschau!"
Hm, dieser Moritz schien das genaue Gegenteil vom Max zu sein. Leise und bleich saß er still auf dem Kinderstühlchen, schüchtern wagte er gar nicht, irgend etwas anzufassen. Während Mäxi immer noch lauthals sein SchoVani-Eis forderte.
Kam ich aus diesem Vorhof der Erziehungshölle jemals wieder heraus? Oder irgendeiner von diesen Personen? Mir kam der Song von den Eagles in den Sinn, Hotel California, und besonders die Textzeile "You can check in every time you want, but you'll never leave..." Ja, willkommen beim Zahnarzt California, mitten in einer bekirmesten Kleinstadt im nördlichen Münsterland. Loriot würde mittlerweile wohl ausrasten vor Begeisterung, würde er noch unter uns weilen.
Das Muttertier schien nun endlich mit der April-Ausgabe der "Landlust" durch zu sein und plötzlich funktionierten ihre kognitiven Fähigkeiten wieder. Sie sprang auf, reichte dem Sprößling seine Jacke und verließ eilig das Wartezimmer. Mit ihm, was ich als sehr wohltuend empfand! Hach! Endlich Ruhe im Saal!
Tja, das dachte ich jedenfalls, denn auf einmal schien sich Moritz an seine Sprache zu erinnern und nörgelte los: "Dauert das noch lange? Mir ist laaaangweiliiig!"
Oh nein, nicht der jetzt auch noch.
Die Dame schob ihm ein Bilderbuch hin. Das gute alte Bilderbuch würde augenblicklich wieder für Ruhe sorgen. Ein Hoch auf..
"Ach maaa. Das kenn ich schon", begehrte der Blondschopf auf und das wiederholte sich bei allen 4 vorhandenen Bilderbüchern. Offenbar saß Moritz öfter in Wartezimmern herum.
Auf einmal hatte die Dame eine ganz grandiose Idee: Sie tippte was auf ihrem Smartphone ein und plötzlich brachen Bagger, Maschinengewehre, Silvesterraketen und Hubschrauber über das kleine Wartezimmer herein. Meine unbegeisterte Mine dazu wurde konsequent ignoriert. Was zum Teufel...?
"WILLKOMMEN ZU EINER NEUEN EPISODE VON 'LEGOLAND IST ABGEBRANNT' auf YOUTUBE. GLEICH GEHTS WEITER NACH EINER KURZEN WERBEUNTERBRECHUNG!"
Das träume ich doch jetzt nur, oder? So wie diese gesamte Zahnschmerzsache doch eigentlich nur ein Alptraum sein kann. Oder? ODER?
Nein. Es ging nach der kurzen Werbeunterbrechung weiter mit dem abgefackelten Legoland, und zwar in voller Lautstärke. Hatte die Dame noch nichts von der segensreichen Erfindung der Ohrstöpsel gehört, die man in einem solchen Fall gerne verwendet? Zur Schonung der noch nicht abgeburnten Umwelt?
Anscheinend nicht, denn sie widmete sich nun in aller Gemütsruhe der Lektüre einer Ausgabe von .. na ratet mal... richtig: Der Landlust.
Nach weiteren 3 Folgen von "LEGOLAND IN GEFAHR" fand sich auch Mäxchen mitsamt Mutter und einem Rieseneis Schoko-Vanille wieder im Wartezimmer ein.
"OH GEIL, JUTJUP-LEGOLAND! MAMA, MACH MA MEIN TABLET AN!"
Und so kam es, dass ich simultan in den Genuss von 2 verschiedenen Episoden von "LEGOLAND IST ABGEBRANNT" kam und ich weiss gar nicht, welche mehr in meinem Schädel dröhnte. Immerhin hielten Max & Moritz derweil die Klappe und als ich ENDLICH ins Behandlungszimmer gerufen wurde, warf mir die Sprechstundenhilfe einen vielsagenden Blick zu.
"Schöne neue Welt, nich?"
Ich nickte bejahend, bevor ich mich in den gefürchteten Stuhl des Zahnarztes begab. Heute aber kam er mir vor wie der Himmel auf Erden.
BEYOND GOOD AND EVIL - WELCOME TO MY WORLD! Das Leben ist kein Ponyhof und manchmal bekommt die zweite Maus erst den Käse. Hier bekommt ihr einen kleinen Eindruck meiner Gedanken über alltägliche Dinge, mit denen wir uns herumschlagen müssen, meine Tiere und den Rest der Welt. :-) Ihr könnt mich auf Twitter treffen unter @Copine001!
Sonntag, 29. April 2018
Mittwoch, 18. April 2018
Das Wartezimmer from Hell - Kirmes innen und außen!
Wenn man von doch recht starken Schmerzen geplagt wird und auch nicht gerade eine ruhige Nacht damit verbracht hat, wenn man sein Gesicht immer stärker anschwellen sieht, feste Nahrung zum Schreckgespenst wird und nicht nur deshalb irgendwie schlechte Laune hat, dann sehnt man sich nur noch danach, dass es endlich aufhört. Aufhört zu puckern und zu pochen, zu schmerzen und zu nerven und dass es einfach wieder so wird wie vorher.
Mit einem Gewissen, das noch schlechter ist als ein Liter Milch, der tagelang in der prallen Sonne stand, erinnere ich mich daran, dass ich im letzten Jahr einen Termin zur Entnahme des nun stark marodierenden Weisheitszahnes aus - ja, aus Feigheit, aus Angst eben - platzen ließ, mit einer eher fadenscheinigen Begründung. Damals war es auch nicht so schlimm gewesen und ich dachte, noch ein paar ruhige Jahre mit ihm gemeinsam verbringen zu können. Dass das blöde Ding so undankbar ist und mir heute die Hölle so heiss macht - wer konnte das denn ahnen? Ok, mein Zahnarzt vielleicht..
Egal. Ich bin im Hier und Jetzt und nachdem ich einen Parkplatz fand, den ich auch nach einer Tortur bestimmt wiederfinden würde, begab ich mich in die Notfallpraxis. Freundlich wurde ich begrüßt, eventuell ein wenig bedauert und zum Warten ins gleichnamige Zimmer geschickt. Drei Patienten, teils mit, teils ohne Begleitung harrten hier schon der Dinge und ich setzte mich brav auf ein Stühlchen, hoffend, dass das hier jetzt ratz-fatz ginge mit der ruhebringenden Erlösung. Denn Ruhe war das zweite, nach dem ich mich sehnte - einfach nur Ruhe haben und einigermaßen schmerzfrei sein. War das denn zuviel verlangt?
Ja, war es. Denn mit der Ruhe war es nicht weit her! Das wurde schlagartig klar, als ein Patient, der seine Kleinfamilie zur moralischen Unterstützung dabei hatte, das Zimmer Richtung Behandlungsraum verließ. Ein kleiner Junge mit Undercut-Frisur nebst seiner jugendlichen Mutter waren wohl Garanten dafür, dass jetzt gleich das Entertainment-Programm losgehen würde. Allerdings nicht das für die leidgeprüften Patienten, sondern eher das für den kleinen Jungen.. ach, ich nenne ihn jetzt einfach mal Max, der Einfachheit halber.
Während man selber als Kind in Wartezimmern immer dazu angehalten wurde, ruhig zu bleiben und anderen Menschen nicht auf den Keks zu gehen, und sich auch weitestgehend daran hielt! - scheint diese goldene Regel stark an Gültigkeit eingebüßt zu haben. Denn - ich ahnte es bereits im Vorfeld - Max hatte jetzt schon keinen Bock mehr, brav mit seinem mitgebrachten Tablet Counter Strike oder ähnlich Wertvolles für Kiddies um die vier Jahre zu zocken. Wenn ich nochmal zurückdenke, waren für Jungs in dem Alter immer Spielzeugautos, Bauklötze und Bilderbücher interessant, aber bloß keine Unordnung in die Spielecke bringen! Für uns Mädels gab es Teddys und Püppchen zum Spielen oder auch mal ein einfaches Puzzle und rosafarbene Bilderbücher ohne Actionhelden. Selten wurden diese Dinge allerdings exzessiv benutzt, denn sie sahen immer aus wie ladenneu und weilten geordnet in einer bunten Kiste, die auch als Notsitz diente, auf ihre Einsätze. Meist saßen wir Kinder doch still und fromm neben unseren Erziehungsberechtigten, denn wir sollten ja niemandem auf den Keks gehen...
Aber die Zeiten haben sich geändert. Das musste ich heute einmal mehr feststellen, als Klein-Max so langsam, aber sicher zu Hochform auflief. Jetzt schubste er die Spielzeugautos carambolageartig vom Kindertischchen und verlangte nach einem Eis. Draußen sei ja schließlich Kirmes, und er müsse hier drinnen darben und auf seinen mutmaßlicheen Erzeuger warten.
Kurzum: Mäxchen quengelte und fing derweil an, mit den Händen lautstark gegen die Regipswände zu klatschen, um seinen Bedürfnissen mehr Nachdruck zu verleihen.
Für eine weitere wartende, wahrscheinlich zahngepeinigte Dame und für mich, die gerade ihre eigene Kirmes im linken hinteren Unterkiefer beherbergte, ein Grund, genervte Blicke gen Himmel zu senden.
Die zahlreich ausgelegten Zeitschriften interessierten mich schon nicht mehr, denn ich konnte mich auf kein geschriebenes Wort mehr konzentrieren, Ein Wunder, dass ich die Autofahrt hierher schon schadlos überstanden hatte, denn meine Fahrkünste waren bereits nach 3 Minuten auf ein Mimimum beschränkt! Die Schmerztabletten, dich ich mir in der Nacht schon eingepfiffen hatte, taten ihr übriges, nur eins nicht mehr: Schmerzen lindern.
Die Mutter des Mäxchens, der mittlerweile dazu übergegangen war, selbige mit den heruntergefallenen Matchboxautos zu traktieren, machte indes einen eher ruhigen Eindruck. Sie schien derlei gewohnt zu sein und hatte bereits resigniert, denn sie studierte dabei scheinbar gelassen eine Ausgabe der "Landlust - das Magazin für Stil und Wohnkultur" aus dem ausliegenden Stapel. Stil und Wohnkultur ging diesem Wartezimmer derweil völlig ab.
Plötzlich öffnete sich die Türe der Hoffnung und die andere Dame wurde gerufen. Wie der geölte Blitz schoss sie der Sprechstundenhilfe hinterher, mich mit meinem Schicksal allein zurücklassend. Mäxchen konnte hingegen nicht anders, in die sich schließende Tür noch einen kleinen VW-Käfer zu werfen, traf allerdings nur die Glasscheibe. Nicht mal dieser Beinahe-Schaden brachte die Mutter zum Aufblicken und belustigt grinste ich in mich hinein und stellte mir vor, wie sehr sie sich wohl nach einem idyllischen Bauernhaus mit weißen Tischdecken, stilvoller Silberdeko und lindgrünen Vorhängen sehnen mochte. Ohne den zerstörerischen Sohnemann, womöglich.
Zwei Dinge würden mir das Leben nun spontan erleichtern: 1. Die Tür ginge auf und ich würde Mutter und Max nun meinerseits innerlich Adieu sagen dürfen oder 2. der Vater kehrte endlich aus der Kammer des Schreckens zurück, nahm Frau und Kind und alle zusammen stürzten sich ins bunte Treiben der Fahrgeschäfte und Losbuden und zu allererst zum Eismann, um Mäxens Hunger auf leere Kohlenhydrate zu stillen.
Eine Uhr hatte ich gar nicht dabei, aber es muss nun schon eine Stunde vergangen sein, seit ich mich still und introvertiert auf mein Stühlchen gesetzt hatte. Aus Gründen gab es auch keine Zeitanzeige im Warteraum. Hm.
Da! Die Tür öffnete sich. Möglichkeit 1. oder 2.?
Irrtum. Aber wenn ihr wissen wollt, welche Option sich nun auftat, dann lest euch auf jeden Fall die nächste Episode des Wartezimmers from Hell durch! ;-)
Mit einem Gewissen, das noch schlechter ist als ein Liter Milch, der tagelang in der prallen Sonne stand, erinnere ich mich daran, dass ich im letzten Jahr einen Termin zur Entnahme des nun stark marodierenden Weisheitszahnes aus - ja, aus Feigheit, aus Angst eben - platzen ließ, mit einer eher fadenscheinigen Begründung. Damals war es auch nicht so schlimm gewesen und ich dachte, noch ein paar ruhige Jahre mit ihm gemeinsam verbringen zu können. Dass das blöde Ding so undankbar ist und mir heute die Hölle so heiss macht - wer konnte das denn ahnen? Ok, mein Zahnarzt vielleicht..
Egal. Ich bin im Hier und Jetzt und nachdem ich einen Parkplatz fand, den ich auch nach einer Tortur bestimmt wiederfinden würde, begab ich mich in die Notfallpraxis. Freundlich wurde ich begrüßt, eventuell ein wenig bedauert und zum Warten ins gleichnamige Zimmer geschickt. Drei Patienten, teils mit, teils ohne Begleitung harrten hier schon der Dinge und ich setzte mich brav auf ein Stühlchen, hoffend, dass das hier jetzt ratz-fatz ginge mit der ruhebringenden Erlösung. Denn Ruhe war das zweite, nach dem ich mich sehnte - einfach nur Ruhe haben und einigermaßen schmerzfrei sein. War das denn zuviel verlangt?
Ja, war es. Denn mit der Ruhe war es nicht weit her! Das wurde schlagartig klar, als ein Patient, der seine Kleinfamilie zur moralischen Unterstützung dabei hatte, das Zimmer Richtung Behandlungsraum verließ. Ein kleiner Junge mit Undercut-Frisur nebst seiner jugendlichen Mutter waren wohl Garanten dafür, dass jetzt gleich das Entertainment-Programm losgehen würde. Allerdings nicht das für die leidgeprüften Patienten, sondern eher das für den kleinen Jungen.. ach, ich nenne ihn jetzt einfach mal Max, der Einfachheit halber.
Während man selber als Kind in Wartezimmern immer dazu angehalten wurde, ruhig zu bleiben und anderen Menschen nicht auf den Keks zu gehen, und sich auch weitestgehend daran hielt! - scheint diese goldene Regel stark an Gültigkeit eingebüßt zu haben. Denn - ich ahnte es bereits im Vorfeld - Max hatte jetzt schon keinen Bock mehr, brav mit seinem mitgebrachten Tablet Counter Strike oder ähnlich Wertvolles für Kiddies um die vier Jahre zu zocken. Wenn ich nochmal zurückdenke, waren für Jungs in dem Alter immer Spielzeugautos, Bauklötze und Bilderbücher interessant, aber bloß keine Unordnung in die Spielecke bringen! Für uns Mädels gab es Teddys und Püppchen zum Spielen oder auch mal ein einfaches Puzzle und rosafarbene Bilderbücher ohne Actionhelden. Selten wurden diese Dinge allerdings exzessiv benutzt, denn sie sahen immer aus wie ladenneu und weilten geordnet in einer bunten Kiste, die auch als Notsitz diente, auf ihre Einsätze. Meist saßen wir Kinder doch still und fromm neben unseren Erziehungsberechtigten, denn wir sollten ja niemandem auf den Keks gehen...
Aber die Zeiten haben sich geändert. Das musste ich heute einmal mehr feststellen, als Klein-Max so langsam, aber sicher zu Hochform auflief. Jetzt schubste er die Spielzeugautos carambolageartig vom Kindertischchen und verlangte nach einem Eis. Draußen sei ja schließlich Kirmes, und er müsse hier drinnen darben und auf seinen mutmaßlicheen Erzeuger warten.
Kurzum: Mäxchen quengelte und fing derweil an, mit den Händen lautstark gegen die Regipswände zu klatschen, um seinen Bedürfnissen mehr Nachdruck zu verleihen.
Für eine weitere wartende, wahrscheinlich zahngepeinigte Dame und für mich, die gerade ihre eigene Kirmes im linken hinteren Unterkiefer beherbergte, ein Grund, genervte Blicke gen Himmel zu senden.
Die zahlreich ausgelegten Zeitschriften interessierten mich schon nicht mehr, denn ich konnte mich auf kein geschriebenes Wort mehr konzentrieren, Ein Wunder, dass ich die Autofahrt hierher schon schadlos überstanden hatte, denn meine Fahrkünste waren bereits nach 3 Minuten auf ein Mimimum beschränkt! Die Schmerztabletten, dich ich mir in der Nacht schon eingepfiffen hatte, taten ihr übriges, nur eins nicht mehr: Schmerzen lindern.
Die Mutter des Mäxchens, der mittlerweile dazu übergegangen war, selbige mit den heruntergefallenen Matchboxautos zu traktieren, machte indes einen eher ruhigen Eindruck. Sie schien derlei gewohnt zu sein und hatte bereits resigniert, denn sie studierte dabei scheinbar gelassen eine Ausgabe der "Landlust - das Magazin für Stil und Wohnkultur" aus dem ausliegenden Stapel. Stil und Wohnkultur ging diesem Wartezimmer derweil völlig ab.
Plötzlich öffnete sich die Türe der Hoffnung und die andere Dame wurde gerufen. Wie der geölte Blitz schoss sie der Sprechstundenhilfe hinterher, mich mit meinem Schicksal allein zurücklassend. Mäxchen konnte hingegen nicht anders, in die sich schließende Tür noch einen kleinen VW-Käfer zu werfen, traf allerdings nur die Glasscheibe. Nicht mal dieser Beinahe-Schaden brachte die Mutter zum Aufblicken und belustigt grinste ich in mich hinein und stellte mir vor, wie sehr sie sich wohl nach einem idyllischen Bauernhaus mit weißen Tischdecken, stilvoller Silberdeko und lindgrünen Vorhängen sehnen mochte. Ohne den zerstörerischen Sohnemann, womöglich.
Zwei Dinge würden mir das Leben nun spontan erleichtern: 1. Die Tür ginge auf und ich würde Mutter und Max nun meinerseits innerlich Adieu sagen dürfen oder 2. der Vater kehrte endlich aus der Kammer des Schreckens zurück, nahm Frau und Kind und alle zusammen stürzten sich ins bunte Treiben der Fahrgeschäfte und Losbuden und zu allererst zum Eismann, um Mäxens Hunger auf leere Kohlenhydrate zu stillen.
Eine Uhr hatte ich gar nicht dabei, aber es muss nun schon eine Stunde vergangen sein, seit ich mich still und introvertiert auf mein Stühlchen gesetzt hatte. Aus Gründen gab es auch keine Zeitanzeige im Warteraum. Hm.
Da! Die Tür öffnete sich. Möglichkeit 1. oder 2.?
Irrtum. Aber wenn ihr wissen wollt, welche Option sich nun auftat, dann lest euch auf jeden Fall die nächste Episode des Wartezimmers from Hell durch! ;-)
Sonntag, 15. April 2018
Das Wartezimmer from Hell - Wie alles begann!
Wir alle kennen das wohl leider: Man hat abends schon so ein seltsames Kribbeln in der unteren Gesichtshälfte und am Morgen dann die Bescherung. In diesem Fall leider kein Lottogewinn, sondern eine ziemlich deutlich angeschwollene Gesichtshälfte nebst ebensolchem Übeltäter, einem marodierenden Weisheitszahn. Natürlich nicht ohne epischen Schmerzhintergrund. Das zwiebelt und klopft und puckert!
Ein Blick auf den Kalender verrät mir: Mist. Es ist Samstag morgen and the weekend is just beginning. Na, das wird ja ein Spaß, denn der ganze Zirkus macht nicht den Eindruck, als würde mit einer Kompresse aus Kamille und Salbei direkt alles wieder gut. Selbst die zuverlässigen Schmerztabletten scheinen ohne Wirkung zu bleiben. Und der Montagmorgen ist noch weit! Zu HÜLFE!
Was also tun: Den zahnärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen, natürlich. Und das so schnell wie möglich.
Es ist gerade einmal 7:42 Sternenzeit (weil ich vor Schmerzen Sternchen sehe, die um meinen Zahn der Weisheit zu kreisen scheinen). Also Internet an und recherchieren. Wer würde wohl als dienstbarer Geist zur Verfügung stehen, um mich von der Pein zu befreien? Vielleicht sogar mein neuer Lieblings-Zahndoc?
Das Internet preist auf den entsprechenden Seiten nur eine Service-Hotline für den Landkreis an. Mit einer Bandansage. Willkommen im Jahr 2018.
Die Dame teilt mir hiermit mit, dass ich mich auch für einen anderen Notdienst in einer anderen Stadt entscheiden könne, da in meiner Stadt sowieso kein Notdienst zur Verfügung stünde. Ich überlege genervt, wie weit mich meine Autofahr-Skills wohl noch bringen, wenn ich noch eine ganz kleine Schmerztablette einwerfe. Zunehmend genervt vernehme ich die Bandansagen-Dame, die mir eine Notfallpraxis im Nachbarort anpreist. Alternativlos, wohlgemerkt, obwohl es hier in der Gegend eigentlich eine wahre Zahnärzte-Schwemme gibt. Aber nur diese eine Nummer wird genannt. Ich wähle sie mit zitternden Fingern. Erwähnte ich eigentlich irgendwann schon einmal, dass ich eine Riesenangst vorm Zahnarzt habe? Und dann noch als Notfall!
Aber anders lässt sich der Zustand meines Unterkiefers leider nicht mehr beschönigend beschreiben. Es schmerzt wie Sau, klopft, schwillt immer noch mehr an und ich bekomme den Mund gar nicht mehr auf. Es fühlt sich ein bißchen an wie ein CD-Player-Schlitz am Autoradio, nur mit weniger Spielraum.
"Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar" , teilt mir eine andere, wesentlich strengere Computerdame mit. Ouha.
"Bitte versuchen Sie es später noch einmal!" raunzt sie weiter. Wäre ich ein Cocker-Spaniel, würde ich die Ohren hängen lassen bis auf den Fußboden. Da ringt man sich einmal durch, der Stimme der Vernunft zu folgen und eine Zahnarztpraxis aufzusuchen, bevor man vor Schmerzen explodiert, und dann sowas. Enttäuschend.
Ich beherzige den Tipp und versuche es später noch einmal. Und noch später und noch später und noch später auch noch mal. Und jedesmal verzweifle ich ein bißchen mehr. Komm, einmal noch und... da geht tatsächlich ein MENSCH ans andere Ende der Leitung! Juhu!
Vor lauter Überraschung lasse ich fast das Telefon fallen. Dann melde ich mich aber korrekt und trage mein Anliegen vor.
"Dann sollten Sie aber so schnell wie möglich hier vorbeikommen", schlägt die Nichtcomputerstimme heiter vor. Ja klar, deshalb ruf ich ja an. Bis nächste Woche Donnerstag halte ich das nämlich nicht mehr aus...
"Ich bin in einer Viertelstunde da.." verkünde ich optimistisch. Wo war nochmal die Bahnhofstraße im Nachbarort?
"Hier ist grad Kirmes, da sind die Parkplätze knapp!" Oh nein, auch das noch. Eine komplette Kirmes hab ich gerade im Kopf, da brauche ich nicht noch eine reale. Trotzdem steige ich ins Auto, starte den Motor und begebe mich auf eine Fahrt ins Ungewisse...
Dass meine bösesten Vorahnungen beinahe noch übertroffen werden und wie es weitergeht, erzähle ich im nächsten Teil von "Wartezimmer from hell". Fly on! :-)
Ein Blick auf den Kalender verrät mir: Mist. Es ist Samstag morgen and the weekend is just beginning. Na, das wird ja ein Spaß, denn der ganze Zirkus macht nicht den Eindruck, als würde mit einer Kompresse aus Kamille und Salbei direkt alles wieder gut. Selbst die zuverlässigen Schmerztabletten scheinen ohne Wirkung zu bleiben. Und der Montagmorgen ist noch weit! Zu HÜLFE!
Was also tun: Den zahnärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen, natürlich. Und das so schnell wie möglich.
Es ist gerade einmal 7:42 Sternenzeit (weil ich vor Schmerzen Sternchen sehe, die um meinen Zahn der Weisheit zu kreisen scheinen). Also Internet an und recherchieren. Wer würde wohl als dienstbarer Geist zur Verfügung stehen, um mich von der Pein zu befreien? Vielleicht sogar mein neuer Lieblings-Zahndoc?
Das Internet preist auf den entsprechenden Seiten nur eine Service-Hotline für den Landkreis an. Mit einer Bandansage. Willkommen im Jahr 2018.
Die Dame teilt mir hiermit mit, dass ich mich auch für einen anderen Notdienst in einer anderen Stadt entscheiden könne, da in meiner Stadt sowieso kein Notdienst zur Verfügung stünde. Ich überlege genervt, wie weit mich meine Autofahr-Skills wohl noch bringen, wenn ich noch eine ganz kleine Schmerztablette einwerfe. Zunehmend genervt vernehme ich die Bandansagen-Dame, die mir eine Notfallpraxis im Nachbarort anpreist. Alternativlos, wohlgemerkt, obwohl es hier in der Gegend eigentlich eine wahre Zahnärzte-Schwemme gibt. Aber nur diese eine Nummer wird genannt. Ich wähle sie mit zitternden Fingern. Erwähnte ich eigentlich irgendwann schon einmal, dass ich eine Riesenangst vorm Zahnarzt habe? Und dann noch als Notfall!
Aber anders lässt sich der Zustand meines Unterkiefers leider nicht mehr beschönigend beschreiben. Es schmerzt wie Sau, klopft, schwillt immer noch mehr an und ich bekomme den Mund gar nicht mehr auf. Es fühlt sich ein bißchen an wie ein CD-Player-Schlitz am Autoradio, nur mit weniger Spielraum.
"Der gewünschte Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar" , teilt mir eine andere, wesentlich strengere Computerdame mit. Ouha.
"Bitte versuchen Sie es später noch einmal!" raunzt sie weiter. Wäre ich ein Cocker-Spaniel, würde ich die Ohren hängen lassen bis auf den Fußboden. Da ringt man sich einmal durch, der Stimme der Vernunft zu folgen und eine Zahnarztpraxis aufzusuchen, bevor man vor Schmerzen explodiert, und dann sowas. Enttäuschend.
Ich beherzige den Tipp und versuche es später noch einmal. Und noch später und noch später und noch später auch noch mal. Und jedesmal verzweifle ich ein bißchen mehr. Komm, einmal noch und... da geht tatsächlich ein MENSCH ans andere Ende der Leitung! Juhu!
Vor lauter Überraschung lasse ich fast das Telefon fallen. Dann melde ich mich aber korrekt und trage mein Anliegen vor.
"Dann sollten Sie aber so schnell wie möglich hier vorbeikommen", schlägt die Nichtcomputerstimme heiter vor. Ja klar, deshalb ruf ich ja an. Bis nächste Woche Donnerstag halte ich das nämlich nicht mehr aus...
"Ich bin in einer Viertelstunde da.." verkünde ich optimistisch. Wo war nochmal die Bahnhofstraße im Nachbarort?
"Hier ist grad Kirmes, da sind die Parkplätze knapp!" Oh nein, auch das noch. Eine komplette Kirmes hab ich gerade im Kopf, da brauche ich nicht noch eine reale. Trotzdem steige ich ins Auto, starte den Motor und begebe mich auf eine Fahrt ins Ungewisse...
Dass meine bösesten Vorahnungen beinahe noch übertroffen werden und wie es weitergeht, erzähle ich im nächsten Teil von "Wartezimmer from hell". Fly on! :-)
Dienstag, 3. April 2018
Mounted Games-Osterferienkurs: Das "freie Training"
Hallo!
In dieser Ferienwoche biete ich in der kleinen Reitschule einen Crashkurs in Mounted Games an und das Angebot war vor Wochen schon ruckzuck ausgebucht. Schön!
Mounted Games sind, wie die meisten schon wissen, Geschicklichkeitsspiele zu Pferd, aber auch mit Bodenpersonal. Es gibt in Deutschland tatsächlich eine eigene Liga für diese aus Großbritannien stammende Pferdesportart, mit strengen Regeln und Richtlinien, wir sehen das hier natürlich etwas lockerer. Im Vordergrund steht der Spaß, der pferdegerechte Umgang und natürlich eine gewisse reiterliche Weiterentwicklung.
Es stehen 4 Pferde/Ponys zur Verfügung, die jeweils mit 2 Reiterinnen ein Team bilden. Darunter zwei Ponys, ein mittelgroßes Großpferd und ein Pferdchen, das sich nicht so recht zwischen Großpferd und Pony sein entscheiden mochte.
In akribischer Kleinarbeit habe ich also ein Programm zusammengestellt aus 5 Stationen aus den original Mounted Games, die wir aber leistungsstandgemäß vereinfacht haben. Die Pferde dürfen im Schritt und Trab geritten werden, so dass die Fußgängerin immer an seiner Seite bleiben können und die Unfallgefahr ein wenig eingedämmt wird. Es wird ohne Bügel geritten, also mit Pad/Voltigurt oder mit Sattel ohne Steigbügel, was den schnellen Wechsel der Reiterin stark vereinfacht.
Die Slalompylonen, Schrittstangen mit blauer Plane darunter als Wassergraben-Fake (ich bin ja immer froh, wenn es nicht so regnet, dass sich Wassergräben von selbst bilden..), ein kleiner Naturhügel, 2 Tonnen, ein Putzkoffer mit 4 Hufkratzern und 6 Eimer bilden im großen Ganzen das Equipment. Die Eimer sind nur für die Fußgänger gedacht oder um etwas hineinzuwerfen, hier haben wir uns für Sockenbündel entschieden.
Die erste Herausforderung war übrigens, die Damen zur Findung eines coolen Teamnamens zu bewegen, das hat recht lange gedauert. Grund: Es sind Ferien und die Gehirne befinden sich anscheinend im Standby-Modus, wie mir eine Teilnehmerin erklärte. Nun denn.
Das heutige Training verlief erfreulich originalgetreu zu der Vorstellung, die ich von der Sache hatte: Schönes Wetter, gut bereitbarer Reitplatz, sehr gut aufgelegte Pferde (die nach den Osterfeiertagen auf ihren Paddocks ausgeruht und fit sind) mit Spaß an der Sache jenseits der Reitstunden-Routine und motivierte Mädels, die immer mehr Zutrauen zu ihren reiterlichen und körpersprachlichen Fähigkeiten entwickelten. Genau das wollte ich vorerst erreichen, und mir hat das Projekt bislang auch sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen, wie es am 2. Tag, ausschaut, da haben wir einen kleinen Wettbewerb in Mounted Games mit anschließender Siegerehrung auf dem Plan. Nach dem Trainingstag heute habe ich keine Bedenken mehr und das ist ein gutes Gefühl! Und so manch ein gelegentlich doch etwas gelangweiltes Schulpferd hatte scheinbar einen neuen Impuls bekommen und war eifrig bei der Sache. Toll zu beobachten! :-)
To be continued....
In dieser Ferienwoche biete ich in der kleinen Reitschule einen Crashkurs in Mounted Games an und das Angebot war vor Wochen schon ruckzuck ausgebucht. Schön!
Mounted Games sind, wie die meisten schon wissen, Geschicklichkeitsspiele zu Pferd, aber auch mit Bodenpersonal. Es gibt in Deutschland tatsächlich eine eigene Liga für diese aus Großbritannien stammende Pferdesportart, mit strengen Regeln und Richtlinien, wir sehen das hier natürlich etwas lockerer. Im Vordergrund steht der Spaß, der pferdegerechte Umgang und natürlich eine gewisse reiterliche Weiterentwicklung.
Es stehen 4 Pferde/Ponys zur Verfügung, die jeweils mit 2 Reiterinnen ein Team bilden. Darunter zwei Ponys, ein mittelgroßes Großpferd und ein Pferdchen, das sich nicht so recht zwischen Großpferd und Pony sein entscheiden mochte.
In akribischer Kleinarbeit habe ich also ein Programm zusammengestellt aus 5 Stationen aus den original Mounted Games, die wir aber leistungsstandgemäß vereinfacht haben. Die Pferde dürfen im Schritt und Trab geritten werden, so dass die Fußgängerin immer an seiner Seite bleiben können und die Unfallgefahr ein wenig eingedämmt wird. Es wird ohne Bügel geritten, also mit Pad/Voltigurt oder mit Sattel ohne Steigbügel, was den schnellen Wechsel der Reiterin stark vereinfacht.
Die Slalompylonen, Schrittstangen mit blauer Plane darunter als Wassergraben-Fake (ich bin ja immer froh, wenn es nicht so regnet, dass sich Wassergräben von selbst bilden..), ein kleiner Naturhügel, 2 Tonnen, ein Putzkoffer mit 4 Hufkratzern und 6 Eimer bilden im großen Ganzen das Equipment. Die Eimer sind nur für die Fußgänger gedacht oder um etwas hineinzuwerfen, hier haben wir uns für Sockenbündel entschieden.
Die erste Herausforderung war übrigens, die Damen zur Findung eines coolen Teamnamens zu bewegen, das hat recht lange gedauert. Grund: Es sind Ferien und die Gehirne befinden sich anscheinend im Standby-Modus, wie mir eine Teilnehmerin erklärte. Nun denn.
Das heutige Training verlief erfreulich originalgetreu zu der Vorstellung, die ich von der Sache hatte: Schönes Wetter, gut bereitbarer Reitplatz, sehr gut aufgelegte Pferde (die nach den Osterfeiertagen auf ihren Paddocks ausgeruht und fit sind) mit Spaß an der Sache jenseits der Reitstunden-Routine und motivierte Mädels, die immer mehr Zutrauen zu ihren reiterlichen und körpersprachlichen Fähigkeiten entwickelten. Genau das wollte ich vorerst erreichen, und mir hat das Projekt bislang auch sehr viel Spaß gemacht. Mal sehen, wie es am 2. Tag, ausschaut, da haben wir einen kleinen Wettbewerb in Mounted Games mit anschließender Siegerehrung auf dem Plan. Nach dem Trainingstag heute habe ich keine Bedenken mehr und das ist ein gutes Gefühl! Und so manch ein gelegentlich doch etwas gelangweiltes Schulpferd hatte scheinbar einen neuen Impuls bekommen und war eifrig bei der Sache. Toll zu beobachten! :-)
To be continued....
Freitag, 30. März 2018
Karwochen-Special Vol.III : Die große Versöhnung!
... und so geht es weiter in der Saga um den Schokiweihnachtsmann:
Ab welcher Temperatur schmilzt eigentlich Schokolade? fragte ich mich selber. Warum nur hatte ich damals im Hauswirtschaftsunterricht nicht besser aufgepasst! Irgendwann musste der Schokiweihnachtsmann ja nun mal bald von selbst den Siedepunkt erreichen. Das war ja nicht mehr normal, was der da abzog! Ein Schokiweihnachtsmann, der allergisch gegen Weihnach...
Genau. Das ist es! Das ist die Antwort, mit der er bestimmt zufrieden sein würde. Hah!
Wir erinnern uns: Der Schokiweihnachtsmann reagierte cholerisch auf das Wort "Weihnachten" und wollte partout nicht mit in den Karton mit dem Dekomaterial für das winterliche Fest der Liebe. Na gut, ok, das wäre ja auch nicht unbedingt mein beliebtester Aufenthaltsort. Das ist verständlich, wenn auch verwunderlich. Ich dachte immer, Weihnachtsmänner wären auch Weihnachts-Fans! Nun, mal lernt halt immer noch was dazu. Das könnte auch das dauernde Niesen erklären! Ist gar nicht mein Staub dran schuld!
Dass er mir aber schnaubend vor Wut und mit rollenden, blutunterlaufenen Augen vorwarf, ihn nicht beizeiten quasi geschlachtet und aufgegessen zu haben, das machte mich schon ein bißchen fertig. Die meisten von uns können gut darauf verzichten, gehäutet und aufgegessen zu werden. Aber hey, wir sind ja auch keine Schokiweihnachtsmänner.
So sinnierte ich vor mich hin, während das kleine Merci-Kerlchen unruhig mit dem Fuß wippte und mit den Fingern auf dem Regalbrett trommelte, immer wieder von einem dezenten "Hatschi" unterbrochen. Immerhin schien er sich aber langsam zu beruhigen, in seinem bärtigen Aluminiumgesicht zeigten sich nur noch die typgerechten runden Wangen gerötet.
"Naaa? Nun sag schon, ich will es wirklich wissen! Warum hast du mich nicht gegessen?" quengelte er mit seiner ALF-Stimme. "ICH BIN GENAUSO GUT WIE JEDE ANDERE SCHOKOLADE!"
Huch, er drehte wieder auf. Jetzt musste ich ihm schnell eine Antwort auf seine Frage geben, sonst tobt hier gleich wieder der Mob, aber nicht der zum Saubermachen.
"Ok, ok, alter Mann." Ich verzichtete weise auf den Zusatz "Weihnachts-". "Ich sage dir jetzt etwas, was ich noch nie zu jemandem gesagt habt."
"Jaaa? Ich höreee?" entgegnete er ungeduldig. Er nervte mich wirklich sehr und ich überlegte im Stillen, ob ich nicht eine Kuvertüre für meinen nächsten Marmorkuchen aus ihm machen sollte. Stichwort Siedepunkt.
"Also, es ist ja so. DU hast anscheinend eine Allergie auf Weihnach..."
"NEIIIN! NICHT SCHON WIEDER DIESES WORT! ICH RASTE AUS, EY!" unterbrach er mich lautstark.Im Geiste holte ich schon mal den Topf fürs Schmelzwasser aus dem Schrank. Dieser Schokoheini!
".. eine Allergie auf das Dezemberfest der Liebe mit den beiden Feiertagen..." versuchte ich es erneut.
"FEST DER LIEBE? WILLST DU MICH VERARSCHEN? Das ist doch nur noch Konsumterror, euer sogenanntes FEST DER LIEBE! Da gehts doch schon lange nicht mehr um Jesu Geburt, sondern nur noch um SCHÖNER GRÖSSER TEURER und BESSER!" Beleidigt schnuffelte er wieder ein bißchen in seine vorsintflutliche Rotzfahne. Die bereitgelegten Papiertaschentücher ignorierte er geflissentlich.
"Ja, da hast du sicherlich recht, Schokimann. Aber darum geht es hier doch gar nicht. Ich wollte..."
"DOCH DARUM GEHT ES! DARUM UND UM DIE UM SICH GREIFENDE DEKADENZ DEINER SPEZIES! IMMER NUR NOCH ICH ICH UND NOCHMALS ICH!" Das Wasser im Schmelztopf war übrigens schon warm, aber ich brachte es einfach nicht übers Herz, ihn zu packen, die Aluhülle abzuwickeln und ihm einfach nur noch beim Schmilzen zuzusehen. Außerdem hatte ich auch gar keinen Marmorkuchen gebacken. Aber noch ein bißchen in diesem Ton, und ich würde es tun. Ich würde es tun!
Ich zeigte auf den Topf mit dem warmen Wasser und der Schmelzschale darin. "Schokimann, willst du da rein?" fragte ich gaanz ruhig, obwohl ich innerlich zitterte.
"Da rein? Wieso? Rieche ich streng? Und wo ist die Seife?!" Verdattert blickte er mich an. Und erkannte anscheinend, dass es mir ernst war. "Ääh, ist was?" Er schaute mich prüfend an und erkannte wohl die steile Zornesfalte auf meiner Stirn, die nur kommt, wenn ich kurz vorm Explodieren bin.
"Lass mich EINFACH MAL AUSREDEN!" brüllte ich nun meinerseits. So, das musste mal raus. Puh! Und etwas ruhiger fuhr ich fort: "Ich will dir nur die ganze Zeit erzählen, dass ich dich nicht gegessen habe, weil..." "Jaaa?" fiel er mir wieder ins Wort. Der Topf brodelte jetzt und er interpretierte meinen Blick zum Herd wohl richtig. "Entschuldigung," murmelte er in seinen Aluminiumbart.
"... weil ich eine partielle Schokolade-Intoleranz habe." Erleichtert atmete ich aus. Jetzt war es draußen.
"Eine WAS? Sowas habe ich ja noch NIE gehört!" Er machte Kulleraugen. "Ist das was Schlimmes?"
"Nein, ist nicht schlimm. Das ist sogar gut, sonst isst man nämlich zuviel von dem leckeren Zeug! Und dann wird es schlimm, wenn die Klamotten nicht mehr passen." Ich lächelte verlegen.
"HA HA HA", dröhnte er auf einmal los. "Das ist WIRKLICH WITZIG!" Er kugelte sich auf dem Regalbrett vor Lachen, und mir fiel auf einmal ein schnelles Rezept für Rumkugeln ein. Das Schmelzwasser wäre jetzt ideal dafür..
Aber ich konnte der kleinen Nervensäge nichts zuleide tun. Und um meine Worte noch zu unterstreichen, ging ich zum Schrank, wühlte in dem Karton mit den Osterdekosachen und zauberte einen Schoko-Osterhasen hervor. Und zwar den vom BVB, der mir zu schade war, um ihn zu essen. Oh, und noch einen, der mindestens schon 5 Jahre alt war, der war aus Zartbitterschokolade.
Die beiden stellte ich jetzt zum Schokimann aufs Regal.
"Das haut den stärksten Nikolaus um!" staunte der. "Die sind ja nicht mal das kleinste bißchen angeknabbert!"
"Schokoladenintoleranz halt!" Ich zuckte mit den Schultern. "Hast du eigentlich einen Namen, Schokimann? Der nix mit Jesu Geburt zu tun hat, womöglich?"
Er schnaufte laut durch die Nase, ich hielt mir schon die Ohren zu. Konnte ich nicht einfach mal aufhören zu quasseln?
"Oh, ich vergaß ganz, mich vorzustellen. Mein Name ist Eduard, manche nennen mich auch Luise. Und ich war auch mal ein Osterhase!"
Jetzt war es an mir, die Kinnlade wieder hochzuklappen. Onkel Eduard und Tante Luise in Personalunion als Schokiweihnachtsmann, der nervt ohne Ende!
"Achwas" brachte ich, ganz loriot-like, nur noch hervor. Ich schaute sprachlos zu, wie Eduard-Luis sich bei den beiden Schoko-Osterhasis unterhakte und Richtung Haustüre aufbrachen.
"Danke für alles und auf Wiederrrrrrr....!"
"RRRRRRRRRRRRIIIIINNNNGGG" klingelte der Wecker. Schlaftrunken öffnete ich die Augen. Heute war eigentlich Samstag, aber ich wollte mit dem Frühjahrsputz anfangen, also dachte ich an den Spruch mit dem frühen Vogel, stand auf und ging in die Küche, um Kaffee zu kochen.
Mein Blick fiel auf das Regal ganz oben, das dringend abgewischt werden musste. Und dort schien mir irgend etwas zu fehlen.... ;-)
Liebe Grüße und frohe Ostern wünscht euch
das Copinchen!
Ab welcher Temperatur schmilzt eigentlich Schokolade? fragte ich mich selber. Warum nur hatte ich damals im Hauswirtschaftsunterricht nicht besser aufgepasst! Irgendwann musste der Schokiweihnachtsmann ja nun mal bald von selbst den Siedepunkt erreichen. Das war ja nicht mehr normal, was der da abzog! Ein Schokiweihnachtsmann, der allergisch gegen Weihnach...
Genau. Das ist es! Das ist die Antwort, mit der er bestimmt zufrieden sein würde. Hah!
Wir erinnern uns: Der Schokiweihnachtsmann reagierte cholerisch auf das Wort "Weihnachten" und wollte partout nicht mit in den Karton mit dem Dekomaterial für das winterliche Fest der Liebe. Na gut, ok, das wäre ja auch nicht unbedingt mein beliebtester Aufenthaltsort. Das ist verständlich, wenn auch verwunderlich. Ich dachte immer, Weihnachtsmänner wären auch Weihnachts-Fans! Nun, mal lernt halt immer noch was dazu. Das könnte auch das dauernde Niesen erklären! Ist gar nicht mein Staub dran schuld!
Dass er mir aber schnaubend vor Wut und mit rollenden, blutunterlaufenen Augen vorwarf, ihn nicht beizeiten quasi geschlachtet und aufgegessen zu haben, das machte mich schon ein bißchen fertig. Die meisten von uns können gut darauf verzichten, gehäutet und aufgegessen zu werden. Aber hey, wir sind ja auch keine Schokiweihnachtsmänner.
So sinnierte ich vor mich hin, während das kleine Merci-Kerlchen unruhig mit dem Fuß wippte und mit den Fingern auf dem Regalbrett trommelte, immer wieder von einem dezenten "Hatschi" unterbrochen. Immerhin schien er sich aber langsam zu beruhigen, in seinem bärtigen Aluminiumgesicht zeigten sich nur noch die typgerechten runden Wangen gerötet.
"Naaa? Nun sag schon, ich will es wirklich wissen! Warum hast du mich nicht gegessen?" quengelte er mit seiner ALF-Stimme. "ICH BIN GENAUSO GUT WIE JEDE ANDERE SCHOKOLADE!"
Huch, er drehte wieder auf. Jetzt musste ich ihm schnell eine Antwort auf seine Frage geben, sonst tobt hier gleich wieder der Mob, aber nicht der zum Saubermachen.
"Ok, ok, alter Mann." Ich verzichtete weise auf den Zusatz "Weihnachts-". "Ich sage dir jetzt etwas, was ich noch nie zu jemandem gesagt habt."
"Jaaa? Ich höreee?" entgegnete er ungeduldig. Er nervte mich wirklich sehr und ich überlegte im Stillen, ob ich nicht eine Kuvertüre für meinen nächsten Marmorkuchen aus ihm machen sollte. Stichwort Siedepunkt.
"Also, es ist ja so. DU hast anscheinend eine Allergie auf Weihnach..."
"NEIIIN! NICHT SCHON WIEDER DIESES WORT! ICH RASTE AUS, EY!" unterbrach er mich lautstark.Im Geiste holte ich schon mal den Topf fürs Schmelzwasser aus dem Schrank. Dieser Schokoheini!
".. eine Allergie auf das Dezemberfest der Liebe mit den beiden Feiertagen..." versuchte ich es erneut.
"FEST DER LIEBE? WILLST DU MICH VERARSCHEN? Das ist doch nur noch Konsumterror, euer sogenanntes FEST DER LIEBE! Da gehts doch schon lange nicht mehr um Jesu Geburt, sondern nur noch um SCHÖNER GRÖSSER TEURER und BESSER!" Beleidigt schnuffelte er wieder ein bißchen in seine vorsintflutliche Rotzfahne. Die bereitgelegten Papiertaschentücher ignorierte er geflissentlich.
"Ja, da hast du sicherlich recht, Schokimann. Aber darum geht es hier doch gar nicht. Ich wollte..."
"DOCH DARUM GEHT ES! DARUM UND UM DIE UM SICH GREIFENDE DEKADENZ DEINER SPEZIES! IMMER NUR NOCH ICH ICH UND NOCHMALS ICH!" Das Wasser im Schmelztopf war übrigens schon warm, aber ich brachte es einfach nicht übers Herz, ihn zu packen, die Aluhülle abzuwickeln und ihm einfach nur noch beim Schmilzen zuzusehen. Außerdem hatte ich auch gar keinen Marmorkuchen gebacken. Aber noch ein bißchen in diesem Ton, und ich würde es tun. Ich würde es tun!
Ich zeigte auf den Topf mit dem warmen Wasser und der Schmelzschale darin. "Schokimann, willst du da rein?" fragte ich gaanz ruhig, obwohl ich innerlich zitterte.
"Da rein? Wieso? Rieche ich streng? Und wo ist die Seife?!" Verdattert blickte er mich an. Und erkannte anscheinend, dass es mir ernst war. "Ääh, ist was?" Er schaute mich prüfend an und erkannte wohl die steile Zornesfalte auf meiner Stirn, die nur kommt, wenn ich kurz vorm Explodieren bin.
"Lass mich EINFACH MAL AUSREDEN!" brüllte ich nun meinerseits. So, das musste mal raus. Puh! Und etwas ruhiger fuhr ich fort: "Ich will dir nur die ganze Zeit erzählen, dass ich dich nicht gegessen habe, weil..." "Jaaa?" fiel er mir wieder ins Wort. Der Topf brodelte jetzt und er interpretierte meinen Blick zum Herd wohl richtig. "Entschuldigung," murmelte er in seinen Aluminiumbart.
"... weil ich eine partielle Schokolade-Intoleranz habe." Erleichtert atmete ich aus. Jetzt war es draußen.
"Eine WAS? Sowas habe ich ja noch NIE gehört!" Er machte Kulleraugen. "Ist das was Schlimmes?"
"Nein, ist nicht schlimm. Das ist sogar gut, sonst isst man nämlich zuviel von dem leckeren Zeug! Und dann wird es schlimm, wenn die Klamotten nicht mehr passen." Ich lächelte verlegen.
"HA HA HA", dröhnte er auf einmal los. "Das ist WIRKLICH WITZIG!" Er kugelte sich auf dem Regalbrett vor Lachen, und mir fiel auf einmal ein schnelles Rezept für Rumkugeln ein. Das Schmelzwasser wäre jetzt ideal dafür..
Aber ich konnte der kleinen Nervensäge nichts zuleide tun. Und um meine Worte noch zu unterstreichen, ging ich zum Schrank, wühlte in dem Karton mit den Osterdekosachen und zauberte einen Schoko-Osterhasen hervor. Und zwar den vom BVB, der mir zu schade war, um ihn zu essen. Oh, und noch einen, der mindestens schon 5 Jahre alt war, der war aus Zartbitterschokolade.
Die beiden stellte ich jetzt zum Schokimann aufs Regal.
"Das haut den stärksten Nikolaus um!" staunte der. "Die sind ja nicht mal das kleinste bißchen angeknabbert!"
"Schokoladenintoleranz halt!" Ich zuckte mit den Schultern. "Hast du eigentlich einen Namen, Schokimann? Der nix mit Jesu Geburt zu tun hat, womöglich?"
Er schnaufte laut durch die Nase, ich hielt mir schon die Ohren zu. Konnte ich nicht einfach mal aufhören zu quasseln?
"Oh, ich vergaß ganz, mich vorzustellen. Mein Name ist Eduard, manche nennen mich auch Luise. Und ich war auch mal ein Osterhase!"
Jetzt war es an mir, die Kinnlade wieder hochzuklappen. Onkel Eduard und Tante Luise in Personalunion als Schokiweihnachtsmann, der nervt ohne Ende!
"Achwas" brachte ich, ganz loriot-like, nur noch hervor. Ich schaute sprachlos zu, wie Eduard-Luis sich bei den beiden Schoko-Osterhasis unterhakte und Richtung Haustüre aufbrachen.
"Danke für alles und auf Wiederrrrrrr....!"
"RRRRRRRRRRRRIIIIINNNNGGG" klingelte der Wecker. Schlaftrunken öffnete ich die Augen. Heute war eigentlich Samstag, aber ich wollte mit dem Frühjahrsputz anfangen, also dachte ich an den Spruch mit dem frühen Vogel, stand auf und ging in die Küche, um Kaffee zu kochen.
Mein Blick fiel auf das Regal ganz oben, das dringend abgewischt werden musste. Und dort schien mir irgend etwas zu fehlen.... ;-)
Liebe Grüße und frohe Ostern wünscht euch
das Copinchen!
Sonntag, 11. März 2018
Mäxchen bloggt: Die harte Linke!
Hallo, liebe Freunde des gepflegten Sonntagnachmittags, ich melde mich mal wieder, euer Mäxchen!
Mein letzter Blogeintrag handelte ja von jeder Menge Regenwasser auf unseren geliebten Koppeln, und die sind vorübergehend zwischenzeitlich zum Eishockeyspielen genutzt worden. So kalt war es in den letzten Wochen, der Große Tollpatsch wurde doppelt warm eingepackt und war immer noch nicht zufrieden! Regelrecht mit den Zähnen geklappert hat der arme Romi, und die Rindviecher, neuerdings unter dem Gruppennamen "Die Daltons" laufend, haben sich über ihn kaputt gelacht. Wie gemein! Romi mag ein kleines Weichei sein, aber dass er so unter der Kälte leidet, wünscht man ihm ja nun auch wieder nicht. Besonders der MiniDalton, der mittlerweile allerdings so groß wie seine etwas einfältige Mama ist, hat dermaßen über den Herdenchef abgelästert, dass sogar ich in meinem gesetzten Alter noch ganz rot geworden bin. Eine Frechheit, was dieser Möchtegernbüffel abgesondert hat!
Als Romi dann zum Training aus seinen Decken gepellt worden war, konnte man auch sehen, dass es ihm nicht gut geht: Er hatte plötzlich schon ein wenig mehr Gewicht verloren, als für die Bikinifigur im Sommer nötig wäre! Regelrecht hager schaute er aus, sein Fell war struppig und glanzlos geworden und alles in allem bot er einen beinahe schwindsüchtigen Anblick. Oh! Aller Streit war vergessen, sofort überließ ich ihm meine Portion Leckerlis und Möhren, die es nach dem Training immer für uns beide gibt. Ich kann mir das figürlich leisten, denn ehrlich gesagt, bin ich ebenfalls weit von einem gewissen "Shape" entfernt, nur halt in die andere Richtung. Aber das bleibt unter uns, ich behaupte ja immer, mein Fell trägt so auf. Nunja, diese Tarnung wird sich ja bald auch büschelweise verabschieden, fürchte ich.
Zusätzlich zu dem Heu und den täglichen Möhren wurde jetzt seitens der Zweibeiner noch Päppelfutter und Gerste säckeweise angekarrt: Romi sollte wieder etwas auf die Rippen kriegen. Und jetzt solltet ihr mal die gierigen Gesichter der Daltons sehen, die ihre Chance witterten, den Herdenchef vom Thron zu stoßen und selbst in der Stall-WG die Herrschaft zu übernehmen. Hah! Aber nicht mit mir, Mäxchen von der Heide, Kampfname "Iron Eagle". Jetzt ist nämlich Schluss mit Lustig!
Die nachfolgenden Zeilen könnten extrem verstörend wirken, deshalb bitte ich alle LeserInnen unter 18 Jahren, das kursiv geschriebene bitte zu überspringen.
Also: Resi Dalton, die immer nur so harmlos tut und in Wirklichkeit eine hinterhältige Hexe in Kuh-Optik ist, versuchte tatsächlich, mit ihren Hörnern den Großen von seinem gutgefüllten Futtertrog zu vertreiben, unterstützt von ihrem Kumpel MiniDalton. Die ganze Operation wurde von Lotti Dalton sorgfältig überwacht und mit Anweisungen per Kopfnicken geleitet. Heute sollte es also sein, dass Romi entthront und sein Zusatzmüsli in den Besitz der Gehörnten übergeht!
Der Fuchs, der erstmal wieder zu Kräften kommen musste, war kaum zu einer Gegenwehr fähig und legte nur schlapp die Ohren an, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Fast hätte er sein Mash schon abschreiben können, da durchzuckte mich ein Adrenalinstoß vom Feinsten und jeder Martial-Arts-Club hätte mich sofort mit Kusshand aufgenommen!
Als wäre ich mein Leben lang von Kampfninjas trainiert worden, stürzte ich mich auf die meuternden Muhs und setzte Resi mit einem gezielten Tritt vor den Latz für einen Moment ausser Gefecht. Dann knöpfte ich mir Averey Dalton vor, den ich erstmal herzhaft in die Schulter biss, um dann seinen herumschnellenden Schädel ebenfalls mit einem beidhufigen Roundhouse-Kick ins Nirvana zu schicken. Anschließend legte ich noch mit Bissen in die Hinterteile der mittlerweile flüchtigen Daltons nach. Zitternd vor Adrenalin ging ich anschließend zu Romi an den Trog, der mir für diese Aktion einen guten Teil des leckeren Mashs übrig ließ.
Friends will be friends, liebe Freunde, besonders in den Zeiten, wo es einem schlecht geht, merkt man, wer wirklich zu einem steht. Die Daltons waren erstmal bedient und leckten sich gegenseitig ihre Prellungen. Tz. Man soll sich immer gut überlegen, mit welcher Spezies man sich anlegt, gelle? ;-)
Soviel zum Hashtag #Shettypower für heute! Romi geht's mittlerweile schon wieder besser und kann fortan sein Fresschen selbst vor der gierigen Meute verteidigen. Und vor mir kuscht man jetzt auch. So kann's gerne weitergehen!
Es grüßt euch aus den wieder wärmeren Gefilden
euer
Iron "Mäxchen" Eagle!
Mein letzter Blogeintrag handelte ja von jeder Menge Regenwasser auf unseren geliebten Koppeln, und die sind vorübergehend zwischenzeitlich zum Eishockeyspielen genutzt worden. So kalt war es in den letzten Wochen, der Große Tollpatsch wurde doppelt warm eingepackt und war immer noch nicht zufrieden! Regelrecht mit den Zähnen geklappert hat der arme Romi, und die Rindviecher, neuerdings unter dem Gruppennamen "Die Daltons" laufend, haben sich über ihn kaputt gelacht. Wie gemein! Romi mag ein kleines Weichei sein, aber dass er so unter der Kälte leidet, wünscht man ihm ja nun auch wieder nicht. Besonders der MiniDalton, der mittlerweile allerdings so groß wie seine etwas einfältige Mama ist, hat dermaßen über den Herdenchef abgelästert, dass sogar ich in meinem gesetzten Alter noch ganz rot geworden bin. Eine Frechheit, was dieser Möchtegernbüffel abgesondert hat!
Als Romi dann zum Training aus seinen Decken gepellt worden war, konnte man auch sehen, dass es ihm nicht gut geht: Er hatte plötzlich schon ein wenig mehr Gewicht verloren, als für die Bikinifigur im Sommer nötig wäre! Regelrecht hager schaute er aus, sein Fell war struppig und glanzlos geworden und alles in allem bot er einen beinahe schwindsüchtigen Anblick. Oh! Aller Streit war vergessen, sofort überließ ich ihm meine Portion Leckerlis und Möhren, die es nach dem Training immer für uns beide gibt. Ich kann mir das figürlich leisten, denn ehrlich gesagt, bin ich ebenfalls weit von einem gewissen "Shape" entfernt, nur halt in die andere Richtung. Aber das bleibt unter uns, ich behaupte ja immer, mein Fell trägt so auf. Nunja, diese Tarnung wird sich ja bald auch büschelweise verabschieden, fürchte ich.
Zusätzlich zu dem Heu und den täglichen Möhren wurde jetzt seitens der Zweibeiner noch Päppelfutter und Gerste säckeweise angekarrt: Romi sollte wieder etwas auf die Rippen kriegen. Und jetzt solltet ihr mal die gierigen Gesichter der Daltons sehen, die ihre Chance witterten, den Herdenchef vom Thron zu stoßen und selbst in der Stall-WG die Herrschaft zu übernehmen. Hah! Aber nicht mit mir, Mäxchen von der Heide, Kampfname "Iron Eagle". Jetzt ist nämlich Schluss mit Lustig!
Die nachfolgenden Zeilen könnten extrem verstörend wirken, deshalb bitte ich alle LeserInnen unter 18 Jahren, das kursiv geschriebene bitte zu überspringen.
Also: Resi Dalton, die immer nur so harmlos tut und in Wirklichkeit eine hinterhältige Hexe in Kuh-Optik ist, versuchte tatsächlich, mit ihren Hörnern den Großen von seinem gutgefüllten Futtertrog zu vertreiben, unterstützt von ihrem Kumpel MiniDalton. Die ganze Operation wurde von Lotti Dalton sorgfältig überwacht und mit Anweisungen per Kopfnicken geleitet. Heute sollte es also sein, dass Romi entthront und sein Zusatzmüsli in den Besitz der Gehörnten übergeht!
Der Fuchs, der erstmal wieder zu Kräften kommen musste, war kaum zu einer Gegenwehr fähig und legte nur schlapp die Ohren an, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Fast hätte er sein Mash schon abschreiben können, da durchzuckte mich ein Adrenalinstoß vom Feinsten und jeder Martial-Arts-Club hätte mich sofort mit Kusshand aufgenommen!
Als wäre ich mein Leben lang von Kampfninjas trainiert worden, stürzte ich mich auf die meuternden Muhs und setzte Resi mit einem gezielten Tritt vor den Latz für einen Moment ausser Gefecht. Dann knöpfte ich mir Averey Dalton vor, den ich erstmal herzhaft in die Schulter biss, um dann seinen herumschnellenden Schädel ebenfalls mit einem beidhufigen Roundhouse-Kick ins Nirvana zu schicken. Anschließend legte ich noch mit Bissen in die Hinterteile der mittlerweile flüchtigen Daltons nach. Zitternd vor Adrenalin ging ich anschließend zu Romi an den Trog, der mir für diese Aktion einen guten Teil des leckeren Mashs übrig ließ.
Friends will be friends, liebe Freunde, besonders in den Zeiten, wo es einem schlecht geht, merkt man, wer wirklich zu einem steht. Die Daltons waren erstmal bedient und leckten sich gegenseitig ihre Prellungen. Tz. Man soll sich immer gut überlegen, mit welcher Spezies man sich anlegt, gelle? ;-)
Soviel zum Hashtag #Shettypower für heute! Romi geht's mittlerweile schon wieder besser und kann fortan sein Fresschen selbst vor der gierigen Meute verteidigen. Und vor mir kuscht man jetzt auch. So kann's gerne weitergehen!
Es grüßt euch aus den wieder wärmeren Gefilden
euer
Iron "Mäxchen" Eagle!
Mittwoch, 7. März 2018
Die bezaubernde Jeannie bloggt: Flüssiges Wasser!
Hallo, ich bin's mal wieder, eure bezaubernde Jeannie...und ich bin quasi seit vorgestern wieder aus dem Winterschlaf erwacht! Denn draußen wurde die Null-Grad-Marke wieder überschritten und endlich kann ich mein Stupsnäschen wieder in die frische Luft halten. Juhuu! :-)
Nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, ich hätte mich den lieben langen Tag nur auf die faule Haut gelegt. Neinnein. Nur cirka drei Viertel des lieben langen Tages, und in der verbleibenden Wachzeit hab ich gefuttert, die Toilette benutzt und ... herumgequengelt. Zugegebenermaßen kann ich bei all meinem Bezaubernd-sein dem zuständigen Zweibeiner ziemlich auf die Kette gehen. *g* Aber wenn doch alles so faaaad ist? Ein bißchen Spaß muss sein!
Und jetzt erzähle ich euch, was für mich als entzückende Stubentigerin das Schlimmste am Winter mit Schnee, Frost und Eis ist!
Ähm, eigentlich weiss ich das selber nicht so genau.. kalte Pfötchen, die durch den harschen Schnee stapfen müssen, sind schlimm. Kalte Ohren sind schlimm. Glitschiges Eis auf meiner Katzentreppe ist schlimm. Heftiger Ostwind - so wie der in den letzten Tagen - der rumpelnd durch Straßen und über Dächer fest, ist schlimm.
Aber, und da lege ich mich jetzt fest, das Schlimmste ist, dass meine gesamten Wassernäpfe im Außenbereich sich in eisige Klumpen verwandeln! Was soll denn das? Ich meine - und da werden mir etliche meiner fellnasigen Artgenossen zustimmen - wenn man schon nur Wasser trinkt, dann wenigstens das von draußen, oder? Das schmeckt viel besser! Besonders das Abgestandene aus den Blumenuntertöpfen ist klasse, mit ein bißchen Aroma drin. Herrlich! Aber auch meine Wassernäpfe, die auch ein wenig Regenwasser auffangen, finde ich toll. Dagegen kann das fade Leitungswasser echt nichts ausrichten. Ein bißchen Wildnis im Wassernapf sei mir doch gegönnt!
Tjaa, dass sich meine Terrasse in letzter Zeit öfter mal als Winterwonderland verkleidet, fand ich echt doof. Ich seh noch Copinchens Gesicht, wie es sich vor Erleichterung aufhellt, wenn ich mal das Haus verlassen habe, genau vor mir! Und genauso schnell verdunkelte es sich wieder, wenn ich nach weniger als 30 Sekunden wieder energisch Einlass verlangte. Das geht ja gar nicht, dieses "Draußen"! Ok die Sonne schien zwar, der Himmel war blitzeblau und man hätte denken können, dass es ein wenig wärmer wird. Aber Pustekuchen! Erfrorene Ohren bei minus 13 Grad, nee nee, meine Lieben, das ist nicht mein Ding. Da bleib ich lieber aufm Sofa. ;-)
Rücksichtsvollerweise benutzt das Copinchen den blöden, lärmenden Staubsauger gerne immer, wenn ich gerade meine Außenprojekte betreue, damit ich nicht vor Angst unterm Bett verschwinde (konditionieren, oh ja, das kann ich!). Nun war ich aber selten draußen, und zähneknirschend - wohl auch von dem Streusand, den man unter den Schuhen mit reinschleppt... - griff sie dann täglich zum Gummibesen, um meine verlorenen Winterfellhaare zusammenzumoppen. Wie gerne hätte sie das laute Biest dazu benutzt, aber hey, man muss auch mal an die Umwelt denken, oder? Ich fand es jedenfalls super, dieses Gummibesending. Soo schön leise! :-)
Aber JETZT, meine Damen und Herren, liebe Katzen, jetzt wird alles wieder gut. Wir haben Vorfrühling mit steigenden Temperaturen, draußen wird es wieder lustiger und bunter und es riecht auch besser. Die Zwitscherlinge kommen aus dem Süden wieder und geben schon frühmorgens ein tolles Konzert. Der Ostwind dreht auf Südwest und der hat wärmeres Wetter mit Sonnenschein und leichter Brise im Gepäck.
Die Welt beginnt wieder zu leben, nach den eisigen Nächten, nach den dauernd grauen Tagen mit dem vielen Regen, nach der Zeit der Dunkelheit. Und damit bin auch ich wieder "online"! Copinchen und ich lieben es, gemeinsam draußen zu sein, zu spielen oder mir beim Herumwurschteln zuzusehen, einfach weil es dann schön ist, wie es ist.
Und was fast noch besser ist (aber wirklich nur fast!): Mein Wasser ist wieder flüssig. "On the Rocks" noch ein wenig, vielleicht, aber auch so immer noch 10000x besser als drinnen. ;-)
Einen schönen Frühling wünsche ich euch!
Eure
bezaubernde
Jeannie!
Nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, ich hätte mich den lieben langen Tag nur auf die faule Haut gelegt. Neinnein. Nur cirka drei Viertel des lieben langen Tages, und in der verbleibenden Wachzeit hab ich gefuttert, die Toilette benutzt und ... herumgequengelt. Zugegebenermaßen kann ich bei all meinem Bezaubernd-sein dem zuständigen Zweibeiner ziemlich auf die Kette gehen. *g* Aber wenn doch alles so faaaad ist? Ein bißchen Spaß muss sein!
Und jetzt erzähle ich euch, was für mich als entzückende Stubentigerin das Schlimmste am Winter mit Schnee, Frost und Eis ist!
Ähm, eigentlich weiss ich das selber nicht so genau.. kalte Pfötchen, die durch den harschen Schnee stapfen müssen, sind schlimm. Kalte Ohren sind schlimm. Glitschiges Eis auf meiner Katzentreppe ist schlimm. Heftiger Ostwind - so wie der in den letzten Tagen - der rumpelnd durch Straßen und über Dächer fest, ist schlimm.
Aber, und da lege ich mich jetzt fest, das Schlimmste ist, dass meine gesamten Wassernäpfe im Außenbereich sich in eisige Klumpen verwandeln! Was soll denn das? Ich meine - und da werden mir etliche meiner fellnasigen Artgenossen zustimmen - wenn man schon nur Wasser trinkt, dann wenigstens das von draußen, oder? Das schmeckt viel besser! Besonders das Abgestandene aus den Blumenuntertöpfen ist klasse, mit ein bißchen Aroma drin. Herrlich! Aber auch meine Wassernäpfe, die auch ein wenig Regenwasser auffangen, finde ich toll. Dagegen kann das fade Leitungswasser echt nichts ausrichten. Ein bißchen Wildnis im Wassernapf sei mir doch gegönnt!
Tjaa, dass sich meine Terrasse in letzter Zeit öfter mal als Winterwonderland verkleidet, fand ich echt doof. Ich seh noch Copinchens Gesicht, wie es sich vor Erleichterung aufhellt, wenn ich mal das Haus verlassen habe, genau vor mir! Und genauso schnell verdunkelte es sich wieder, wenn ich nach weniger als 30 Sekunden wieder energisch Einlass verlangte. Das geht ja gar nicht, dieses "Draußen"! Ok die Sonne schien zwar, der Himmel war blitzeblau und man hätte denken können, dass es ein wenig wärmer wird. Aber Pustekuchen! Erfrorene Ohren bei minus 13 Grad, nee nee, meine Lieben, das ist nicht mein Ding. Da bleib ich lieber aufm Sofa. ;-)
Rücksichtsvollerweise benutzt das Copinchen den blöden, lärmenden Staubsauger gerne immer, wenn ich gerade meine Außenprojekte betreue, damit ich nicht vor Angst unterm Bett verschwinde (konditionieren, oh ja, das kann ich!). Nun war ich aber selten draußen, und zähneknirschend - wohl auch von dem Streusand, den man unter den Schuhen mit reinschleppt... - griff sie dann täglich zum Gummibesen, um meine verlorenen Winterfellhaare zusammenzumoppen. Wie gerne hätte sie das laute Biest dazu benutzt, aber hey, man muss auch mal an die Umwelt denken, oder? Ich fand es jedenfalls super, dieses Gummibesending. Soo schön leise! :-)
Aber JETZT, meine Damen und Herren, liebe Katzen, jetzt wird alles wieder gut. Wir haben Vorfrühling mit steigenden Temperaturen, draußen wird es wieder lustiger und bunter und es riecht auch besser. Die Zwitscherlinge kommen aus dem Süden wieder und geben schon frühmorgens ein tolles Konzert. Der Ostwind dreht auf Südwest und der hat wärmeres Wetter mit Sonnenschein und leichter Brise im Gepäck.
Die Welt beginnt wieder zu leben, nach den eisigen Nächten, nach den dauernd grauen Tagen mit dem vielen Regen, nach der Zeit der Dunkelheit. Und damit bin auch ich wieder "online"! Copinchen und ich lieben es, gemeinsam draußen zu sein, zu spielen oder mir beim Herumwurschteln zuzusehen, einfach weil es dann schön ist, wie es ist.
Und was fast noch besser ist (aber wirklich nur fast!): Mein Wasser ist wieder flüssig. "On the Rocks" noch ein wenig, vielleicht, aber auch so immer noch 10000x besser als drinnen. ;-)
Einen schönen Frühling wünsche ich euch!
Eure
bezaubernde
Jeannie!
| A, B, C, die Katze lief in'n Schnee oder was soll das hier sein??? |
| Hey, halloo? Da ist mein Wassernapf drunter! Iiiiieeeh! |
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