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Dienstag, 4. April 2017

#imWagenvormir : von Ampeln und deren Anschleicher!

Beinahe tagtäglich beobachte ich ein Phänomen, dass ich bis jetzt einfach nicht begreife...
Zur Fahrt durch die Stadt gehört das Halten an roten Ampeln ja wie das Salz zur Suppe und oh! - wie freut man sich, wenn man auf einer grünen Welle quasi unaufhaltsam sämtliche Rechts- und Linkabbieger, Kreuzungen und Fußgängerampeln einfach so hinter sich lassen kann! Das ist einfach nur ein tolles Gefühl, so ein bißchen wie "Heute kann uns keiner was", begleitet von dem Queen-Song "Don't stop me now" und natürlich bei strahlendem Sonnenschein. Es sind die kleinen Dinge!
Parallel dazu verläuft die Ärgerkurve, wenn man wegen einem oder zwei Mitverkehrsteilnehmern an den Lichtzeichenanlagen mehr oder weniger ausgebremst wird. Ein Beispiel:

Im Wagen vor mir fährt jemand, der auf 200 Meter Sicht irgendein rotes Licht (es kann sich auch um die Nebelschlussleuchte eines andern Fahrzeugs handeln), latscht direkt in die Eisen und rollt nun mit gefühlten -10 km/h auf die nächste Ampel zu, die kurioserweise aber gar nicht rot leuchtet, sondern in strahlendem Grün den Stauanführer in spé zum flotten Passieren auffordert. Diese Information kommt aber nur ganz ganz langsam am rechten Fuss des Fahrers (nur der Einfachheit halber wähle ich die männliche Form der Bezeichnung. Frauen können das selbstverständlich genauso gut oder schlecht.), beinahe noch langsamer als die kaum noch im messbaren Bereich liegende Durchschnittsgeschwindigkeit der natürlich auf Hochglanz polierten fahrenden Festung, an. Doch plötzlich: Action! Der Motor heult auf, ein ritschendes Knatschgeräusch lässt darauf schließen, dass der Fahrer entweder tatsächlich einen Gang hochgeschaltet oder vor lauter Schreck das Automatikgetriebe mit dem Umlegen des Hebels von "N" auf "D" überrascht hat. Anyway, jedenfalls schießt der Wagen vor mir blitzartig nach vorne, erwischt noch die allerletzte schelmisch aufblitzende Gelbphase der Ampel und .... für mich reicht es dann nicht mehr. Ich stehe an der roten Ampel und habe nun 3 Minuten Zeit, mich darüber zu ärgern, dass man wertvolle Lebens- (und Arbeits)zeit nun damit verbringt, die Ampel anzustarren, zu hypnotisieren und wenn das schon vermehrt geschehen ist: zu beschimpfen. Natürlich nicht ohne dass sich der nun schon frei flottierende Zorn auch verbal über die Schnarchnase #imWagenvormir ergiesst. Der ja nun nicht länger der Wagen vor mir ist, sondern der Wagen, der nun wieder genau dieselbe Nummer an der nächsten Ampel in 200 Meter Entfernung abzieht und einen anderen Verkehrsteilnehmer in den Wahnsinn zu treiben im Begriffe ist.

Solchen Leuten wünsche ich natürlich nicht, dass der Motor verreckt oder morgens plötzlich alle 4 Reifen einen Plattfuss haben oder dass für immer der Scheibenwischer quälend knatscht. Nein, ist viel zu primitiv, das würde ich natürlich niemals tun! ;-)
Sie sollen einfach mal ... sagen wir, in einen MEGASTAU geraten, am besten mit einer zänkischen besseren Hälfte auf dem Beifahrersitz oder/und dabei quengelnde und streitende Kleinkinder auf der Rückbank haben. Und zwar genauso lange, wie sie insgesamt durch ihre dämliche Fahrweise verursachte Warteminuten auf dem Konto haben. Und das könnte unter Umständen eine ganze Weile sein. ;-)

Mit verkehrstauglichen Grüßen
euer Copinchen!

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