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Sonntag, 1. Januar 2017

After-Advents-Adventure Vol. VI: Schöne neue Welt!

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch! Es ist zwar heute etwas mühsam zu schreiben, weil das Feuerwerk der Silvesternacht mir echt zu schaffen gemacht hat und ich noch ziemlich erledigt von dem Stress bin. Aber für euch erzähle ich die Geschichte heute gerne weiter!

Gespannt blickten wir nun alle - inklusive Rufus - auf die oberste Etage des Kratzbaums, ob sich aus der Öffnung der Höhle etwas regte. Da! Eine zierliche Pfote lugte hervor und streckte alle Krallen heraus. Oh oh, die Dame des Hauses ist not amused!
Während mein Bruder und ich ein wenig in uns hinein kicherten und Rufus sein einzelnes Ohr angestrengt gespitzt nach oben reckte, ging plötzlich die Zimmertür auf und gleich zwei Zweibeinerinnen kamen herein. Sie brachten für uns beide ein Körbchen mit weichen Decken, welches wir skeptisch betrachteten.
"MON DIEU! 'at man denn 'ier NIE seine RU'E!" quengelte es aus dem Obergeschoß. "Ich brauche DRINGEND meine RU'E in diesem Irren'aus!"
"Hallo Madame Mimi", säuselte die Zweibeinerin und strich der mittlerweile komplett der Höhle entstiegenen Perserin sanft über den Kopf. "Na, du machst ja heute ein Gesicht. Komm, ich nehme dich mal mit zum Kämmen. Du bist ja völlig zerzaust!"
Sprachs, hob Mimi auf den Arm und trug sie weg. Da wäre der Schönheitsschlaf ja sowieso im Eimer gewesen. Nun, Kämmen macht ja auch Sinn, wenn man so einen dicken Pelz wie eine Perserkatze hat. Wer schön sein will, muss halt leiden.
Ich selber mache mir ja nichts aus solchen Beauty-Dingern. Mein Fell ist praktisch kurz, fusselt manchmal, ist aber leicht selber sauber zu halten. Die Puschel-Mimi bräuchte hingegen schon eine verdammt lange Zunge, um über ihre Haarpracht Herr bzw. Dame zu werden! ;-)
Achja, unser neues Körbchen. Mein Bruder beschnupperte das Bettchen noch vorsichtig, da gähnte Rufus herzhaft, räusperte sich und ruckzuck lag der ältere Kater eingerollt mittendrin, schloss die Augen und schnurrte leise.
Rani zeigte auf ein etwas ausgefranstes Kissen in einer Ecke und rief: "Wenn ihr wollt, legt euch da ein wenig hin. Das ist Rufus' Plätzchen. Auch ganz gemütlich, eigentlich. Nehmt ihm das nicht übel, er ist auch keinen Luxus gewohnt, genau wie wir anderen hier. Bis auf die verwöhnte Gräfin Mimi da oben. Schnell, legt euch da hin, bevor sie wieder gebracht wird. Sie schätzt es nicht, wenn hier dauernd die Plätze getauscht werden. Dann kommt sie durcheinander, sagt sie."
"Danke, Rani. Wir schauen uns das mal an. Danke!" Mein Bruder nutzte die Gelegenheit sofort, um mit der Dreifarbigen ins Gespräch zu kommen.
"Kein Problem. Wir müssen hier zusammenhalten! Wie heisst du eigentlich, und deine Schwester?" fragte Rani lächelnd. Mein Bruder errötete unter seinem schwarzen Fellchen.
"Tut mir leid, wir haben noch keine Namen bekommen." Beinahe war ihm das ein wenig peinlich zuzugeben. "Wir sind ja erst 2 Monate alt!"
"Ooh, das wusste ich nicht. Sorry! Aber ich bin mir sicher, ihr werdet hier bald schöne Namen bekommen. Die braucht ihr ja auch, um vermittelt werden zu können. Ach, und auch den Chip bekommt ihr noch." erklärte Rani.
"CHIP? Was denn für einen Chip? Was soll das sein?" fragte ich nach.
"Willkommen im Jahr 2012, Kleines. Ein Chip ist so ein kleines Ding, was wir unter die Haut geschoben bekommen. Da sind Daten von dir drauf gespeichert. Dein Alter, deine Adresse, dein Name... ach, du hast ja noch gar keinen Namen. Aber das kommt noch. Warte ab!"
"Aha. Tut das weh, mit dem Chip?"
"Ein bißchen schon, ja. Der kommt in den Nacken, so ein Stückchen hinter dem linken Ohr. Dann wissen die, die ein Lesegerät haben, wo sie den Chip auslesen können. Tierarzt, oder Fundstellen halt. Wenn du mal verloren gegangen bist."
Die zweite Zweibeinerin, die noch im Zimmer geblieben und die Katzenklos gesäubert hatte, schaute uns nun an, wie wir auf Rufus altem Kissen saßen.
"Achja, ihr Kleinen seid ja noch gar nicht getauft worden, und einen Chip habt ihr auch noch nicht! Ich frag mal nach, wann das gemacht werden soll bei der Frau Doktor. Bin gleich wieder da!"
Hmm.
Der Gedanke an so einen Chip hinter dem Ohr begeisterte uns beide nicht unbedingt. Rani kam zu uns herüber und zeigte uns ihren. Brüderchen betrachtete ihren Nacken äußerst interessiert, natürlich.
Rani schien seinen Blick zu spüren.
"Achja, und kastriert werdet ihr ja bestimmt auch noch", merkte sie an. "Alle hier werden kastriert, damit wir uns nicht noch weiter vermehren. Es gibt zu viele Katzen, denen es schlecht geht, da draußen. Und niemand hilft ihnen, wenn sie krank sind, weil sie keinen Menschen haben. Sie gehen elend zugrunde, fragt mal Rufus, der kennt sich da aus!"
Rufus stand allerdings für Fragen gerade nicht zur Verfügung. Er schlief tief und fest in dem für meinen Bruder und mich gedachten Körbchen mit einem schönen weichen Deckchen drin. Er schien zu träumen, denn immer mal wieder bewegten sich seine Pfötchen, seine 3 Barthaare und sein verbliebenes Ohr.
Ouha, Kastration. Ich würde nie Mama werden können und mein Bruder nie Papa.
Schon kam die eifrige Zweibeinerin wieder herein. Sie hob uns hoch, schaute zweifelnd und setzte uns wieder ab.
"Ihr seid noch zu klein und zu leicht zum kastrieren. Aber den Chip könnt ihr morgen schon haben. Und dann suchen wir noch zwei schöne Namen für euch aus", lächelte sie. Wir fauchten ein wenig, weil wir nicht hochgehoben werden wollten. Und einen Chip haben wollten wir eigentlich auch nicht.

Welche Namen für uns ausgewählt wurden, ob Madame Mimi in vollendeter Schönheit endlich weiter ruhen konnte und ob Rufus unser Körbchen wieder rausrücken würde, das erfahrt ihr in der nächsten Folge vom After-Advents-Adventure! :-) Coming soon!

Liebe Grüße auch vom Copinchen und alles Gute für 2017
wünscht euch
eure bezaubernde Jeannie .... Oh nein! Jetzt fangen die draußen schon wieder mit dieser Knallerei an, ich muss in mein geheimes Geheimversteck! Ciao!

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