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Montag, 28. November 2016

Ein Katzen-Adventsadventure Vol. I - Frei geboren!

Hallo, liebe Katzenfreunde, hier ist eure bezaubernde Jeannie!
Der Advent ist mal wieder da und es ist Zeit für Besinnlichkeit, Rückblicke und auch ein bisschen Dankbarkeit an all jene, die sich in diesem Jahr gekümmert haben und wichtig sind. Und deshalb schreibe ich hier mal auf, wie ich an dieses prima Katzen-Zuhause gekommen bin! Das war nämlich gar nicht so einfach, wenn da nicht.... aber ich fange mal ganz von vorne an. Viel Spaß mit dem diesjährigen Advents-Special!

Meine Mama hat immer gesagt: "Lass dich nicht mit den Zweibeinern ein. Die sind unvernünftig, gemein und kaltherzig. Lauf weg, wenn du sie näher kommen siehst!"
Diese Einstellung hatte ich als kleines Kitten quasi schon mit der Muttermilch aufgenommen. Meine Geschwister natürlich auch, und so haben wir Kleinen uns immer sehr gut versteckt, wenn Mama loszog, um etwas zu fressen aufzutreiben. Das haben zwar auch oft Zweibeiner serviert, aber Mama stand der Sache immer schon seehr skeptisch gegenüber! "Leckeres Futter, einfach so, neinnein, da muss ein Haken sein. Das ist bestimmt eine Falle!" murmelte sie oft in ihre Schnurrhaare hinein. Und so kam es, dass wir jedesmal, wenn ein Zweibeiner für die halbwilden Katzen etwas zu fressen hinstellten, erstmal so schnell wie es ging weggerannt waren. Mama erzählte dann später, welche Kumpel von ihr auf einmal spurlos verschwunden waren, nach so einer opulenten Mahlzeit, und wohl wieder aufgetaucht, aber dann irgendwie verändert waren. Oder auch nicht wieder aufgetaucht waren. Was war mit ihnen geschehen? Ob sie wohl noch lebten? Mamas Phantasie ging da möglicherweise auch einmal mehr mit ihr durch, wenn sie uns in spannenden Geschichten schilderte, was ihrer Ansicht nach passiert war. Die Zweibeiner bekamen in diesen Katzenmärchen ein ähnlich "gutes" Image wie der böse Wolf in "Rotkäppchen".
Natürlich war es verlockend, einmal das Näschen an eins der dargebotenen Schälchen zu halten, als Mama nicht mehr so viel Milch gab und der Hunger auf was "anständiges" täglich größer wurde. Wir wuchsen halt schnell heran und brauchten als Kätzchen sooo viel Energie, da musste auch mal was Handfestes her. Yummy yummy, was schmatzten die anderen Katzen der Kolonie gierig ihre Portionen weg, da konnte man ja gar nicht anders, als das Futter trotz Mamas eindringlicher Warnungen selbst mal zu probieren!
Mein Bruder und ich schossen also eines schönen Tages alle Horrorgeschichten in den Wind und ließen uns von dem köstlichen Geruch aus den Schälchen verlocken. So ein Hunger! Ratzfatz war alles aufgeschlabbert und wir kehrten zwar mit schlechtem Gewissen, aber pappsatt zurück in unser Versteck.
Und Mama wäre nicht Mama, wenn sie nicht genau gewusst hätte, was wir gerade getan hatten. Es war aber auch soooo lecker!
Dieses Argument ließ Mama natürlich nicht gelten. Sie selbst hatte zwar auch oft Hunger, beschränkte sich aber auf Abfälle mit Nahrungsresten, Mäuse, den einen oder anderen Vogel, der nicht schnell genug reagiert hatte oder an hohen Feiertagen auch mal ein junges Kaninchen, die hier gar nicht mal so selten hergehoppelt waren.
"Ihr werdet ihnen in die Hände fallen, ich weiss es genau!" jammerte Mama und hob schimpfend eine Augenbraue und ihre längste Kralle, wie nur Mütter es können, wenn sie mit dem Verhalten ihres Nachwuchses nicht einverstanden sind. "Wartet nur ab, sie werden euch holen und dann gibt es kein Entkommen mehr! Sie bringen euch in große Häuser, wo ihr den ganzen Tag eingesperrt seid und putzig aussehen sollt, um ihnen zu gefallen! Eure Freiheit könnt ihr dann vergessen" beendete sie ihren Vortrag, immer zorniger werdend. Ihre Augen glühten bereis rötlich, es war also Zeit, versöhnliche Töne anzuschlagen. Schnurrend schmiegten wir uns an sie, um sie zu beruhigen, aber es dauerte noch den ganzen Abend, bis ihr Katzenherz wieder etwas ruhiger schlug. Sie war wirklich sehr, sehr aufgebracht und das schlechte Gewissen ließ uns nicht in den Schlaf finden. Was, wenn sie recht hatte? Was würde geschehen, wenn wir nochmal vom verbotenen Futter naschten? Wohin würden sie uns bringen, wenn sie uns eingefangen hätten?
Fragen über Fragen, im nächsten Teil vom Adventsadventure gibt es möglicherweise ein paar Antworten! ;-)

Es grüßt euch
eure frei geborene, bezaubernde Jeannie!

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