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Samstag, 22. Oktober 2016

Mäxchen bloggt: Wie vom Nebel verschluckt - Sherlock Romi und Dr. Mäxchen ermitteln Vol.I

Hallo, liebe Freunde des gepflegten Shettypowerblogs! Ich bin's mal wieder, euer Lieblings- Mäxchen!
Und oh - ich bin noch völlig durch den Wind von den Ereignissen dieses trüben Oktobertages, von dem ich euch unbedingt berichten muss!
Wie ihr der Einleitung schon entnehmen könnt, bin ich noch ganz aufgeregt. Das war aber auch ein Samstagmorgen, mein lieber Kokuschinski. Der große Tollpatsch und ich haben immer noch einen Ruhepuls von 120 vor lauter Aufregung!
Aber jetzt mal von vorne:
Da steht man so im Halbschlaf unter der alten Eiche auf der Koppel, es ist noch stockdunkel und total neblig, da hört man plötzlich so ein Raschelraschelraschel aus dem Wäldchen unweit des Birnbaums mit dem WLAN-Hotspot. Natürlich bin ich als Equide mit Fluchtinstinkt sofort hellwach! Kommt der Wolf nun auch in unsere Region? Ist ein UFO gelandet und sucht nach Erdlingen? Haben sich die Wildschweine aus der Umgebung zur jährlichen Jahreshauptversammlung zusammengerottet?
Nichts von alledem. Ich stubse den noch total verschlafenen Herdenchef Tollpatsch mit der Nüster an, aber der hat wohl wieder von einer Badewanne voller Möhren geträumt und öffnet nur langsam ein Auge. Dann aber fährt er regelrecht seine Systeme hoch und springt aus dem Stand einen Meter hoch in die Luft! Mit Verlaub gesagt, als Springpferd ist der Große eine absolute Niete, aber hier hätte er doch glatt mal die Stange liegen gelassen!
Nachdem sich der erste Schreck gelegt hat, suchen wir den Rest unserer Einheit, die Gehörnten, im dichten Münsterländer Nebel, über den schon berühmte Lyriker geschrieben haben. Aber: Negativ! Kein einziges Rindvieh scheint mehr auf der großen Koppel zu sein. Sind sie in den Stall gelaufen? Gab es etwa eine Extraration Futter für sie? Dem musste ich sofort nachgehen, achwas, gehen? Rennen natürlich! Und ich schaffe immer noch die 200 Meter in unter 20 Sekunden, wenn es um Futter geht! ;-)
Derweil läuft der Tollpatsch die Weidezäune ab. Ich komm am Stall an, aber: Nix! Niente! Nada! - da hör ich einen Schrei von Romi, der wohl im Umkreis von 10 KM alle aus dem Strohbett geholt haben muss.
Ich mach also kehrt und geb wieder Gas, Richtung Weidezaun am Wäldchen, wo der Tollpatsch mit hoher Nase und offenen Nüstern so tut, als hätte er Ahnung vom "Wittern gegen den Wind". Das sieht hochprofessionell aus, zugegeben, macht aber im Moment wenig Sinn, weil gar kein Wind geht! Es ist ja neblig mit Sicht unter 20 Metern.
"Die Rindviecher sind weg!" brüllt er nun in den Wald, der aber keine Lust hat zu antworten. Und die Rindviecher wohl auch nicht, denn es bleibt mucksmäuschenstill bis auf den alten Wallach vom Nachbarn, der wohl wegen seniler Bettflucht schon so früh auf den Hufen ist. Denn normalerweise liegt hier noch alles über 80 cm Stockmaß noch selig schlummernd im Stroh, nur die Katzen sind schon unterwegs und hier und da ein Kaninchen auf der Flucht vor dem Fuchs.
Immerhin hat Detectiv Romi direkt die Lücke im Zaun entdeckt, die die Rindviecher zu der Untat verleitet haben muss. Eine erweiterte Flucht, denn außer dem Kalbsgeschnetzelten, das ja gerne mal die Gegend außerhalb des Elektozaunes erkundet, sind diesmal auch die Mädels mit von der Partie! Das frisch niedergetrampelte Gestrüpp und die nicht zu übersehenden Spuren im Laub sprechen eine deutliche Sprache.
"Schau mal, Mäxchen, das müssen die Gehörnten gewesen sein! Das frisch niedergetrampelte Gestrüpp und die nicht zu übersehenden Spuren im Laub sprechen eine deutliche Sprache!" quasselt der Fuchs nun auf mich ein. Seine deutlich hervorquellenden Augen und die dunkelroten Nüstern lassen keinen Zweifel daran, dass ihm die Situation sehr zusetzt. Die sind tatsächlich klammheimlich abgehauen und das Schlimmste daran ist:  WARUM HABEN DIE UNS NICHT MITGENOMMEN???
Eine Frage, die noch zu klären sein wird. Romi jedenfalls ist restlos bedient, er trabt japsend vor Empörung den restlichen Zaun auf und ab und schickt immer wieder ein schallendes "HUHUUUU! WO SEID IHR DENN?" in die Nebellandschaft. Ach, als ob die zurückblöken würden, das hinterlistige Pack! Verstecken spielen um sechs Uhr morgens, ich glaub, es geht los!
Ich versuche zu intervenieren, aber mit dem Großen ist jetzt nicht mehr gut Birnen futtern. Er flucht alle Flüche, die er in seinem Leben je gehört hat, in die Stille des Waldes, aber völlig ohne Rückmeldung. Doch, halt, der alte Wallach von nebenan beschwert sich über den Lärm, denn schließlich hat er Wochenende und will auch mal ausschlafen.
"HALT ENDLICH MAL DIE KLAPPE, ROMI, ODER ICH RUF DIE BULLEN! VERDAMMTNOCHEINS!"

LOL.
Tja, die Bullen rufen, das macht der Tollpatsch ja bereits seit einer Weile, aber das Wortspiel hat schon was! ;-)

Puuh! Jetzt muss sich euer altes Mäxchen erstmal ausruhen, solche Vorfälle gehen mir immer sehr an die Substanz. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste! Bleibt dran, wenn ihr lesen wollt, ob Romi jemals wieder eine Herde haben wird und ob es überhaupt ein happy End gibt! Es geht spannend weiter, versprochen!

Liebe Grüße aus der Detektei Sherlock Romi und
euer
Dr. Mäxchen (Der frühe Vogel kann mich mal)! ;-)

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